Spektakel mit Happy-End

FC Pipinsried besiegt TSV Schwabmünchen nach 1:3-Rückstand mit 4:3

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Duell vom Feinsten: Benny Kauffmann (li.) versucht, sich gegen Thomas Rudolph durchzusetzen.

1:0 – 1:3 – 4:3 – Was für ein Match in Pipinsried! Die Zwischenstände zeigen es, in Pipinsried ging es am Samstag hoch her. Hinzu kam noch ein gehaltener Elfmeter.

Im Dachauer Hinterland war mal wieder richtig was geboten. Nicht zuletzt dank des überragenen Hattrick-Torschützen Oliver Wargalla hat der FC Pipinsried sein Bayernliga-Heimspiel gegen den TSV Schwabmünchen mit 4:3 gewonnen.

Eines ist bereits nach dem zweiten Heimspiel des FC Pipinsried klar: Auch in der Saison 2019/202 ist in den Heimspielen des FCP Spektakel angesagt. Eine Woche nach dem Derby-Hit gegen den TSV 1865 Dachau (2:2) folgte nun ein 4:3-Husarenstreich gegen den TSV Schwabmünchen.

„Für die Zuschauer ist das ja ganz toll. Aber als Trainer auf der Bank möchte ich so was nicht oft erleben – das ist Wahnsinn“, der verletzte FCP-Spielertrainer Fabian Hürzeler gestattete in der Pressekonferenz einen kleinen Einblick in sein Gefühlsleben.

Für die Pipinsrieder, die ohne Hürzeler, dessen Spielertrainer-Kollegen Muriz Salemovic, Pablo Pigl, Daniel Leugner, Michael Belousow, Paolo Cipolla und Marcel Zach antreten mussten, begann die Partie optimal. Bereits in der zweiten Minute sorgte Oliver Wargalla nach einem feinen Zuspiel von Steffen Krautschneider für die frühe Pipinsrieder Führung. Danach wurde ein Treffer von Marcel Ebeling wegen Abseitsstellung nicht anerkannt – und dann ging es drunter und drüber für die Hausherren.

Die Mannschaft um FCP-Kapitän Stephan Thee produzierte auf einmal jede Menge Fehlpässe und technische Stockfehler. Dummerweise zumeist in den gefährlichen Zonen im Mittelfeld – und meist in der Vorwärtsbewegung. Der Gast nutzte die Gunst der Stunde: ein haltbar erscheinender des 30-Meter-Schuss des überragenden Maik Uhde, ein verwandelter Foulelfmeter von Maik Uhde und ein abgefälschter 25--m-Hammer von Thomas Rudolph machten binnen neun Minuten aus dem 1:0 ein 1:3.

Nach der Pause stellte die Heimmannschaft dann auf eine Viererkette um. Die Außenpositionen wurden von Timon Kuko und Alexander Langen, die beide zur Halbzeit eingewechselt wurden, besetzt, zentral verteidigten fortan Stephan Thee und Christoph Rech. Dennis Hoffmann wurde auf die Position sechs vorgezogen.

Diese Maßnahmen zeigten Wirkung, der FCP fand langsam wieder besser ins Spiel. Dann schlugen die Ilmtaler ihrerseits binnen sieben Minuten erbarmungslos zu. Marcel Ebeling und zwei Mal der überragende Pipinsrieder Oliver Wargalla drehten das Match zu Gunsten des Gastgebers. Doch das Match war auch nach dem 4:3 in der 68. Minute noch nicht entschieden, beide Teams hatten in den letzten zwanzig Minuten noch Torchancen in Hülle und Fülle, um weitere Treffer zu erzielen.

Die beste Möglichkeit hatte der Gast, der einen Foulelfmeter durch Maik Uhde versemmelte; FCP-Keeper Johann Hipper reagierte glänzend und wehrte den Strafstoß ab. Wenig später stand Hipper noch einmal im Fokus. In der Nachspielzeit lenkte „Hippo“ das Spielgerät mit einem sensationellen Reflex über die Latte des Pipinsrieder Kastens; Serhat Örnek hatte einen hart getretenen Freistoß aus 17 Metern auf das FCP-Gehäuse abgefeuert.

Der FC Pipinsried bleibt also unbesiegt, allerdings muss die Mannschaft der beiden Trainer Fabian Hürzeler und Muriz Salemovic weiter hart an sich arbeiten. Abläufe müssen einstudiert werden und die Eigenfehler sollten schnellstens abgestellt werden.

Die bisher so sicher stehende Defensive der Ilmtaler schwamm gegen Schwabmünchern ein ums andere Mal, meist nach einem vermeidbaren Fehler. Aber die Gelb-Blauen verfügen über enorme individuelle Klasse, diesmal überragten Torjäger Oliver Wargalla und Keeper Johann Hipper.  

Autor: aha

Stenogramm

FC Pipinsried - TSV Schwabmünchen 4:3 (1:3)

FC Pipinsried:Johann Hipper, Christoph Rech, Oliver Wargalla, Amar Cekic, Kenan Muslimovic (46. Timon Kuko), Steffen Krautschneider, Marcel Ebeling (90. Marvin Jike), Maximilian Zischler (46. Alexander Langen), Stephan Thee, Benjamin Kauffmann, Dennis Hoffmann

TSV Schwabmünchen: Stefan Brunner, Nikola Aracic, Kevin Kümmerle, Jeton Abazi (70. Serhat Örnek), Maximilian Hannappel, Stefan Meisel (63. Turgay Karvar), Timo Prechtl, Jeremias Müller (46. Lucas Kusterer), Fatlum Talla, Maik Uhde, Thomas Rudolph

Schiedsrichter: Elias Tiedeken

Zuschauer: 365

Tore:1:0 (2.) – Oliver Wargalla. 1:1 (17.) – Maik Uhde. 1:2 (21.) – Maik Uhde (Foulelfmeter). 1:3 (26.) – Thomas Rudolph. 2:3 (61.) – Marcel Ebeling. 3:3 (65.) – Oliver Wargalla. 4:3 (68.) – Oliver Wargalla.

Quelle: Merkur.de

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