Fußball Bezirksliga Nord

FC Finsing wird bei 1:5-Klatsche klassisch ausgekontert

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Wieder ohne Punkte; der FC Finsing.

Der FC Finsing ist in Kammerberg ins offene Messer gelaufen. Das Ergebnis war deftig.

Finsing– Es war ein frustrierendes Hinterherrennen. Nach frühem Rückstand bei der SpVgg Kammerberg stürmte der FC Finsing zwar mutig nach vorne, wurde aber mehrfach ausgekontert. Am Ende stand eine 1:5 (1:3)-Niederlage in der Bezirksliga Nord.

Bei 33 Grad Celsius war es keine Überraschung, dass sich beide Mannschaften erstmal etwas zurückhielten. Der Gastgeber brauchte nur sieben Minuten auf den ersten Finsinger Fehler zu warten. Sepp Weber verlor als Letzter Mann den Ball, Robin Streit lief allein auf Torwart Korbinian Becker zu, umkurvte ihn und schob aus sieben Metern flach ins Tor.

Die Finsinger antworteten umgehend. Einen weiten Diagonalball legte Hannes Behm am rechten Strafraumeck zurück auf Christian Rickhoff, der sofort mit rechts abzog. Er verfehlte das Tor um gut einen Meter (10.). Drei Minuten später flankte der Torjäger von rechts auf den langen Pfosten, wo sein Bruder Markus freistehend zwei Meter vorbei köpfte.

Kammerberg war da deutlich effizienter. Thomas Nefger hebelte mit einem einzigen Pass in die Spitze die komplette Finsinger Hintermannschaft aus. Sebastian Waas steuerte allein auf Becker zu und erhöhte auf 2:0 (17.). Bitter. Oder wie es FCF-Pressesprecher Robert Hartmann formulierte: „Finsing spielt, Kammerberg macht die Tore.“

Danach ließ dann auch mal die SpVgg eine Chance liegen. Wieder hatte ein Pass gereicht, damit Streit allein vor dem Tor stand. Finsings Schlussmann Becker verkürzte aber geschickt den Winkel, und so ging der Ball diesmal knapp am linken Pfosten vorbei. Die nächste Gelegenheit nutzte Streit aber dann wieder. Die Finsinger hatten versucht, eine Abseitsfalle aufzubauen. Streit kam aber mit Vollgas von hinten. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen und sah, wie Streit die Kugel mit dem rechten Fuß über Becker hinweg ins lange Eck hob (24.).

Und Finsing? Versuchte es immer wieder. Christian Rickhoff startete ein Solo nahe der Mittellinie, tanzte drei Gegenspieler aus, schoss aber aus acht Metern ebenso knapp über die Latte (36.) wie bei einem Freistoß aus 25 Metern Mittelstürmerposition. In der 44. Minute war er dann aber doch erfolgreich. Patrick Forchhammer hatte im Gegenpressing den Ball erobert und klug auf Christian Rickhoff gepasst. Der umspielte noch seinen Gegenspieler und chippte den Ball mit dem rechten Fuß ins lange Eck.

Finsings Trainer Bernd Häfele ging nach der Halbzeit volles Risiko und stellte auf Dreierkette um. Die Chancen blieben nicht aus. Fabian Kövener köpfte nach einer Hölzl-Flanke am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite musste Becker bei einem Konter Kopf und Kragen riskieren, um zu klären. Der nächste Konter saß dann. Streit hatte sich am linken Flügel durchgesetzt, seinen Querpass lupfte Mathias Treffer mit links über Torwart Becker zum 4:1 ins Tor (62.).

Finsing war damit endgültig geschlagen und hatte Glück, dass Streit aus kürzester Distanz übers Tor schoss. Wenig später bereitete der überragende SpVgg-Stürmer aber das 5:1 vor. Diesmal braucht der eingewechselte Lukas Schmitt nur noch abzustauben. DIETER PRIGLMEIR

Quelle: Merkur.de

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