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FC Deisenhofen: Ein Unentschieden mit Unterhaltungswert

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Von: Umberto Savignano

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„Die erste Halbzeit war schon auf gutem spielerischen Niveau. Aber wir müssten halt mal in Führung gehen“,sagt Trainer Andreas Pummer
„Die erste Halbzeit war schon auf gutem spielerischen Niveau. Aber wir müssten halt mal in Führung gehen“,sagt Trainer Andreas Pummer © Robert Brouczek

Tore gab es erst im anschließenden Elfmeterschießen, das fällig wurde, weil die Bayernliga-Partie zwischen dem FC Deisenhofen und dem SV Kirchanschöring auch als Qualifikationsspiel für den Toto-Pokal galt. Vom Punkt aus gewann der FCD 3:1. Doch trotz des 0:0 nach den regulären 90 Minuten war dieses Bayernliga-Spiel zu keiner Sekunde langweilig.

Deisenhofen – Es entwickelte sich auf Kunstrasen vielmehr von Beginn an ein munteres Duell zweier höchst engagierter Mannschaften. Die erste Chance gehörte den Blauhemden: Nach einem schönen Pass von Tobias Nickl in die Tiefe scheiterte Nico Karger aber ebenso an Egon Weber (4.) wie später Marco Finster von der Strafraumgrenze (20.). Auch Martin Mayer fand aus kurzer Distanz in Kirchanschörings Torwart seinen Meister (27.). Obwohl die Gäste mit Lauffreudigkeit, Zweikampfstärke und einer guten Spielanlage zeigten, warum sie ernsthaft um Platz zwei mitmischen, dominierte der FCD immer deutlicher. In der 30. Minute dann die größte Chance der Platzherren, und das gleich im Doppelpack: Weber parierte stark gegen Karger, Michael Bachhubers Nachschuss sprang vom Innenpfosten fast parallel zur Torlinie wieder ins Feld zurück (30.). Die Führung der Gastgeber wäre zu diesem Zeitpunkt längst verdient gewesen, zumal der blendend aufgelegte Karger Schlussmann Weber aus der zweiten Reihe zu einer weiteren Glanztat zwang (36.).

Plötzlich zappelte der Ball dann aber im Netz des FCD-Kasten: Simon Jauk hatte getroffen, doch mit reichlich Verspätung entschied der Unparteiische Moritz Hägele (Joshofen-Bergheim) in den Gäste-Jubel hinein auf Abseits (44.). Es war der letzte Aufreger einer bis dahin höchst attraktiven Partie auf gehobenem Bayernliga-Niveau. Deisenhofens Trainer Andreas Pummer zeigte sich mit der Leistung seines Teams bis dahin zufrieden: „Die erste Halbzeit war schon auf gutem spielerischen Niveau. Aber wir müssten halt mal in Führung gehen.“

Im zweiten Durchgang ging’s unterhaltsam weiter: Michael Vodermeier (50.) und Karger (53.) verfehlten nach schönen FCD-Kombinationen das Ziel knapp. Danach übernahm jedoch Kirchanschöring das Kommando und kam zu einigen Möglichkeiten, darunter zwei hundertprozentige: Gegen Jauk parierte Caruso sensationell (61.), die nächste Gelegenheit entschärfte Kirchanschörings Thorsten Nicklas selbst, weil er versuchte, Jauk anzuspielen, statt völlig frei selbst abzuschließen (74.). „Das waren schon zwei richtig gute Chancen. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so gut, man hat auch gemerkt, dass Kirchanschöring eher einen Lauf hat als wir“, zeigte sich Pummer mit dem torlosen Remis letztlich einverstanden. Manager Thomas Werth sah es ähnlich: „In der ersten Halbzeit war das vielleicht unsere beste Saisonleistung, da können wir zwei Tore machen, in der zweiten war Kirchanschöring deutlich besser. Unterm Strich geht das Unentschieden in Ordnung.“ Bei der Pokal-Entscheidung avancierte Caruso dann endgültig zum Mann des Tages: Er hielt zwei Elfmeter und verwandelte selber einen. (UMBERTO SAVIGNANO)

FC Deisenhofen: Caruso - Gkasimpagiazov (90. Muggesser), Nickl (74. Sagner), Köber, Vodermeier, Müller-Wiesen (84. Kopp), Finster, Mayer, Jost (81. Kurmehaj), Bachhuber ( 90.+1 Karl), Karger

Anschließendes Elfmeterschießen für die Qualifikation zur nächsten Totopokal-Pokalrunde: Leberfinger schießt drüber, 1:0 Karger, 1:1 Obirei, 2:1 Finster, Caruso hält gegen Miladinovic, 3:1 Caruso, Caruso hält gegen Dinkelbach

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