FC Forstern und FC Moosinning arbeiten zusammen

Kooperation besiegelt

Beim ersten Training der Forsterner B-Juniorinnen ging es gleich voll zur Sache.
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Beim ersten Training der Forsterner B-Juniorinnen ging es gleich voll zur Sache.

Paukenschlag im Bereich Mädchen- und Frauenfußball.

Forstern/Moosinning – Einen gemeinsamen Weg im Frauen-Fußball wollen der FC Forstern und der FC Moosinning einschlagen. Der FCM ist im Landkreis die Nummer eins im jüngeren Juniorinnen-Bereich, der FCF ist führend bei den Frauen. Die Kooperation bei den B-Juniorinnen soll zur klassischen „Win-win-Situation“ werden. Erster Schritt: Moosinnings Jugendleiter Max Kaifel trainiert ab sofort die Forsterner B-Juniorinnen.

In den vergangenen Jahren haben die Frauen des FC Forstern eine beeindruckende Erfogsbilanz hingelegt. Im Landkreis Erding gehört der FC Forstern zu den Vereinen, die auch großen Wert auf die Nachwuchsförderung legen. Während die Konkurrenz den Spielbetrieb meist nach kurzer Zeit wieder einstellte, blieb der FC Forstern am Ball, was ihm seit mehr als 40 Jahren die Spitzenposition nicht nur im Landkreis einbrachte. Derzeit spielt der FCF mit der 1. Mannschaft in Deutschlands dritthöchster Liga, der Regionalliga. Die B-Juniorinnen stehen in der Landesliga Süd mit dem TSV Haar punktgleich auf Platz eins und streben wieder den Aufstieg in die Bayernliga an. Zuletzt hat die langjährige Ex-Spielerin und Übungsleiterin Marion Reiser, eine UEFA-A-Lizenzinhaberin, die B-Juniorinnen zusammen mit Beate Englbrecht trainiert.

Erst seit zehn Jahren ist der FC Moosinning eine Top- Adressen für junge Fußballerinnen. Fünf Jahre dauerte die Durststrecke, bis eine Reihe von Mannschaften an den Wettkampfsport herangeführt werden konnte. Trainer Max Kaifel fuhr reichlich Meisterschaften ein. Zweimal, 2015 und 2016, holte er mit den E-Junioren im Kreis München die Meisterschaft, mit den D-Juniorinnen gewann er in der Kreisliga 2017 und 2018 den Titel.

Heuer ist der FC Moosinning Meisterschaftsfavorit bei den C-Juniorinnen. Sie sind verlustpunktfreier Tabellenführer der Bezirksliga und haben bei zwei Aufsteigern den Aufstieg in die Bezirksoberliga so gut wie in der Tasche.

In Moosinning ist mit knapp 100 spielbegeisterten Mädchen ein gutes Fundament vorhanden. Einziges Manko ist eine fehlende B-Juniorinnen-Mannschaft. Folge: Die Mädchen hören auf und sind in der Regel dann für die Frauenmannschaft verloren. Moosinnings Jugendleiter Kaifel hatte deshalb nach Lösungen gesucht und Gespräche mit möglichen Partnervereinen geführt, die jedoch meist im Sande verliefen – bis er beim FC Forstern anrief. „Schnell stellte sich heraus, dass wir eine ähnliche Philosophie haben, was den Fußballsport betrifft“, erzählt er. „Forstern steht für leistungsorientierten Sport, der auch bei uns seinen Platz hat, aber durch die fehlende B-Mannschaft kaum weitergeführt werden kann.“

Max Kaifel, Jugendleiter beim FC Moosinning, trainiert ab sofort die B-Juniorinnen des FC Forstern.

Ein Zusammenarbeit im Jugend- und Erwachsenenbereich biete sich daher an, „denn wir haben auch leistungsorientierte Spielerinnen, die sich beim FC Forstern beweisen können und auch im Frauenbereich an den Leistungsbereich herangeführt werden können, in der zweiten Garnitur (Bezirksoberliga; d. Red.) oder auch im Freizeitbereich spielen können“.

Moosinnings langjähriger Vorsitzender Karl Thumbs sieht in der Zusammenarbeit Vorteile. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, auch unsere B-Juniorinnen weiter spielen zu lassen“, freut er sich. „Das hat mehrere Vorteile, denn so bleiben sie dem Fußball und dem Verein erhalten. Sehr gut finde ich, das wir den Mädchen und Frauen sowohl im Breitensport wie auch im Leistungsbereich entsprechende Trainingsangebote und Spielmöglichkeiten anbieten können.“

Auch Luky Lukschanderl, Forsterns sportlicher Leiter Damen und Mädchen, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Moosinnings Jugendleiter Kaifel, der seit 1. Juli Trainer der Forsterner B-Juniorinnen ist. „Wir waren sofort auf einer Wellenlänge. Der FC Moosinning hat in den vergangenen Jahren enormen Zulauf bei den Mädchen verzeichnet, was auch für die Attraktivität des Vereins spricht“, schwärmt Lukschanderl. „Sie haben die unteren Altersklassen alle besetzt und beste Basisarbeit geleistet. Wir haben seit Jahren auf den Leistungssport gesetzt, was all unsere Resourcen gebunden hat.“ Jetzt habe man die Möglichkeit, „allen Fußballerinnen des Landkreises und darüber hinaus die von ihnen gewünschte Leistungsklasse anbieten zu können“. Angefangen von der Freizeitliga, wo Forstern mit dem SV Hohenlinden zusammenarbeitet, bis hinauf zur Regionalliga.

Lukschanderl ist überzeugt, dass der Fußball-Boom bei den Frauen und Mädchen anhält. „Trotz des fehlenden Geldes und der seit über 40 Jahren unangefochtenen Spitzenstellung nicht nur im Landkreis sind unsere Fußballerinnen nicht erfolgssatt, sondern hungrig auf mehr“, weiß er.

Eicke Lenz

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