Fußball - Bezirksliga-Relegation

2:1 – Spätes Gegentor ärgert FC Schwaig

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Jaaa: Nils Wölken (r.) bejubelt die Schwaiger Führung, die Vincent Sommer (2. v. r.). Außerdem auf dem Bild (v. l.) Hannes Empl, Maxi Leimeister und Florian Fink.  

Lange hat das  Team von Pero Knezevic alles im Griff, dann entscheidet der Schiedsrichter auf Freistoß.

Schwaig– Seine Hausaufgabe hat der FC Schwaig erledigt – allerdings mit einem Schönheitsfehler beim Nachsitzen: Lange führte die Heimelf am Mittwochabend gegen den Allg. SV Habach 2:0. Die halbe Miete für den Bezirksliga-Aufstieg schien eingefahren, doch dann kamen die Gäste in der 93. Minute noch zum Anschlusstreffer. Mit dem 2:1-Sieg und ordentlich Groll wegen diverser Schiedsrichterentscheidungen fährt der FCS am kommenden Samstag um 15 Uhr zum Rückspiel (Steinberg 9, 82392 Habach). Und da dürfte ein Hexenkessel auf das Team von Pero Knzevic warten.

Denn die Habacher Fans schreckte auch die 100-Kilometer-Reise nach Schwaig nicht. Sie wollten ihrem Team beim größten Spiel der Vereinsgeschichte helfen. Entsprechend lautstark feuerten sie den Vizemeister der Kreisliga Zugspitze an. Die Gäste erwiesen sich dann auch als entsprechend willig und kampfstark. Die Offensive fremdelte aber in der ersten Halbzeit. Bis auf einen Kopfball aus der Bedrängnis heraus brachten die Habacher nichts zustande.

Der FC Schwaig brauchte etwa eine Viertelstunde, um auf Betriebstemperatur zu kommen, übernahm dann aber das Kommando. Maxi Hellinger bediente zweimal Raffi Ascher, der allein auf Tobias Radiske zustrebte. Einmal blieb der Gästetorwart Sieger, beim zweiten Versuch hatte dieser Glück, dass der Ball knapp am Tor vorbeirollte.

Chancenlos war der Keeper dann in der 29. Minute. Vincent Sommer hatte den Ball von der Strafraumgrenze aus halbrechter Position flach ins lange Eck geschlenzt. Ein herrlicher Treffer des Kreisliga-Torschützenkönigs, der kurz darauf aus ähnlicher Distanz knapp über den Kasten schoss. Das Eintrittsgeld allein schon wert war der Treffer zum 2:0 von Markus Straßer. Nachdem die Habacher eine Hereingabe aus der Gefahrenzone befördert hatten, rauschte der 25-Jährige heran und jagte die Kugel aus vollem Lauf aus 16 Metern halblinker Position in die Maschen (38.).

In der Halbzeit fragten sich die Zuschauer: Gute Ausgangssituation sichern oder weiter stürmen – für welche Taktik entscheidet sich wohl Trainer Pero Knezevic? Er musste sich erstmal um Alternativen für die verletzten Florain Fink und Maxi Hellinger kümmern. Aber auch mit Mario Simak und Kevin Holzner hatten die Gastgeber die Partie im Griff. Nur einmal musste Keeper Jannis Sternberg bei einem Schuss zupacken. Auf der Gegenseite hatte Ascher nach Pass von Straßer das 3:0 auf dem Fuß, schaufelte den Ball aber aus acht Metern übers Tor.

Dann griff Schiedsrichter Vinzenz Pfister ein. Weil Luis Ropero einen über die Auslinie rollenden Ball zu früh zum Einwurf in die Hand nahm, gab er dem bereits Verwarnten die Ampelkarte (86.). In der 93. Minute befand Pfister, dass Keeper Sternberg zu lange für den Abschlag brauchte und gab einen indirekten Freistoß. Die Habacher nahmen das Geschenk gerne an. Maximilian Feigl setzte die Kugel aus 13 Metern flach ins rechte Eck zum 1:2-Endstand.

Statistik:

FC Schwaig: Sternberg, Jell, Straßer (79. Ropero), Fichtlscherer, Fink (49. Simak), Wölken, Ascher, Sommer, Leimeister, Empl, Hellinger (59. Holzner) – SV Habach:T. Radiske, Puchner, Heckmeier, C. Radiske, F. Habersetzer, Nebl, Adelwart (66. Baumgartner), Feigl, Diepold, Leiß, T. Habersetzer – Schiedsrichter: Vinzenz Pfister (SV 66 Oberbergkirchen) – Tore: 1:0 Sommer (29.), 2:0 Straßer (38.), 2:1 Feigl (93.) – Gelb-Rot: Ropero (86.) – Zuschauer: 800.

Quelle: Merkur.de

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