Ein fassungsloser Kreisligist

- Baldhams Fußballer sind am Boden zerstört. Der SCB ist seit Mittwoch ein Kreisligist. Die Enttäuschung bei Fans und Verantwortlichen nach dem zweiten Abstieg in Folge sehr groß.

Baldham -Spieler und Funktionäre des SCB waren nach dem Relegationsspiel in Putzbrunn enttäuscht, fassungslos, niedergeschlagen. Mit der 1:3 (1:0)-Pleite gegen ATA Spor und dem Abstieg hatte wohl niemand gerechnet. Trainer Klaus Brand meinte: " Natürlich sitzt der Stachel der Enttäuschung tief, weil wir uns die 1:0-Führung haben abluchsen lassen. Nach dem 1:1 war mir klar, dass wir verlieren. Da hat dann einfach die Kraft gefehlt. Der Gegner hat verdient gewonnen, er war stärker."

Woran es lag? Es gab vom Trainer keinen direkten Vorwurf in Richtung der Spieler: "Ich werfe ihnen nicht vor, dass sie es nicht probiert hätten. Aber der Druck war zu groß, wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden und das Engagement nicht rübergebracht, das wir uns vorgenommen hatten."

Brand sah die Ursachen für den Absturz viel früher: "Das Spiel war wieder ein Spiegelbild der Saison: In der entscheidenden Situation waren wir nicht in der Lage, es für uns zu entscheiden. Es war mir schon vor Saisonbeginn klar, dass es ganz schwierig wird, die Klasse zu halten. Wir haben das Beste daraus gemacht, hätten es fast geschafft. Aber es hat nicht gelangt, weil der Kader insgesamt nicht gut genug für die Bezirksliga und zu klein war."

"Es war nicht mehr drin", sagte gestern am Tag danach auch eine völlig enttäuschte Petra Eichinger. Die SCB-Betreuerin und Pressesprecherin sah ATA Spor als "die beste Mannschaft, die wir die ganze Saison über als Gegner hatten. In der zweiten Halbzeit standen wir nur hinten drin, da waren wir stehend k.o." Der Technische Liter Rainer Kiffl meinte: "Die Enttäuschung ist natürlich groß. Aber wir hätten mit Robert Grätz auch nicht gewonnen. ATA Spor war richtig heiß." Denen hätte man angemerkt, dass sie um die Bezirksliga kämpfen. Beim SCB sei hingegen der Akku leer gewesen. Das Genick hätten dem Team aber die vielen Unentschieden in der Rückrunde gebrochen.

Wie geht’s nach dem zweiten Abstieg in Folge weiter? "Das wissen wir noch nicht", erklärte Eichinger. "Wir müssen schauen, wer bleibt." Dem SCB droht nach dem letztjährigen Fall aus der Oberliga ein erneuter Umbruch im Team. "Der Kapitän Christian Heigl bleibt sicher", wusste die SCB-Betreuerin.

Kiffl ergänzte: "Wir haben am nächsten Donnerstag mit Mannschaft und Trainer eine Besprechung. Der Großteil des Teams wird wohl bleiben." Fraglich ist jedoch, ob Brand weitermacht bzw. weitermachen darf. Der Coach meinte am Mittwoch nur: "Wie es mit mir weitergeht, weiß ich noch nicht. Das Ganze muss sich erst ein paar Tage setzen."

Der Absturz wirft zudem den Vorbereitungsplan über den Haufen. Denn die Bezirksliga hätte Anfang August begonnen, nun geht’s für den Neu-Kreisligisten erst Ende August los. Eichinger brachte es auf den Punkt: "Es ist eine dumme Situation für uns."

Quelle: Merkur.de

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