Überzeugender Sieg gegen die SpVgg Hankofen-Hailing 

FC Pipinsried: Die Ausrufezeichen werden immer fetter

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Das 2:0 für den FC Pipinsried: Torschütze Maximilian Zischler dreht nach seinem Treffer jubelnd ab, die Spieler der überrumpelten SpVgg Hankofen-Hailing blicken ziemlich verdutzt aus der Wäsche.

Pipinsried/Hankofen – Der FC Pipinsried hat im Bayernliga-Auswärtsspiel bei der SpVgg Hankofen-Hailing ein mächtiges Ausrufezeichen gesetzt.

VON BRUNO HAELKE

Der ebenso deutliche wie verdiente 5:1-Sieg bei der heimstarken SpVgg hat den FCP für 24 Stunden an die Tabellenspitze der Süd-Staffel katapultiert, dann zog der ebenfalls noch ungeschlagene TSV Wasserburg nach und überholte das Team aus dem Dachauer Hinterland durch den 2:0-Sieg über Regensburg II wieder. Für den FCP trafen in Hankofen fünf verschiedene Spieler ins Schwarze.

Vor 520 Zuschauern machte der Gast aus Pipinsried gleich klar, der an diesem Abend Chef im Maierhofer-Bau-Stadion ist. Dank des flotten und zielgerichteten Kombinationsspiels ließen die ersten Torchancen für Pipinsried nicht lange auf sich warten. Muriz Salemovic und Alexander Langen hatten die frühe Führung auf dem Fuß, doch sie scheiterten knapp. Trotz der vergebenen Chancen hatte der Gast sein erstes Ziel erreicht, Hankofen fand nicht wie gewohnt ins Spiel und die als frenetisch geltenden Zuschauer wurden praktisch ruhig gestellt.

Die Pipinsrieder 1:0-Führung durch Torjäger Pablo Pigl sorgte in der 17. Minute für Schockstarre auf den SpVgg-Rängen. Nach Vorlage von Marcel Ebeling netzte der Neuzugang des FCP die Kugel im zweiten Versuch ein. Nur zehn Minuten (27.) später traf Max Zischler nach einer Ecke von Amar Cekic per Kopf zum 2:0 ins Schwarze. Weitere elf Minuten später köpfte Christoph Rech eine Ecke von Steffen Krautscheider zum 3:0 ein (38.).

Und es ging weiter Schlag auf Schlag, diesmal waren allerdings die Hausherren an der Reihe mit dem Toreschießen. Christian Liefke verkürzte nach einer schönen Einzelleistung auf 1:3 (41.).

Kurz nach der Pause stellte Steffen Krautschneider auf Vorlage von Amar Cekic den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her, er markierte mit einem platzierten Schuss aus halblinker Position ins rechte untere Eck den Treffer zum 4:1. Für das Endergebnis sorgte Amar Cekic zwanzig Minuten vor Schluss. Steffen Krautschneider war mal wieder auf der linken Seite auf und davon geeilt, seinen Pass in die Mitte verwertete Cekic zum 5:1.

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Wir hatten nur eine kurze Phase vor der Halbzeit, in der wir unaufmerksam waren. Speziell die ersten zehn Minuten nach der Pause waren richtig gut“, freute sich der Pipinsrieder Trainer Fabian Hürzeler nach dem Schlusspfiff. Sehr zufrieden war Hürzeler auch mit dem Debüt von Fabian Müller, der Ex-Chemnitzer machte seine Sache auf der linken Seite mehr als ordentlich, auch wenn man ihm anmerkte, dass die Spielpraxis noch fehlt. „Ich habe mir keine Sorgen gemacht, ihn gleich zu bringen. Es ist super, wie er sich präsentiert und integriert – und das nach nur zwei Trainingseinheiten. Alles was er macht hat Hand und Fuß, die jungen Spieler profitieren natürlich von ihm.“

Der Trainer der SpVgg Hankofen-Hailing, Gerry Huber, fand lobende Worte für den FC Pipinsried: „Die Zuschauer, die heute da waren, haben ein ganz tolles Spiel des FC Pipinsried gesehen. Mit dem 5:1 sind wir noch gut bedient“, zog er den Hut vor dem Regionalliga-Absteiger aus dem Landkreis Dachau.

Für die Heimmannschaft war es fast schon beängstigend, mit welcher spielerischen Dominanz der FC Pipinsried in Hankofen aufgetreten ist. Auch der Abschluss hat gestimmt, der FCP hat genau dann die Tore erzielt wenn er sie gebraucht hat.

Trotz der viele Ausfälle – Benny Kaufmann, Dennis Hoffmann, Daniel Leugner, Paolo Cipolla und Fabian Hürzeler sind verletzt und Stephan Thee fehlte wegen seiner Hochzeit – zeigte der FC Pipinsried eine beeindruckende Leistung.

Trotz des Gala-Auftritts seines Teams trat Hürzeler nach dem Match gleich wieder auf die Euphoriebremse: „Es ist noch nicht alles Gold was glänzt, da sind durchaus noch ein paar Sachen, die wir verbessern müssen.“

Ob diese Aussage nach dem Match bei der SpVgg Hankofen-Hailing als Warnung für den Rest der Liga verstanden werden kann oder einfach nur zeigt, dass das Team des FCP die Bodenhaftung nicht verloren hat, davon können sich die Fans am kommenden Freitag ein Bild machen, denn dann bestreitet der FC Pipinsried das Heimspiel in der NAT-Arena gegen den TSV Kottern.

Stenogramm

SpVgg Hankofen-Hailing - FC Pipinsried 1:5 (1:3)

SpVgg Hankofen-Hailing: Sebastian Maier, Bastian Finger (33. Christian Liefke), Florian Sommersberger (73. David Vogl), Mateusz Krawiec, Brian Wagner, Timo Sokol, Michael Gröschl, Daniel Hofer (63. Samuel Pex), Benedikt Gänger, Daniel Gnjidic, Tobias Beck

FC Pipinsried: Fabian Müller, Christoph Rech, Pablo Pigl (77. Kenan Muslimovic), Muriz Salemovic (88. Marvin Jike), Amar Cekic, Steffen Krautschneider, Marcel Ebeling (69. Oliver Wargalla), Maximilian Zischler, Timon Kuko, Alexander Langen

Schiedsrichter: Benjamin Mignon.

Zuschauer:520.

Tore: 0:1 (17.) – Pablo Pigl. 0:2 (27.) – Maximilian Zischler. 0:3 (38.) – Christoph Rech. 1:3 (41.) – Christian Liefke. 1:4 (49.) – Steffen Krautschneider. 1:5 (69.) – Amar Cekic.

Quelle: Merkur.de

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