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Fünf Tore! FC Deisenhofen feiert große Nico-Karger-Show

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Von: Umberto Savignano

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Zweimal vom Elfmeterpunkt aus trifft Nico Karger, insgesamt fünf Tore gelingen dem 29-Jährigen beim 7:1-Sieg.
Zweimal vom Elfmeterpunkt aus trifft Nico Karger, insgesamt fünf Tore gelingen dem 29-Jährigen beim 7:1-Sieg. © brouczek

Keine Mühe hatte der FC Deisenhofen im Heimspiel gegen den TSV 1865 Dachau: Die Blauhemden gewannen mit 7:1 (3:0), dank der großen Show von Nico Karger.

Deisenhofen – Dieser hatte bereits zur Pause mit drei Toren die Weichen auf Sieg gestellt. Was dem nach muskulären Problemen ins Team zurückgekehrten Ex-Profi allerdings nicht reichte: Er setzte in der zweiten Halbzeit noch zwei Treffer drauf.

Mit seinem Fünferpack überholte Deisenhofens Stürmer sogar seinen prominenten früheren Mitspieler beim TSV 1860 München an der Spitze der Torschützenliste der Bayernliga Süd: Karger mit 19 vor Sascha Mölders, jetzt Spielertrainer beim TSV Landsberg, mit 18 lautet die neue Reihenfolge.

Knackpunkt der Partie war schon die Situation, die zum ersten Treffer führte: Der ehemalige Deisenhofner Arijanit Kelmendi riss den schön gestarteten Michael Bachhuber im Strafraum um, sah dafür die Rote Karte. Karger ließ sich die Strafstoßchance nicht entgehen (18.). „Natürlich ist das spielentscheidend. Die Dachauer kommen in einem 5-4-1-System her, hatten am Anfang auch ein paar Konter. Wenn da einer reingeht, hätte ihr Plan schon aufgehen können“, kommentierte FCD-Coach Andreas Pummer die frühe Weichenstellung.

Mit Deisenhofens Führung bei Überzahl war Dachaus Vorhaben aber durchkreuzt, auch weil die Gastgeber ihr Spiel konsequent durchzogen. „Wir haben weiter aufs Gaspedal gedrückt“, so Pummer. Karger setzte mit einem Distanzschuss das 2:0 (26.) und durch einen weiteren Elfmeter, den erneut Bachhuber herausgeholt hatte, das 3:0 (37.) drauf. Auch Dachaus Ehrentreffer durch Sebastian Brey, unmittelbar nach dem Wechsel (47.), ließ nicht den Hauch eines Zweifels am Sieg aufkommen. Allerdings räumte Pummer ein: „Nach der Pause hatten wir fünf Minuten lang einen Hänger, da waren wir gefühlt noch in der Kabine. Und prompt kam es zu einer Verkettung von Fehlern. Das hat mich schon geärgert.“

Nichts zu bremsen ist Nico Karger (r.) von der Abwehr des TSV 1865 Dachau. Mit 19 Treffern rangiert der Deisenhofner nun auf Platz eins der Torjägerliste.
Nichts zu bremsen ist Nico Karger (r.) von der Abwehr des TSV 1865 Dachau. Mit 19 Treffern rangiert der Deisenhofner nun auf Platz eins der Torjägerliste. © brouczek

Doch Karger sorgte bei seinem Trainer postwendend wieder für beste Laune, als er nach einer schönen Flanke von Nikolaos Gkasimpagiazov die Kugel mit einem herrlichen Volleyschuss in die Maschen jagte (51.). „Ein sensationelles Tor“, strahlte Pummer. Michael Bachuber erhöhte mit seinem elften Saisontor auf 5:1 (58.), dann war wieder Karger dran (70.). Am Schluss durfte sich auch noch der eigentlich zum Kader der zweiten Mannschaft zählende Nico Patent über seinen ersten Treffer im zweiten Bayernliga-Kurzeinsatz freuen (89.).

„Wenn ich bei einem 7:1 noch etwas finden soll, was ich kritisieren könnte, dann ist es das Gegentor“, sagte Pummer, „denn das war Unkonzentriertheit und wir hatten das in der Halbzeit angesprochen.“ Insgesamt aber zeigte sich der Trainer hochzufrieden, und zwar nicht nur mit dem Offensiv-Feuerwerk seiner Elf: „Die sieben Tore: Das ist das Spiel mit dem Ball. Aber die Mannschaft hat heute auch eine Supereinstellung beim Spiel gegen den Ball gezeigt. Dafür muss ich ihr ein Lob aussprechen.“ (um)

FC Deisenhofen: Caruso - Schneiker, Nickl (19. Sagner), Köber, Vodermeier, Müller-Wiesen (63. Kopp), Mayer (75. Finster), Jost (63. Kurmehaj), Gkasimpagiazov (75. Patent), Bachhuber, Karger.

Tore: 1:0 Karger (18., Foulelfmeter), 2:0 Karger (26.), 3:0 Karger (37., Foulelfmeter), 3:1 Brey (47.), 4:1 Karger (51.), 5:1 Bachhuber (58.), 6:1 Karger (70.), 7:1 Patent (89.).

Rote Karte für Dachaus A. Kelmendi (18., Notbremse).

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