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Neuer Sportlicher Leiter des FC Pipinsried im Interview

Sarisakal über Absage: „Bei Mölders ist es auch eine Preisfrage“

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Laut Tarik Sarisakal (r.) waren bei Gesprächen mit Sascha Mölders noch keine finanziellen Details besprochen worden. 

Plesche-Nachfolger Tarik Sarisakal spricht im Interview über seine Aufgabe beim FC Pipinsried und die geplatzte Verpflichtung von Sascha Mölders als Spielertrainer.

  • Tarik Sarisakal ist neuer Sportlicher Leiter beim FC Pipinsried.  
  • Der 47-Jährige will mit dem designierten Regionalliga-Aufsteiger in Zukunft kleinere Brötchen backen.
  • Die Personalie Sascha Mölders sei auch „eine Preisfrage“ gewesen.

Schlag auf Schlag hat der FC Pipinsried sein ErfolgstrioHürzeler, Plesche und Salemovic verloren. Der Sportliche Leiter Roman Plesche ist bereits ab Winter weg, während das Trainerduo im Sommer den Verein verlässt. Tarik Sarisakal übernimmt das Amt als Sportlichen Leiters. Sascha Mölders war als Spielertrainer im Gespräch, doch der 1860-Stürmer sagte dem Verein ab, weil Sarisakal sich noch eine Woche Zeit lassen möchte. Wir haben den neuen Sportlichen Leiter im Interview. 

„Sarisakal über Mölders: „Das waren alles ungelegte Eier“

Sascha Mölders hat dem FC Pipinsried eine Absage erteilt. Wieso wolltet ihr ihn um eine Woche vertrösten?    

Ich bin erst seit Sonntag im Amt aktiv. Im Präsidium müssen wir erstmal festlegen, wo der Weg hingehen soll. Bei einem Kaliber wie Sascha Mölders ist es natürlich auch eine Preisfrage. Ich hätte erst einmal alles abklopfen wollen, wann und wie er zur Verfügung steht und unter welchen Konditionen er diesem Verein beitritt. Das waren alles ungelegte Eier. Es ist egal, um welche Personalie es sich handelt, wir wollen keinen Schnellschuss machen. Wenn wir uns festlegen, dann müssen wir zu 100 Prozent überzeugt sein. Das ist nicht konkret auf Mölders gemünzt. Diese Entscheidung von Mölders müssen wir dann letztendlich akzeptieren. Für uns zählt immer der sportliche Faktor.

FC Pipinsried soll seinen Charme als Dorfclub behalten

Wirst du denselben Weg wie Vorgänger Roman Plesche einschlagen?

Roman hat einen sehr guten Job als Sportlicher Leiter beim FC Pipinsried gemacht, wenn man den Erfolg betrachtet. Der Kader des Vereins steht. Hier müssen wir eben noch auswerten, mit welchen Spielern wir die nächste Saison bei einem möglichen Aufstieg weitermachen. Oder umgekehrt, wer von Jungs den nächsten Schritt in eine höhere Liga mitgeht. Ich muss mir jetzt erst einmal die Strukturen des Vereins anschauen. 

Welche neuen Impulse möchtest du bei Pipinsried setzen?

Wir wollen wieder „back to the roots“, zurück zu den Basics. Die professionelle Struktur, wie sie in der 3. Liga zum Beispiel herrscht, können wir uns nicht leisten. Ziel ist es, mit unseren Gegebenheiten das Maximale zu erreichen. Das wäre dann der Aufstieg in die Regionalliga, die höchste Amateurklasse. Diese wollen wir dann natürlich halten. Wir wollen ein großer Club werden, der den Charme als gallischer Dorfclubs behält. Der erste Step wird sein, einen neuen fähigen Trainer zu finden. 

Gibt es da schon konkrete Trainer-Kandidaten?

Es gibt schon Gespräche mit dem einen oder anderen Trainer, aber ich möchte aus Respekt gegenüber den Vereinen noch nichts in die Welt setzen.

Sarisakal wollte raus aus der Trainerschiene

Wieso hast du dich für das Amt als Sportlichen Leiter beim FC Pipinsried entschieden?

Ich bin für 17 Jahre als Trainer tätig gewesen. Das war für mich beruflich als auch sportlich nicht mehr vereinbar. Jede Traineranfrage habe ich kategorisch abgelehnt. Pipinsried ist ein hochinteressanter Verein und Tabellenführer in der Bayernliga. Es ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, bei der ich das Szenario nun auch von der anderen Seite kennenlernen werde. In Fürstenfeldbruck habe ich damals als Trainer derartige Tätigkeiten bereits übernommen. Dazu gehören Transfers und Verträge sowie Sponsoren an Land zu ziehen. 

Wann gab es die ersten Gespräche?

Nachdem Roman Plesche sein Amt niedergelegt hat, wurde ich von Pipinsried kontaktiert. Ich weiß zwar nicht, ob ich die „A-“ oder „B-Lösung“ war, aber der Verein war interessiert. Nach ein paar Treffen war es dann eine leichte Entscheidung für mich, den Posten anzunehmen. 

Text: Moritz Panzer

Quelle: Merkur.de

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