Fazit des Spiels: Starke erste Hälfte, indiskutable zweiter Durchgang

Pipinsried steht nach 1:3-Niederlage noch tiefer im Abstiegskampf

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Durchfahrt verboten: Für Amar Cekic & Co. gab es nach dem Seitenwechsel kein Durchkommen mehr gegen die entschlossenen Garchinger (im Bild Lucas Genkinger).

„Noch sind wir nicht abgestiegen, also werden wir weiter kämpfen.“, so FCP-Trainer Fabian Hürzeler. Nach der 1:3 Niederlage gegen den VfR Garching sind es schon fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Bitter, ganz bitter... Der FC Pipinsried hat den mit Spannung erwarteten Abstiegskracher gegen den VfR Garching nach einer indiskutablen Leistung im zweiten Durchgang mit 1:3 (1:0) verloren; die Hürzeler-Elf steht nun mit dem Rücken zur Wand. Das Team aus dem Dachauer Hinterland weist fünf Punkte Rückstand auf einen der beide Relegationsplätze auf, zum Erreichen des rettenden Ufers fehlen dem FCP momentan sogar sieben Zähler.

481 Zuschauer sahen in der Pipinsrieder NAT-Arena zwei grundverschiedene Halbzeiten. Vor der Pause spielten die Hausherren munter mit, am Ende setzte sich der Gast dann aber gegen die erschreckend stark nachlassenden Pipinsrieder nicht unverdient mit 3:1 durch.

Die Garchinger agierten nervenstark, sie verwandelten im zweiten Spielabschnitt zwei Foulelfmeter und sicherten sich so einen ganz wichtigen Auswärtsdreier bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Langsam aber sicher gehen im Ilmtal die Lampen aus, es wird immer düsterer im Abstiegskampf. „Da braucht man nicht lange drumherum zu reden. Die Lage wird immer schwieriger“, weiß auch FCP-Trainer Fabian Hürzeler.

Doch der Coach gibt sich kämpferisch: „Noch sind wir nicht abgestiegen, also werden wir weiter kämpfen.“ In welchem Gemütszustand sich die Pipinsrieder Mannschaft derzeit befindet, hat das Match gegen Garching deutlich gezeigt. In der ersten Halbzeit hatte der Gastgeber alles im Griff, er führte zur Pause verdient mit 1:0. Kasim Rabihic hatte sich auf der linken Seite durchgetankt, er passte scharf nach innen, wo Unglücksrabe Orkun Tugbays Rettungsversuch in die Hose ging – Eigentor.

Nach der Halbzeitpause drehte sich das Spiel

Aus der Pause kamen beide Teams wie verwandelt zurück auf das Grün der NAT-Arena. Während die Gelb-Blauen keinen Zugriff auf die Partie mehr fanden drehte Garching auf. Der VfR schaffte den schnellen Ausgleichstreffer durch einen satten Schuss von Mark Zettl – und fortan kickte nur noch der Gast aus Garching. Dessen Trainer hat in der Halbzeit „die eine oder andere kleine Stellschraube gedreht“ (O-Ton Daniel Weber).

Mit diesen „Kleinigkeiten“ kam der FC Pipinsried nicht zurecht, er wirkte wie paralysiert. Nachdem der VfR durch Dennis Niebauer einen Foulelfmeter zum 2:1 verwandelt hatte, Thomas Berger hatte Tom Zimmerschied im Strafraum von den Beinen geholt, lief nichts mehr zusammen beim Gastgeber.

Eine Viertelstunde vor Schluss fingen sich die Pipinsrieder zwar etwas, allerdings fehlte der letzte Biss, der unbedingte Wille, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Nach einem Konter zeigte der nicht immer umsichtige Schiedsrichter Simon Marx erneut auf den Punkt im Strafraum des FCP. Der Referee war der Meinung, Noel Knothe habe Dennis Niebauer im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Nach Niebauer trat diesmal Mario Staudigl zum Elfer an, auch er verwandelte souverän.

In der Schlussphase setzte Noel Knothe noch einen Kopfball an den Pfosten, den Nachschuss drosch er über den Kasten.

Der FC Pipinsried musste im Match gegen Garching kurzfristig auf Özgür Sütlü verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Zerrung zuzog. Auch das Bruderduell Kelmendi fiel aus, Arijanit saß beim Gastgeber 90 Minuten auf der Bank.

Die beiden Pipinsrieder Trainer Fabian Hürzeler und Marcel Richter stärkten wie erwartet die Abwehr, sie begannen mit einem 4-5-1-System. Dies gab dem Gastgeber Sicherheit im Defensivverhalten, der Gast aus Garching hatte in der ersten Halbzeit kaum eine Torchance.

Warum dann aber nach dem Seitenwechsel das FCP-System zusammengebrochen ist wie ein Kartenhaus, das konnte sich niemand erklären. Für viele FCP-Fans stand nach dem Schlusspfiff fest: „Das war es mit der Regionalliga.“

Optimismus war am vergangenen Samstagnachmittag nach der, speziell in der zweiten Halbzeit, gezeigten Leistung wahrlich nicht angesagt, allerdings bleiben Max Zischler & Co. noch acht Spiele, um sich zu retten oder zumindest die Relegation zu erreichen.

Das Vorhaben wird allerdings in Anbetracht der Tatsache, dass beim Nachholspiel gegen den FC Ingolstadt II am morgigen Dienstag Thomas Berger und Kasim Rabihic auf Grund ihrer jeweils fünften gelben Karte fehlen werden, nicht unbedingt leichter.

Dafür kehrt Spielertrainer Fabian Hürzeler ins Team zurück, der brummte gegen Garching seine zehnte gelbe Karte ab. Wenn es ganz schlecht läuft, werden die Pipinsrieder von ihrem Ex-Trainer und jetzigen FCI-Coach Tobi Strobl in die Bayernliga zurückbefördert.

FC Pipinsried - VfR Garching 1:3 (1:0)

FC Pipinsried: Thomas Reichlmayr, Thomas Berger (72. Marco Kammergruber), Noel Knothe, Philip Grahammer, Oliver Wargalla (78. Marian Knecht), Kasim Rabihic, Amar Cekic, Kevin Nsimba (58. Philipp Schmidt), Andreas Schuster, Maximilian Zischler, Luis Grassow

VfR Garching:Maximilian Engl, Sebastian Koch, Simon Seferings (81. Valentin Micheli), Orkun Tugbay, Dennis Niebauer, Mike Niebauer, Philipp Walter, Lirim Kelmendi, Tom Zimmerschied (69. Mario Staudigl), Mark Zettl (52. Emre Tunc), Lucas Genkinger

Schiedsrichter: Simon Marx

Zuschauer: 481

Tore: 1:0 (12.) – Eigentor. 1:1 (48.) – Mark Zettl. 1:2 (55.) – Dennis Niebauer (Elfmeter). 1:3 (87.) – Mario Staudigl (Elfmeter).

Quelle: Merkur.de

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