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FC-Deisenhofen-Trainer analysiert Niederlage: „Wir kombinieren uns tot“

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Von: Umberto Savignano

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Andy Pummer war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden.
Andy Pummer war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. © Riedel

In einem Spiel mit zwei völligen Kehrtwendungen unterlag der FC Deisenhofen beim TSV Nördlingen am Ende mit 2:3 (0:1).

Deisenhofen – „Bitter“ fand Trainer Andreas Pummer die Niederlage in der Fußball-Bayernliga Süd vor allem deshalb, weil er sie von seiner Elf als selbst verschuldet betrachtete.

Phase eins der Partie gehörte den Nördlingern. „Wir sind in den ersten zehn Minuten nicht ins Spiel gekommen“, räumte Pummer ein, der danach aber eine ausgeglichene erste Hälfte sah, mit einigen Möglichkeiten für sein Team, etwa durch Nico Karger (40.) und Michael Bachhuber (42.), die an Torwart Daniel Martin scheiterten. Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings schon 1:0 für die Hausherren: Alexander Schröter hatte einen schönen Konter vollendet (28.).

Und trotz der Ausgleichschancen war Pummer mit dem ersten Durchgang unzufrieden. „Der letzte Ball hat noch nicht gepasst. Wir haben auch nicht so aufs Tempo gedrückt. Wir sind 0:1 hinten, spielen aber, als ob wir 3:0 führen würden, kombinieren uns tot“, kritisierte er. „In der Pause haben wir dann besprochen, dass wir schneller nach vorne spielen und mehr Ebenen überspielen müssen. Das hatten wir eigentlich schon in der ersten Halbzeit vor.“

Die Kabinenansprache stieß auf offenes Gehör und wurde von den Blauhemden gleich perfekt umgesetzt: Bachhuber (48.) und Karger (49.) sorgten mit einem Doppelschlag für die erste 180-Grad-Wende der Begegnung, nach der der FCD auf der Siegerstraße schien. „Gut durchkombiniert, einfach super herausgespielt“, freute sich Pummer, dessen Fußballherz in der Folgezeit noch höher hätte schlagen können. „Wir hatten dann Chancen, fast im Zwei-Minuten-Takt.“ Doch statt den Coach jubeln zu lassen, versetzten ihn die Blauhemden, auch wenn bei Kargers Lattentreffer (70.) Pech im Spiel war, in Missstimmung. „Das waren ganz klare Chancen. Und so lassen wir den Gegner im Spiel. Das ist Jugendfußball, blauäugig“, schimpfte Pummer.

Endgültig frustriert war der 40-Jährige nach der erneuten Wendung in der Schlussphase. „Dann kriegen wir einen Elfmeter, weil ein Spieler aus kurzer Distanz an der Hand angeschossen wird. Und auf einmal ist ein Gegner, der am Boden war, wieder da.“ Von Manuel Meyers verwandeltem Strafstoß (76.) erholten sich die Deisenhofner nicht mehr. „Bei uns schaut es dann aus, als ob der Stecker gezogen wurde“, kritisierte Pummer. Simon Grubers herrliches 3:2 (84.) besiegelte die Niederlage. „Wie er den mit der Brust annimmt und Volley ins Eck trifft: Das war sensationell gemacht“, bezeugte der FCD-Coach dem Schützen seinen Respekt.

Erfreuen konnte er sich an dem Traumtor allerdings nicht: „So schauen sich bei uns hinterher alle blöd an und fragen sich: Warum haben wir das Spiel verloren?“ Pummer hatte selbst eine Antwort parat: „In der ersten Halbzeit drücken wir nicht aufs Tempo, in der zweiten verpassen wir es, das dritte, vierte, fünfte Tor zu machen. Nördlingens Trainer hat von Spielglück gesprochen. Ich sage: Es war Unvermögen von unserer Seite.“  (um)

FC Deisenhofen: Caruso - Schneiker, Förtsch (87. Wohlmann), Vodermeier, Sagner (87. J. Cosic), Müller-Wiesen, Finster (87. Brugner), Jost (82. Kurmehaj), Mayer (87. Kopp), Bachhuber, Karger.

Tore: 1:0 Schröter (28.), 1:1 Bachhuber (48.), 1:2 Karger (49.), 2:2 Meyer (76., Handelfmeter), 3:2 Gruber (84.)

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