Interview mit den Spielertrainern Kalus und Hiry vom FC Penzberg

Kalus & Hiry: „Wir haben tolle Typen im Team“

Beim FC Penzberg läuft es in der Halle wie geschmiert. In Dingolfing gelang mit dem Sieg beim „38. Lotto Bayern Hallencup“ ein historischer Triumph.

Penzberg – Beim FC Penzberg läuft es in der Halle wie geschmiert. In Dingolfing gelang mit dem Sieg beim „38. Lotto Bayern Hallencup“ ein historischer Triumph – der FCP holte sich damit den bayerischen Titel. Und in der Futsal-Regionalliga ist der FCP nach vier Siegen in Folge auf dem besten Weg zum Klassenerhalt (siehe unten). Väter des Erfolgs in diesem Jahr sind Maximilian Kalus und Marco Hiry, die als Spielertrainerduo die Nachfolge von Coach Thomas Dötsch antraten, der das Futsal-Feuer beim FCP zum Brennen brachte.

Gratulation zum bayerischen Meistertitel. Sie waren beide auch schon beim verlorenen Finale vor vier Jahren gegen Sand dabei. Was war diesmal anders?

Kalus: Wir waren auf alle Fälle erfahrener. Diesmal hatten wir auch das nötige Glück. Im Halbfinale hätten wir durchaus ausscheiden können. Dann war bei allen auch der unbedingte Wille zu spüren, den Titel zu holen. Das war seit dem verlorenen Finale gegen Sand ein Traum.

Schade, dass es jetzt nicht mehr weitergeht. Eine süddeutsche oder gar deutsche Meisterschaft gibt es ja nicht.

Hiry: Stimmt, das ist echt schade. Als wir für die Hallenmeisterschaft meldeten, war uns gar nicht klar, dass es nach der Bayerischen aus ist. Als Ausgleich geht es für uns aber in der Futsal-Regionalliga noch weiter.

Wie sind sie dort mit dem Abschneiden als Aufsteiger bisher zufrieden?

Kalus: Wir haben es uns vom Personal her einfacher vorgestellt. Im Herbst war die Doppelbelastung extrem (der FC Penzberg spielt im Freien in der Bezirksliga Süd, Anm. d. Red.). Da mussten wir komplett ohne Gastspieler auskommen, weil die bei ihren Vereinen im Einsatz auf Rasen waren.

Wie wichtig sind die Gastspieler für die Mannschaft?

Kalus: Sehr wichtig. Das sieht man an unserem Keeper Davor Antunovic, der ist eine Bank. Beim Futsal ist ein Torhüter ähnlich wichtig wie im Eishockey, denn er bekommt viel mehr Bälle auf sein Tor wie im Freien. Ich bin mir sicher, dass wir um Platz zwei hätten mitspielen können, wenn er von Anfang an im Kasten gestanden hätte.
Hiry: Wir haben wahnsinnig tolle Typen im Team, wie beispielsweise Suheil Amadodin. Der kommt nach einem Testspiel mit Unterföhring noch zu uns, und spielt die zweite Halbzeit gegen Karlsruhe. Wir helfen alle zusammen. Denn die Belastung ist schon wahnsinnig groß. Maxi und ich haben Familie, dann der Job. Das muss man mit Fußball und Futsal alles unter einen Hut bekommen.

Die Abstimmung der Termine in der Liga und Meisterschaft in der Halle sowie im Freien in der Bezirksliga ist alles andere als leicht, oder?

Hiry: Das ist brutal schwer. Das hat man im Januar gesehen, als wir zeitgleich die oberbayerischen Hallen-Meisterschaften und das Regionalligaspiel in Regensburg hatten. Das ist schade, dass die Verbände – für die Liga ist der Süddeutsche Verband und für die Meisterschaften der Bayerische Fußballverband zuständig – das nicht besser koppeln können, dass es keine Überschneidungen gibt.
Kalus: Der Verein, sprich der FCP, unterstützt uns sehr gut. Vielleicht klappt es mit der Terminabstimmung im nächsten Jahr besser.

Wie sind sie mit der Zuschauerresonanz zufrieden?

Kalus: Es könnte schon noch etwas besser sein. Wir haben so zwischen 80 bis 100. Wobei das bei vielen anderen Teams viel weniger sind.
Hiry: Wir wollen zukünftig ein paar Aktionen machen, um zusätzlich Leute in die Halle zu bekommen. Wir sind überzeugt, wenn jemand mal Futsal gesehen hat, kommt er oder sie wieder.

Quelle: Merkur.de

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