Fahrner-Elf bricht nach der Pause ein

FCKS: Zu viel beim Junggesselenabschied gefeiert?

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Sein Tor reicht nicht: Matthias Leiß (r.) gelingt der einzige Treffer des FCK Schlehdorf gegen den ESV Penzberg. 

Für eine exakte Diagnose der Schlehdorfer Leistung wäre der Blick auf den Trainer ausreichend gewesen. Im ersten Abschnitt coachte Klaus Fahrner sein Team aktiv an der Seitenlinie.

Schlehdorf– Mit dem Pausenstand von 1:0 war der 42-Jährige einverstanden. Ein paar Direktiven gab Fahrner seinen Spielern mit in Hälfte zwei. Doch die verhallten ungehört, so dass sich der Übungsleiter bei einsetzendem Graupelschauer zunächst an die Fassade der überdachten Spielerbank lehnte. Die letzten zehn Minuten saß Fahrner wie ein zahlender Zuschauer auf der Bank neben seiner Coachingzone, die Arme verschränkt, mit bitterer Mimik. Der FC Kochelsee-Schlehdorf schenkte durch eine indiskutable Leistung im zweiten Spielabschnitt die Heimpartie gegen den ESV Penzberg her, unterlag nach groben Abwehrschnitzern zurecht mit 1:2.

In seiner umtriebigen Phase hatte Fahrner die „bessere Spielanlage“ bei seinem Team gesehen. Man habe den Gast „wenig Ballbesitz“ gelassen. Juri Schindlers Schuss aus 16 Metern wurde noch leicht zur Ecke abgefälscht. Die nutzte Matthias Leiß zum Führungstor. Fahrners Hoffnung, mit der Hereinnahme der Routiniers Stefan Raffeiner und Christian Syrowatka für „noch ruhigeres Spiel“ zu sorgen, sollte sich nicht erfüllen. Die Spätfolgen des Jungesellenabschieds von Andi Raffeiner waren offenkundig. Der zuvor auffällig gute Niko Klinger musste wegen Leistenproblemen vom Feld. Dennoch: Was die Schlehdorfer nach der Pause veranstalteten, hatte wenig mit dem gemein, was sie unter ihrem aktuellen Coach über Monate einstudiert haben. Es reihte sich Fehler an Fehler. „Wir haben vom Kopf her nicht mehr in das Spiel gefunden“, sagte Fahrner.

Penzberg brauchte lange, um für Präzision im Abschluss zu sorgen, glich aber nach der x-ten schludrigen Aktion der Platzherren und einer Zeitlupen-Parade von Florian Lantenhammer spät aus. Schlehdorf wollte etwas nach vorne tun, operierte dabei aber zusehends mit offener Deckung. Die Folge: In der Schlussminute sauste ein Eckball durch das Abwehrdickicht im Fünfmeterraum, genau auf den Schlappen von Johannes Schroth – 1:2. 

FC K- – Penzberg 1:2 (1:0)

FCKS: Lantenhammer – Reißenweber, Simmeth, Kammerlochner, Wagner, Leiß, Schindler, Jocher, Klinger, Kröner, Resenberger. – Eingewechselt: Syrowatka, S. Raffeiner.
Schiedsrichter: Michael Grotz (WSV Unterammergau). – Zuschauer: 80. – Tore: 1:0 (29.) Leiß, 1:1 (81.) Meixner, 1:2 (90.) Schroth.

Quelle: Merkur.de

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