Duell auf Augenhöhe

Gegen den Tabellendritten TSV Schwabmünchen steht dem FC Deisenhofen am Samstag (15 Uhr) ein schweres Heimspiel ins Haus.

Deisenhofen – Wie schwer, macht nicht nur die Tabelle, sondern auch eine Terminplan-Parallele deutlich: Sechs der bisherigen acht Partien bestritten Deisenhofen und Schwabmünchen gegen die selben Gegner und zudem in der gleichen Abfolge von Heim- und Auswärtsspielen. Das macht die Resultate gut vergleichbar. Und während der FCD aus diesen Duellen acht Zähler holte, waren es bei Schwabmünchen deren elf. Nur beim Spitzenreiter aus Pipinsried musste sich der TSV geschlagen geben, nämlich denkbar knapp mit 3:4 nach 3:1-Führung.

Hannes Sigurdsson freut sich trotzdem schon sehr auf die Begegnung, oder vielleicht sogar gerade deshalb: „Schwabmünchen ist eine sehr offensive Mannschaft. Ich glaube, das wird ein kleines Fußball-Fest“, sagt Deisenhofens Trainer, der allerdings auch weiß, dass sich seine Mannschaft gegenüber dem 4:4, jüngst bei der U21 des TSV 1860 München, zumindest in einer Hinsicht steigern muss: „Die vier Gegentore haben wir da zu einfach bekommen, die waren unnötig.“ Sigurdsson findet, dass sein Team nach dem Aufstieg in diesem Punkt noch nicht hundertprozentig in der neuen Spielklasse angekommen ist, und er fordert eine Beschleunigung des Reifeprozesses: „In der Bayernliga werden Fehler bestraft. Wir haben jetzt schon acht Runden gespielt und es wird Zeit, dass wir das lernen.“

Spielerisch sind die Blauhemden hingegen zweifellos konkurrenzfähig und auch in puncto Moral lassen sie bei ihrem Trainer keine Wünsche offen: „Von der Einstellung her ist meine Mannschaft überragend“, wird Sigurdsson nicht müde zu betonen. Wobei ihm nach den beiden späten Toren (84., 90.+3), die besagtes 4:4 bei den Löwen sicherten, durchaus ein Stein vom Herzen fiel: „Der Punkt bei Sechzig war schon sehr wichtig. Mental wäre es sehr schwierig geworden, wenn wir wieder verloren hätten. Das wäre die dritte Niederlage hintereinander gewesen, das hast Du dann schon im Kopf. Und, egal, was man sagt oder was man macht: Der Druck steigt dann.“

Allerdings stellt der Isländer auch klar: „Ich hätte das Vertrauen zu meiner Mannschaft nicht verloren.“ Dass er sich auf seine Schützlinge verlassen kann, und zwar nicht nur auf die in der Relegation erfolgreiche Aufstiegself, die er in fünf der bisherigen acht Partien zum Anpfiff aufs Feld schickte, zeigte sich gegen die Löwen ebenfalls: Der eingewechselte Salvatore Mancusi erarbeitete sich nach dem 2:4-Rückstand und folgenden 20 Minuten ohne Großchance die erste hochkarätige Möglichkeit, die zur Ecke vor dem 3:4 führte, Joker Florian Schmid sorgte fürs 4:4. Und dieser Ausgleich belegte, dass Sigurdsson in der Not auch auf seinen Schlussmann als Feldspieler bauen kann: Enrico Caruso, den sein Torwarttrainer Robert Ellersdorfer beständig nicht nur als Klassekeeper, sondern auch als überragenden Fußballer lobt, hatte die Vorarbeit geleistet. Es dürfte also auch für Schwabmünchen nicht einfach werden.

FCD: Caruso - Muggesser, Nickl, Köber, Vodermeier, Rembeck, Finster, Martin Mayer, Müller-Wiesen, Ngeukeu, Bachhuber

Quelle: Merkur.de

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