Die Bilanz zur Winterpause in der Bayernliga Süd

FC Ismaning: Daheim schwach und auswärts stark

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Engagierter Einsatz: Ismanings Taijiro Mori (r.) sah in der bísherigen Saison dreimal Gelb-rot. 

Der FC Ismaning überwintert in der Bayernliga nur knapp vor den Abstiegsplätzen. Der FC Pipinsried hingegen könnte diese Saison den nächsten Aufstieg perfekt machen.

Ismaning – Die Bayernliga-Fußballer des FC Ismaning überwintern auf einem hinteren Mittelfeldplatz in der Tabelle, nur drei Zähler vor der Abstiegszone entfernt. Ganz anders sieht es da beim Überflieger FC Pipinsried aus, der der Konkurrenz längst enteilt ist. Der Bayerische Fußball Verband hat die Fakten der Bayernliga Süd bis zur Winterpause zusammengestellt:

Einsam an der Spitze

Herbst- und Wintermeister FC Pipinsried beendete nicht nur die Hinrunde der Bayernliga Süd ohne Niederlage, sondern ist auch nach 22 Spielen ungeschlagen. Bei 19 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten FC Deisenhofen ist es nicht verwunderlich, dass der Spitzenreiter bislang auch die meisten Siege eingefahren hat. 19 Mal ging der Regionalliga-Absteiger als Sieger vom Platz und erzielte in 22 Spielen satte 74 Treffer, im neuen Jahr wird die 100-Tore-Marke bei noch zwölf ausstehenden Partien vermutlich geknackt. Der drittplatzierte TSV 1880 Wasserburg setzte sich in 13 Begegnungen durch, Deisenhofen sicherte sich in 21 Partien zwölf Siege. Von solchen Zahlen ist der TSV 1861 Nördlingen weit entfernt. Das Schlusslicht entschied gerade einmal zwei von 22 Begegnungen für sich. Fünf Dreier glückten den Abstiegskandidaten SV Pullach, TSV Schwaben Augsburg und SpVgg Hankofen-Hailing. Remis-König ist die SpVgg Hankofen-Hailing mit acht Unentschieden.

Aufsteiger heimstark

Unter den drei besten Heimmannschaften der Süd-Staffel befinden sich zwei Aufsteiger. Der TSV 1880 Wasserburg führt die Wertung sogar mit zehn Siegen, einem Remis und einer Niederlage vor dem Ligaprimus FC Pipinsried (9/2/0) und dem FC Deisenhofen (9/0/1) an. Die heimschwächsten Mannschaften sind Schlusslicht TSV 1861 Nördlingen (1/4/7), der FC Ismaning (2/4/6) und der TSV Schwaben Augsburg (3/2/6).

Auswärtsstärke

31 seiner 60 Punkte sammelte der FC Pipinsried vor fremdem Publikum. Zehnmal gewann der Spitzenreiter in elf Auswärtsspielen, auf fünf Siege kommen der TSV Schwabmünchen (5/4/3), TSV 1874 Kottern (5/3/4) und FC Ismaning (5/2/3). Noch gänzlich ohne Auswärtszähler ist die SpVgg Hankofen-Hailing in elf Partien geblieben, die bislang fünf Punkte in der Fremde ergatterte. Auf sechs kommt der TSV 1861 Nördlingen (1/3/6) und auf sieben die U21 des SSV Jahn Regensburg (2/1/7).

Tore, Tore, Tore

Die Zuschauer bei den Spielen der Bayernliga Süd kamen bislang auf ihre Kosten. In 196 Begegnungen fielen 685 Tore (im Schnitt 3,5 Tore pro Spiel). In der Vorsaison waren es bis zur Winterpause gut 3,4 Treffer pro Partie. 385 der 685 Treffer erzielten die Heimmannschaften, 300 gingen auf das Konto der Gästeteams.

Top-Torjäger

Pablo Pigl vom FC Pipinsried liegt mit 21 Treffern an der Spitze der Torjägerliste. Er hat fünf Tore Vorsprung auf seinen Vereinskollegen Steffen Krautschneider und auf Philipp Herrmann von der U 21 des FC Ingolstadt 04. Auf dem dritten Platz der Torjägerliste rangiert mit 14 Treffern Michael Bachhuber vom FC Deisenhofen.

Defensivkünstler

Mit bereits 57 Gegentoren stellt der Tabellenvorletzte SV Pullach die anfälligste Abwehr der Süd-Staffel. Die ebenfalls abstiegsbedrohte U 21 des SSV Jahn Regensburg kassierte 53 Gegentore, der Tabellenletzte TSV 1861 Nördlingen 50. Der FC Pipinsried ist im Angriff nicht nur am treffsichersten, sondern lässt standesgemäß auch im eigenen Strafraum kaum etwas zu. 18 Gegentore stehen nur zu Buche. Der TSV 1880 Wasserburg kassierte auch erst 28 Gegentore, der FC Deisenhofen 30.

Serientäter

Wenn der FC Pipinsried ungeschlagen in die Winterpause geht, stellt sich nur die Frage: Wie viele Siege gelangen dem Spitzenreiter während des Positivlaufs am Stück? 14 waren es. Damit liegt der FCP auch in dieser Wertung weit vor dem TSV 1880 Wasserburg, der fünf Dreier in Folge einfuhr. Der FC Deisenhofen blieb in dieser Saison schon elfmal hintereinander ungeschlagen, die meisten Niederlagen in Serie kassierte der SV Pullach (acht). Die abstiegsbedrohten Pullacher waren es auch, die mit zwölf Spielen in Folge ohne Sieg die bislang längste Durststrecke hinter sich bringen mussten.

Trainerwechsel

Bei fünf von 18 Vereinen stand zum Ende des Jahres ein anderer Trainer als zum Saisonstart an der Seitenlinie. Ex-Bayern-Profi Manni Bender musste bei Türkspor Augsburg nach einem Remis und vier Niederlagen aus den ersten fünf Saisonspielen für Servet Bozdag gehen. Der TSV 1882 Landsberg trennte sich von Hermann Rietzler (1/1/5) und sicherte sich nach einer gewonnenen Partie unter Interimstrainer Florian Mayer die Dienste von Sven Kresin. Der TSV Schwaben Augsburg verpflichtete den ehemaligen türkischen Nationalspieler Halil Altintop für Markus Deibler (2/1/9). Beim SV Kirchanschöring übernahm Seppi Weiß das Kommando von Ex-Profi Michael Kostner (6/6/5). Unfreiwillig musste der TSV 1874 Kottern seinen Trainer Esad Kahric (10/4/6) gehen lassen, dem ein Angebot des Regionalligisten FC Memmingen vorlag. Für Kahric rückte der bisherige Co-Trainer Matthias Günes auf und trägt nun die Verantwortung. Hinzu kommt jetzt noch der Wechsel von Leo Haas vom TSV 1880 Wasserburg zum Regionalligisten SV Wacker Burghausen. Seine Nachfolger Niki Wiedmann (zuvor Co-Trainer) und Robert Mayer (Torwart-Trainer) sollen für Kontinuität sorgen.

Dauerbrenner

Gleich acht Spieler verpassten in 22 Begegnungen der Bayernliga Süd keine einzige Minute. Außer den Torhütern Fabio Zeche (TSV Schwaben Augsburg), Marijan Krasnic (SV Pullach), Tobias Heiland (TSV 1874 Kottern) und Maximilian Mayer (TSV 1865 Dachau) waren es die Feldspieler Marco Miller, Matthias Jocham (beide TSV 1874 Kottern), Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau) und Kevin Kümmerle (TSV Schwabmünchen). Max Zander (SV Pullach) versäumte fünf Minuten, Robin Ungerath 20 und Dominic Zmugg (beide TSV 1880 Wasserburg) 36 Minuten. Bei 21 Einsätzen standen Christoph Rech (FC Pipinsried), Tobias Beck (SpVgg Hankofen-Hailing), Enrico Caruso (FC Deisenhofen), Florian Gögel (SV Donaustauf) und Stefan Schönberger (SV Kirchanschöring) von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz.

Rotsünder

In den 196 absolvierten Partien zeigten die Schiedsrichter 22 Rote Karten und 50 Gelb-rote Karten. Vor einem Jahr hatte es in 175 Spielen der Süd-Staffel 19 Rote und 27 Gelb-rote Karten gegeben. Mehrmals Rot sah in dieser Saison noch kein Spieler, doch allein Taijiro Mori (FC Ismaning) wurde dreimal mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen. Jeweils zweimal Gelb-rot sahen Maximilian Fiedler, Maximilian Löw (beide TSV Schwaben Augsburg), Alexander Benede (SV Pullach), Mateusz Krawiec (SpVgg Hankofen-Hailing), Eduard Root (SSV Jahn Regensburg U21), Daniel Weber (FC Ismaning) und Aldrin Emini (Donaustauf). Einmal Rot und einmal Gelb-rot zeigten die Unparteiischen Patrick Wurm (Türk Augsburg) und Philipp Baier (Schwaben Augsburg). 

Quelle: Merkur.de

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