„Sein Tod ist für uns alle ein Schock“

FC Aschheim trauert um Herbert Lämmer

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Trauer um Herbert Lämmer. 

Der FC Achheim trauert um seinen Vorsitzenden Herbert Lämmer. Seine Frau, seine Freunde uns sein Verein finden die richtigen Worte zum Abschied. 

Aschheim – „Er war mein Leben“, sagt seine Frau Sigi über Herbert Lämmer, der im Alter von 66 Jahren überraschend verstorben ist. Gemeinsam mit seiner Frau leitete der pensionierte Polizeibeamte eine Skischule, bei seinem Herzensklub FC Aschheim übernahm er 2018 in einer schwierigen Situation das Amt des Vorsitzenden.

Schon in jungen Jahren spielte Herbert Lämmer beim FC Aschheim Fußball, 2009 wurde er Abteilungsleiter der Ski- und Snowboard-Abteilung, 2015 dann 2. Vorsitzender. Nach dem Tod von Siegfried Weiß sen. wählte ihn der Vereinsausschuss 2018 zum Vorsitzenden. „Es war kein einfaches Erbe“, betont der Zweite Vorsitzende Thomas Preschel, „schließlich hatte Siegfried Weiß sen. das Amt über 40 Jahre lang bekleidet und war so etwas wie eine Institution.“ Herbert Lämmer habe es aber mit seiner ruhigen Art und seinem respektvollen Handeln geschafft, den Verein weiter erfolgreich zu führen. Preschel: „Sein Tod ist für uns alle ein Schock.“

Herbert Lämmer, „er war mein Leben.“

Am 26. Juli dieses Jahres feierten Sigi und Herbert Lämmer ihre Rubine Hochzeit. „Vor 48 Jahren haben wir uns kennengelernt, seit 40 Jahren sind wir verheiratet. Er war mein Leben“, sagt Sigi Lämmer, die gemeinsam mit ihrem Mann in Aschheim eine Skischule betreibt. „Ich möchte mich bei ihm bedanken, dass er uns so ein schönes Leben ermöglicht hat“, trauert sie gemeinsam mit ihrer Tochter Laura – sie studiert in Jena Medizin – um den Familienmenschen Herbert Lämmer. „Viele sagen, sie können es sich gar nicht vorstellen, dass es uns jetzt nicht mehr im Dreierpack gibt“, erzählt Sigi Lämmer, „Herbert war unglaublich für die Familie da.“

Auch im Berufsleben war Herbert Lämmer immer für andere da. „Man konnte ihn tatsächlich zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen“, erzählt sein ehemaliger Kollege Josef Gsödl, Polizeihauptkommissar bei der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung München. Dort war der 1. Polizeihauptkommissar Herbert Lämmer bis zu seiner Pensionierung als Personalratsvorsitzender tätig und engagierte sich als stellvertretender Vorsitzender im Bezirksverband Bereitschaftspolizei der Deutschen Polizeigewerkschaft im DBB (DPolG). Der aktuelle Bezirksvorsitzende Eduard Dosch beschreibt ihn als „offen und pragmatisch“, er sei „nie um eine ehrliche Antwort verlegen“ gewesen.

FC Aschheim: Herbert Lämmer stirbt im Alter von 66 Jahren

„Immer angenehm, sachlich und ehrlich“ – so charakterisiert ihn Steffen Tripke, Teammanager der Ersten Mannschaft des FC Aschheim in der Fußball-Bezirksliga Ost. Er kannte Herbert Lämmer aus vielen Vorstandssitzungen und erlebte ihn stets als fairen Gesprächspartner: „Probleme löste er im Miteinander.“

Den neuen Trainer Thomas Seethaler lotste Herbert Lämmer vor zwei Jahren vom SV Nord Lerchenau nach Aschheim, in dessen erster Saison 2018/2019 feierte die Mannschaft nach einer grandiosen Runde den Aufstieg aus der Kreisliga. Es sei „sehr hart und deprimierend“ gewesen, als er von Lämmers Tod erfahren habe, sagt Seethaler. „Uns hat eine Art Männerfreundschaft verbunden.“

Herbert Lämmer war „Ein wunderbaraer Mensch und leidenschaftlicher SPorter“

Mit Herbert Lämmer verliere der FC Aschheim nicht nur seinen Vorsitzenden, „sondern einen wunderbaren Menschen und leidenschaftlichen Sportler, der den Verein immer im Herzen getragen hat“, heißt es auf der Website des Vereins.

Peter Pfeuffer, Leitung Beachvolleyball, kannte Herbert Lämmer aus Kindertagen, verbrachte mit ihm einige gemeinsame Jahre im Internat des Klosters Schäftlarn: „Vor drei Wochen erst haben wir zusammengesessen und uns an diese harte Zeit mit der oftmals ungerechten Behandlung durch die Präfekten erinnert. Wir waren beide nah am Wasser gebaut.“ 

( GUIDO VERSTEGEN)

Quelle: Merkur.de

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