Fußball

FC Erding bleibt nun doch in der JFG Sempt

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Platz da, jetzt kommen wir: Die JFG Sempt wird weiterhin mit FCE-Kickern auflaufen können.   

Verein verpflichtet sich für die nächsten drei Jahre – Zusammenarbeit nur auf Zeit?

VON MAYLS MAJURANI

Erding– Im November, als Christoph Greckl zum neuen Vorsitzenden der JFG Sempt Erding gewählt wurde, sagte er in Richtung FC Erding: „Die Tür steht ganz weit offen.“ Damals stand der FCE vor einer Fusion mit der SpVgg Altenerding, die dann vorerst auf Eis gelegt wurde (wir berichteten). Die Erdinger mussten sich überlegen, wie es vor allem im Jugendbereich weitergehen sollte. Nun steht fest: Erding geht durch die Tür, die ganz weit offen stand.

In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Gespräche zwischen den Verantwortlichen der JFG und dem FCE. Weil die Fusionsgespräche nicht vollständig vom Tisch waren, stellte sich auf JFG-Seite die Frage, wieso man mit einem Verein weiterhin zusammenarbeiten soll, der mittelfristig den Ausstieg plant. „Es ist eine sportliche Entscheidung“, sagt Florian Simmet, Sportlicher Leiter der JFG. „Auch wenn es eine vorübergehende Zusammenarbeit sein sollte, wird uns der FC Erding in dieser Zeit weiterbringen.“

Mit „dieser Zeit“ meint Simmet mindestens drei Jahre. Das sei ein unverhandelbares Kriterium gewesen, so Greckl: „Wir brauchen diese Planungssicherheit. Deshalb war eine Zusammenarbeit für ein oder zwei Jahre keine Option.“ Der 29-Jährige fügt aber auch hinzu: „Natürlich würden wir es begrüßen, wenn Erding länger bleibt. Zusammen ist man stärker.“

„Wir haben auch klar gefordert, dass sich Erding mit Manpower im Verein einbringt“, berichtet Gökmen Uluhan, 2. Sportlicher Leiter.

Dass das Projekt JFG ohne das Engagement der Stammvereine zum Scheitern verurteilt ist, wurde bei der Mitgliederversammlung vergangenen Jahres deutlich. Diese war eigentlich angesetzt, um den Verein aufzulösen. Es kam anders: Klettham, Langengeisling und Türkgücü zeigten sich einsichtig.

„Die JFG hat uns früher nicht wirklich interessiert“, erinnert sich Uluhan, der lange Zeit Abteilungsleiter bei Türkgücü war. „Wenn sich der Stammverein nicht einbringt, dann scheitert das.“ Diese Einsicht zeigt nun auch der FC Erding und wird den Vorstand tatkräftig unterstützen, mit mindestens zwei Vorstandsmitgliedern (siehe Interview). „Der Jugendleiter ist nach unserer Satzung geborenes Vorstandsmitglied“, weiß Greckl. Bei der nächsten Wahl soll ein weiterer Erdinger in den Vorstand aufgenommen werden.

Eine Planung bezüglich Mannschaftenanzahl oder Trainer in der nächsten Saison sei coronabedingt zwar noch nicht möglich, aber, so Simmet, „wenn wir irgendwann die nötigen Infos vom BFV bekommen, wird die Planung einfacher sein, wenn man mehr Leute hat“.

Quelle: Merkur.de

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