Fußball

65, ASV Youngsters, Karlsfeld II und Alte Haide weiter

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Auch Eintracht Karlsfeld II (im Bild Lorenzo Kehl) erreichte das Finalturnier.

Am vierten und letzten Qualifikationsspieltag des Herbert-Reischl-Gedächtnisturnieres um den VR-Cup haben, wie an den Turniertagen eins und zwei, rund 120 Zuschauer den Weg in die Georg-Scherer-Halle gefunden. Die Favoriten gaben sich dabei keine Blöße.

Am vierten und letzten Qualifikationsspieltag des Herbert-Reischl-Gedächtnisturnieres um den VR-Cup haben, wie an den Turniertagen eins und zwei, rund 120 Zuschauer den Weg in die Georg-Scherer-Halle gefunden. Die Favoriten gaben sich dabei keine Blöße.

Einer der Höhepunkte war das Überkreuzspiel der ASV-Youngsters gegen den TSV Bergkirchen, das die Nachwuchs-Asse vom Stadtwald hauchdünn mit 2:1 gegen den sechsten des Vorjahres gewannen. Zudem entdeckte beim TSV ein Spieler ungeahnte Talente.

Die Bayernliga-Cracks des TSV 1865 Dachau sicherten sich als Turniersieger die direkte Qualifikation für das Finalturnier, doch für den Hallenmastersfavoriten war die Quali alles andere als ein Spaziergang. In den Überkreuzspielen lösten die erfrischend aufspielenden ASV-Youngsters, die spielstarke, junge zweite Mannschaft der Karlsfelder Eintracht und der FC Alte Haide jeweils das Ticket für die Finalrunde am 4./5. Januar (Gruppeneinteilung siehe Seite 9). Den Schiedsrichtern Christian Kainz vom VfB München und Dieter Grill (SV Lochhausen) gelang es, die oftmals heiße Atmosphäre auf dem Feld zu beruhigen.

Keine Zweifel an der Favoritenrolle ließ der TSV 1865 aufkommen. Richtig geärgert wurde er lediglich von den ASV-Youngsters. Mit der unbekümmerten Spielweise der Jungspunde hatte der Bayernligist gehörige Probleme, und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Am Ende konnten die Youngsters dem Favoriten von der Jahnstraße ein ebenso sehenswertes wie leistungsgerechtes 4:4 abtrotzen.

Erfrischender Hallenfußball wurde auch von der zweiten Mannschaft der Karlsfelder Eintracht geboten. Sie sicherte sich den zweiten Rang hinter den 65-Kickern. Im Duell zahlreicher A-Jugendlicher setzte sich Karlsfeld gegen die ASV-Youngsters knapp mit 3:2 durch, was die Tabelle am Ende der Vorrunde dann auch widerspiegelte.

Hinter den beiden Perspektivteams landete der Bezirksligist FC Alte Haide auf Rang vier. Der FC konnte durchaus attraktiven Hallenfußball anbieten, in Sachen Konstanz haben die Alte-Haide-Kicker aber noch Reserven.

Der TSV Schwabhausen erkämpfte sich mit zwei Siegen den fünften Tabellenplatz. Weit hinter den Erwartungen zurück blieb der TSV Bergkirchen. Der letztjährige Sensationssechste enttäuschte auf ganzer Strecke. Die Truppe, die ohne ihren Spielertrainer und Hallen-Spezialist Marco Bläser auskommen musste, fand überhaupt nicht ins Turnier und hatte nach sechs Spielen einen mickrigen Punkt auf dem Konto.

Nur der TSV Gerberau lieferte einen noch schwächeren Auftritt ab, er wurde wegen des schlechteren Torverhältnisses auf dem letzten Vorrundenplatz.

Richtig spektakulär wurde es im Spiel des TSV Bergkirchen gegen den TSV Schwabhausen. Beim Stande von 1:2 für Schwabhausen wurde auf Neunmeter und eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen den Bergkirchener Keeper Felix Reichelt entschieden. Den fälligen Strafstoß konnte Bergkirchens Maximilian Märkl, von Beruf Feldspieler, glänzend parieren. Am Ende reichte es allerdings dennoch nicht für einen Punktgewinn.

Das spektakulärste Tor des Tages erzielte Alexander Späck vom FC Alte Haide. Seinem Treffer gegen den TSV Gerberau ging ein hoher Ball zuvor, der die Hallendecke um Haaresbreite verfehlte. Sein anschließender Volleyschuss aus knapp 20 Metern schlug unhaltbar im oberen Kreuzeck des Gerberauer Gehäuses ein.

Potenzial zum Tor des Monats hatte auch der Seitfallzieher des Schwabhausers Antonio Joao Gomes. Der Ball klatschte im Spiel gegen den TSV 1865 allerdings nur gegen den Pfosten.

Die zweite Mannschaft des TSV Eintracht Karlsfeld hatte keinerlei Mühe mit dem über das gesamte Turnier enttäuschenden TSV Gerberau. Mit 6:0 schickten die Karlsfelder den sieglosen B-Klassist nach Hause.

Das Überkreuzspiel Nummer zwei zwischen den ASV Youngsters und dem TSV Bergkirchen lieferte da schon deutlich mehr Brisanz. Zu Beginn war es eine verkrampfte Partie, in der keine der Mannschaften einen Fehler machen wollte. Der Türöffner für einen in der Folge heißen Tanz war der 1:0-Führungstreffer für die Bergkirchener. In einer furiosen Schlussphase glichen die Youngsters zunächst aus, ehe Leon Schleich in letzter Sekunde das Herzschlagfinale zu Gunsten den Gastgebers entscheiden konnte.

Somit konnten sich die Youngsters neben der zweiten und der ersten Mannschaft des ASV als dritte Mannschaft vom Stadtwald für die Finalrunde qualifizieren.

Der letzten Einladung des Tages für die Fortsetzung am 4. und 5. Januar folgte der FC Alte Haide. Mit einem 10:4-Torspektakel zeigte der FC dem deutlich unterlegenen TSV Schwabhausen die Grenzen auf.

Einen Trost gab es dennoch für das Dachauer Landkreisteam: Die Torjägerkanone am letzten Qualifikationstag sicherte sich Christian Henning mit sieben Treffern.

Aufstellungen

TSV 1865 Dachau

Marco Jakob, Thomas Ettenberger, Fabian Lamotte, Nickoy Ricter, Nikolaus Grotz, Hysenri Peti, Stefan Vötter, Ugur Alkan, Leander Lask

FC Alte Haide

Marius Kiusle, Simon Haas, Philip Rabe, Alexander Späck, Stephan Schober, Bilal Mohibi, Max Rabe, Philipp Kahl, Christian Oks

TSV Bergkirchen

Felix Reichert, Maximilian Märkl, Ludwig Biller, Philipp Güllich, Stefan Umkehrer, Johannes Otti, Korbinian Kothny, Dominik Hörmann, Patrick Sturm, Michael Schlemmer

TSV Eintracht Karlsfeld II

Marc Hofer, Nicolas Frank, Tim Duchale, Peter Wuthe, Cihan Gündogdu, Robert Marovic, Florian Schrattenecker, Marc Preis, Lorenzo Kehl

TSV Schwabhausen

Martin Höß, Maximilian Blank, Dominik Wagner, Maximilian Büchler, Stefan Zitzlsperger, Antonio Joao Gomes, Konstantin Ruppert, Christian Henning, Herbert Dittrich, Daniel Wagner

ASV Youngsters

Korbinian Dietrich, Benedikt Kirner, Sebastian Reissner, Matthias Leider, Tobias Erl, Niklas Kiermeier, Leon Schleich, Jonas Dworsky, Martin Kreitmair

TSV Gerberau

Antonio Fezzuoglio, Jones Kesecker, Ovidiu Novak, Catalin Chirita, Denis Blagojevic, Christoph Hofer, Sebastiano Belviso, Giuseppe Odierna, Dimitrios Litovoilis, Maximilian Szelag

Quelle: Merkur.de

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