Er spielte schon mit Bundesliga-Profis

Von Bayer 04 Leverkusen zum Trainerposten beim A-Klassisten FC Forstern 2

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Der Bayer-Jahrgang 1983: Rechts neben Rainhard Schulz (vorne, 4. v. l.) sitzt Axel Bellinghausen, später Publikumsliebling beim FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf

Rainhard Schulz trainierte viele Jahre in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen. Jetzt übernimmt er die zweite Mannschaft des FC Forstern als Trainer.

Forstern – Er kickte mit Tim Wiese. Die Bundesliga-Profis Axel Bellinghausen und Ioannis Masmanidis waren jahrelang seine Teamkollegen. Rainhard Schulz gehörte zum 1983er-Jahrgang von Bayer Leverkusen. Ab sofort wird er die Zweite des FC Forstern übernehmen. „Geplant ist erst einmal, dass ich nur Trainer sein werde“, sagt der Rheinländer. „Aber wenn die Knochen halten“, so schickt er voraus, könne es durchaus sein, dass er selbst auflaufe.

Der 36-Jährige übernimmt das Amt von Thorsten Scharmatinat, dem der FCF einiges zu verdanken hat, wie Pressesprecher Albert Bowinzki sagt: „Er stand dankenswerterweise ein halbes Jahr länger an der Seitenlinie, als er eigentlich geplant hatte. Aber zum Ende der Vorrunde hat er ganz aufgehört.“ Scharmatinat hat als Coach schon alle Forsterner Jugend-Altersklassen durch. Drei Jahre lang coachte er nun die Zweite, die er vor zwei Jahren in die A-Klasse geführt hat.

Schulz ein echter Glücksgriff für die Forsterner

Mit Schulz haben die Forsterner nun wohl den nächsten Glücksgriff gemacht. 2016 war er aus beruflichen Gründen von seiner Heimat ins Allgäu gezogen, wo er gleich für den FC Kempten spielte und später deren A-Jugend in der Bezirksoberliga trainierte. Nun führte ihn sein Job zu einem Logistik-Unternehmen nach München. „Ich habe dann in der Nähe eine Wohnung gesucht und bin in Pastetten fündig geworden“, erzählt er.

Und weil er sich selbst als „Fußballverrückten“ bezeichnet, schaute er sich gleich mal nach den Vereinen in der Umgebung um und bot seine Hilfe an. Der FC zögerte nicht lange und verpflichtete Schulz nach den ersten Gesprächen.

Das Ziel lautet Klassenerhalt

„Ich habe beim FC Kempten auch die Zweite in der A-Klasse trainiert. Es macht als Trainer einfach Spaß, eine Mannschaft zu entwickeln.“ Rainhard Schulz auf die Frage, warum er mit seiner Historie in die A-Klasse geht.

Das Ziel für den Endspurt dieser Saison liegt nahe: Der Tabellenvorletzte will die A-Klasse halten. „Das Potenzial dazu hat er“, da ist sich der neue Coach sicher. Er habe sich zwei Spiele im November angeschaut, darunter das 0:0 gegen den Tabellenzweiten TSV St. Wolfgang. „Da hat die Mannschaft gut mitgehalten.“ Er jedenfalls sei optimistisch. Er selbst hat bis vor vier Jahren in der Mittelrhein Oberliga gespielt, die Schulz vom Niveau her mit der Bayernliga vergleicht. Seine Position? „Der klassische Sechser“, erzählt er. Das habe er auch schon in der Jugend bei Bayer Leverkusen gespielt. In den gegnerischen Teams waren Größen wie David Odonkor, die Altintop-Zwillinge oder Lukas Podolski.

Und jetzt die A-Klasse? Damit habe er überhaupt kein Problem, sagt Schulz. „Ich habe beim FC Kempten auch die Zweite in der A-Klasse trainiert.“ Es mache ihm einfach als Trainer Spaß, eine Mannschaft zu entwickeln. „Das ist besonders schön, wenn du eine relativ junge Truppe hast.“ Welche Schwerpunkte er in der Trainingsarbeit setze, könne er erst sagen, wenn er die Jungs besser kenne. „Aber grundsätzlich bin ich schon ein Trainer, der die offensive Spielweise bevorzugt.“

Quelle: Merkur.de

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