Streit zwischen BFV und Drittliga-Aufsteiger

Türkgücü-Klage wegen DFB-Pokal: Landgericht vertagt Entscheidung

Max Kothny (r.), Geschäftsführer von Türkgücü München, war am Montag im Landgericht München.
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Max Kothny (r.), Geschäftsführer von Türkgücü München, war am Montag im Landgericht München.

Der Streit um die Teilnahme im DFB-Pokal zwischen Drittligist Türkgücü München und dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) wurde vertagt. 

München - Bundesligist Schalke 04 muss sich weiter gedulden: Der brisante Rechtsstreit von Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) um eine Teilnahme am DFB-Pokal geht erst einmal in die Verlängerung. Im Widerspruchsverfahren der Verbände vor der 37. Zivilkammer des Landgerichts München I sprach die Vorsitzende Richterin Gesa Lutz am Montag noch kein Urteil.

Bei Türkgücü München war Geschäftsführer Max Kothny vor Gericht erschienen, Präsident Hasan Kivran war im Gerichtssaal nicht anwesend. Der BFV war durch Präsident Rainer Koch und Vize Reinhold Baier vertreten.

Gegner des FC Schalke im DFB-Pokal: Entscheidung am Mittwoch um 15 Uhr

Lutz kündigte für Mittwochnachmittag (15.00 Uhr) eine Entscheidung an. "Die eineinhalb Tage nehmen wir uns noch. Wir werden das alles noch einmal gründlich überdenken", sagte die Richterin nach der Sitzung im Münchner Justizpalast.

Die Zeit drängt: Bereits am 18. Oktober soll die Auslosung zur zweiten Runde des DFB-Pokals stattfinden. Die Austragung ist für den 22. und 23. Dezember geplant. Am 11. September hatte das Gericht dem Erlass einer einstweiligen Verfügung von Türkgücü gegen den BFV und den DFB stattgegeben. Deshalb musste das für den 13. September angesetzte Spiel der ersten Pokalrunde zwischen Schalke und dem Regionalligisten Schweinfurt 05 kurzfristig abgesagt werden.

Türkgücü München wehrt sich gegen Pokal-Nominierung des 1. FC Schweinfurt

Der BFV hatte Schweinfurt bei der Pokal-Nominierung den Vorzug vor Türkgücü gegeben. Die Münchner waren nach dem Abbruch der Regionalliga-Saison aufgrund der Corona-Pandemie als klarer Tabellenführer zum Aufsteiger ernannt worden. Türkgücü macht jedoch auch den Platz im DFB-Pokal geltend.

Quelle: Merkur.de

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