„Konnten keine große Taktik einüben“

Die Frauen vom FC Oberau kämpfen um den KLassenerhalt

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Neue und alte Gesichter: Die Trainer Markus Schmidt und Thomas Brinkmann (l.) mit den Neuzugängen Tanja Frank (2.v.l.) und Julia Arndt.

Bescheidenheit ist Trumpf beim FC Oberau. Daran ändert sich auch in der zweiten Bezirksoberliga-Saison nichts.

Oberau –Die Fußballerinnen starten mit einer ordentlichen Portion Realismus am Sonntag in Hebertshausen. Trainer Markus Schmidt, der gemeinsam mit Thomas Brinkmann das Team betreut, spricht lediglich vom Nichtabstieg als großen Ziel.

Der Kader sieht auf den ersten Blick üppig aus. 21 Spielerinnen sind es. Vier Abgängen stehen fünf neue Kräfte gegenüber. Doch der Schein trügt. „Wir haben aktuell nur 15 einsatzfähige Spielerinnen“, sagt Schmidt. Zum Start fehlen Lisa Fischer (dauerverletzt), Sonja Resch (Zehenbruch), Juna Suppan (Studium in den USA) sowie Martina Daser und Rebecca Schelling, die Mutterfreuden entgegen sehen. „Zumindest die beiden wollen in der Rückrunde aber wieder spielen“, kündigt Schmidt an. Marion Neuner hat hingegen ihre Karriere ebenso beendet wie Tanja Lindauer, Antonia Eisenreich und Katharina Kröninger.

Damit ist der Kader deutlich ausgedünnt. Ein Problem, das sich durch die gesamte Vorbereitung gezogen hat. So fielen die Testspiele teilweise sehr deutlich aus: Gegen den Landesligisten BCF Wolfratshausen gab es einen 0:7-Niederlage, beim TSV Innsbruck (3. Liga Österreich) ein 1:8. Lediglich gegen den Kreisligisten SV Söchering reichte es auf dem heimischen Kunstrasen zum 2:1-Erfolg. In Huglfing – ebenfalls Kreisliga – hieß es am Ende 0:0. Beide Teams spielen aber bekanntlich zwei Ligen tiefer. Für Schmidt kamen die Resultate nicht überraschend. „Wir konnten die Neuzugänge nicht testen und auch keine große Taktik einüben“, stellt er klar. „Deshalb werden wir zum Auftakt mit unserer bewährten 4-3-3-Formation starten.“ Klappt es nicht, müssen die FCO-Frauen eben in den Punktspielen ein wenig experimentieren. Sollte sich der Kader noch weiter verkleinern, muss Torfrau Laura Schwarz in der Abwehr aushelfen. Neuzugang Tanja Frank aus Dießen würde dann zwischen die Pfosten gehen. „Sie hat bis jetzt aber noch nicht mit uns trainieren können“, bedauert Schmidt. Er appelliert an das Team, auch als ein solches aufzutreten und so die Ausfälle zu kompensieren.

In Sachen Saisonprognose sieht der Coach den SV Saaldorf aus Ostbayern ganz vorne. „Der Verein hat seine Bayernliga-Mannschaft aufgelöst und muss den Regeln entsprechend nun zwei Ligen tiefer spielen.“ Als Geheimfavorit nennt Schmidt auch den TSV Murnau. „Edi Koller verfügt über einen großen Kader mit hochkarätigen Spielerinnen und Neuzugängen.“

Quelle: Merkur.de

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