Wie schießt man ein Tor aus 75 Metern?

Marco Höferth: „Weit schießen konnte ich schon immer“

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Wird von fassungslosen Mitspielern bejubelt: Marco Höferth mit der Nummer 14.

Marco Höferth traf gegen die BSG Taufkirchen. Aus 75 Metern. Sieben Fragen an den Schützen des Wundertors.

Lange wehrte sich die BSG Taufkirchen gegen die Niederlage in Eitting. Dann aber schnappte sich Marco Höferth wenige Meter vor dem eigenen Strafraum den Ball und schoss. Aus 75 Metern überliste der Eittinger den BSG-Keeper Lukas Loher. Das war das 3:0. Am Ende hieß es sogar 4:0 für den FCE. Wir sprachen mit 31-jährigen Torschützen, der für Holzkirchen, Wolfratshausen, Weiden und die Bayern-Amateure in der Bayern- bzw. Regionalliga, gespielt hat.

Herr Höferth, wie kommt man auf die Idee, aus 75 Metern aufs Tor zu schießen?

Ich habe schon von der Bank aus verfolgt, dass der Torwart recht hoch steht und Taufkirchen auch im Mittelfeld keine Absicherung hatte. Als wir dann nach dem Einwurf in Ballbesitz kamen, habe ich mir schon gedacht. Wenn ich jetzt die Kugel kriege, dann probiere ich es. Ich habe den Ball dann auch gut erwischt. Er ist immer länger geworden. Und als er dann über den Torwart drüber, nochmal aufgesprungen und damit immer schneller geworden ist, war er auch nicht mehr zu erreichen.

War’s Ihr bisher schönstes Tor?

Es war auf jeden Fall das weiteste. Und schön? Es gehört zu den Top Fünf.

War’s das schwierigste?

Kann man auch nicht sagen. Weit schießen konnte ich schon immer. Du musst halt die Richtung erwischen und dann hoffen, dass es klappt. Da gehört auch Glück dazu.

Was haben eigentlich die Mitspieler gesagt?

Felix Zehetmaier meinte nur: „Du bist doch völlig verrückt.“ Und Chris Schenk sagte: „Ich höre mit dem Fußball auf. Wenn man jetzt so schon Tore schießt...“.

Wie wollen Sie das noch steigern?

So ein Tor – das wird nicht nochmal passieren. Das muss aber auch nicht sein. Wichtig ist, dass wir uns als Mannschaft steigern.

Was ist für den FC Eitting heuer noch drin?

Unsere Leistungsschwankungen sind bisher unser Problem. Wir bringen keine Konstanz ins Spiel. Ich habe bisher keine Mannschaft gesehen, die spielerisch deutlich besser war. Die anderen waren nur effizienter und haben weniger Fehler gemacht. Das Spiel gegen Taufkirchen war ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir hätten noch höher gewinnen können.

Wie stark schätzen Sie Ihre Mannschaft ein?

Wir gehören zu den Top vier in der Liga. So selbstbewusst sollten wir schon sein, dass wir uns so etwas zu sagen trauen.

Das Gespräch führte Dieter Priglmeir.

Quelle: Merkur.de

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