Jahreshauptversammlung

FC Moos-Eittingermoos: Zukunft der Herrenmannschaft steht in den Sternen

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Aus aktuellem Anlass nur für ein Jahr gewählt: (v. l.) Eittings Bürgermeister Georg Wiester gratulierte den Vorstandsmitgliedern Marianne Bauer, Franz Huber und Josef Zörr.

Der eklatante Spielermangel stellt den Fußball-C-Klassisten FC Moos-Eittingermoos vor massive Probleme. Es droht die Abmeldung der Herrenmannschaft.

Eittingermoos – Diesmal hatte der FC Moos-Eittingermoos bei der Jahreshauptversammlung das volle Programm inklusive Neuwahlen der Vorstandschaft, aber der 154 Mitglieder starke Verein war gut vorbereitet. Allerdings bringt der stetige Rückgang an Spielern wie Zuschauern den FC Moos zunehmend in Schwierigkeiten – und deshalb ließ sich die Vorstandschaft nur für ein Jahr wählen.

Vorsitzender Josef Zörr berichtete den Mitgliedern, dass im Sportheim die Theke teilerneuert wurde, und es nach einer Kontrolle des Gesundheitsamts nur eine kleinere Beanstandung gab. Das Vereinsheim habe an den Heimspieltagen und zum Freitagsstammtisch geöffnet, stehe jedoch auch den Nichtmitgliedern als Räumlichkeit für private Feiern offen. 

„Wir wissen nicht mehr, was wir noch tun sollen, um Spieler zu bekommen“

Der Hilferuf kam dann vom 2. Vorsitzenden Jürgen Borst: Er machte deutlich, dass die Zukunft der Fußball-Herrenmannschaft für die Saison 2020/21 völlig offen sei. „Wir wissen nicht mehr, was wir noch tun sollen, um Spieler zu bekommen“, sagte Borst. Er dankte Trainer Thomas Haid, „ohne den wir jetzt schon keine Mannschaft mehr hätten“. In der C-Klasse 5 hat der Verein massive Probleme, jedes Wochenende elf Mann zusammenzubringen. Im Herrenbereich gibt es auch nicht die Möglichkeit, Spielgemeinschaften zu bilden – eine Lösung, die bei den Damen (Kooperation mit der SG Eichenfeld) sehr gut funktioniert. Zörr kündigte an, dass im Fall der Abmeldung des Herrenteams die Mitglieder Entscheidungen über die Zukunft des Vereins treffen müssen.

Vorstandschaft nur für ein Jahr gewählt

Borst bereitet auch die immer geringere Zuschauerzahl Kopfzerbrechen: Nach Heimspielen säßen eher zwei als zehn Gäste im Vereinsheim. „So kann es nicht weitergehen“, sagte der 2. Vorsitzende. „Eigentlich ist es verrückt. Wir haben eine neue Küche und sind schuldenfrei – aber keinen interessiert es.“ Daher hatten sich die Vorstandsmitglieder intensiv Gedanken über die Weiterführung der Ämter gemacht. Zörr und Borst boten sich als Funktionäre nur für ein Jahr anstatt der sonst üblichen drei Jahre an.

Ausgezeichnete Mitglieder des FC Moos-Eittingermoos: (stehend, v. l.) Alois Aigner, Josef Schmidt, Martin Haid, Johann Aigner, Erich Zörr, Thomas Haid, Marcel Noack, Daniel Lourenco-Duarte und Vorsitzender Josef Zörr sowie (sitzend, v. l.) die Gründungsmitglieder Lorenz Gschlößl und Konrad Gschlößl.

Die Mitglieder beschlossen dann einstimmig die verkürzte Amtszeit mit einem Jahr. Somit konnten Josef Zörr und Jürgen Borst wiedergewählt werden. Franz Huber zeichnet weiterhin für die Vereinskasse verantwortlich. Auf ihren Posten bleiben auch Fußball-Abteilungsleiter Florian Zörr und Schriftführerin Marianne Bauer.

Bei den Ehrungen gab’s heuer eine Neuerung: Erstmals wurden Mitglieder für 70 Jahre ausgezeichnet, da der Verein 2019 seinen 70. Geburtstag hatte. Vier Gründungsmitglieder erfuhren diese besondere Wertschätzung.

Die Geehrten des FC Moos-Eittingermoos:

70 Jahre: Konrad Gschlößl, Lorenz Gschlößl, Martin Gschlößl, Johann Knauer sen.

65 Jahre: Adolf Gschlößl.

55 Jahre: Johann Aigner, Erich Zörr.

50 Jahre: Alois Aigner, Anton Bauer, Georg Bauer.

40 Jahre: Konrad Filser, Josef Köckeis, Rudolf Neumayer, Josef Schmidt.

30 Jahre: Thomas Haid, Maximilian Knauer.

25 Jahre: Dominik Gerbl, Martin Haid.

20 Jahre: Manfred Kozel, Rupert Stimmelmayer.

15 Jahre: Daniel Lourenco-Duarte, Marcel Noack, Thomas Ringelsbacher.

10 Jahre: Wolfgang Daimer, Lisa Göttler.

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Quelle: Merkur.de

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