Spitzenspiel gegen Tabellenführer Palzing

FC Schwaig: Spitzenreiter im Visier, Relegation im Blick

Der FC Schwaig will in die Bezirksliga, SVA Palzing hat dieses Ziel bereits erreicht.

Der Tabellenzweite FC Schwaig und Tabellenführer SVA Palzing treffen sich zum Spitzenspiel. Sportlich geht es zwar um nichts, reizvoll ist das Aufeinandertreffen dennoch.

Schwaig „Hätte der Terminplaner gar nicht besser hinkriegen können.“ So oder so ähnlich hätte wohl der Tenor von vielen Seiten gelautet, wenn in der Partie zwischen dem FC Schwaig als Tabellenzweiten und dem SVA Palzing (Sonntag, 15 Uhr) als Tabellenführer sportlich noch was zu entscheiden gewesen wäre. Die Gäste aus dem Ampertal stehen aber schon seit drei Spieltagen als Meister und Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Seit zwei Spieltagen ist den gastgebenden Sportfreunden auch Tabellenplatz zwei und somit die Teilnahme an der Relegation zur Bezirksliga nicht mehr streitig zu machen.

Reizvoll ist dieses Aufeinandertreffen der beiden mit Abstand besten und vor allem konstantesten Teams trotzdem. „Auf alle Fälle wollen wir Palzings Weinbacher aus dem Spiel nehmen, um Vincent Sommer die Torjägerkrone zu sichern“ kündigt Schwaigs Abteilungsleiter Anton Scheckenhofer an. Der 33-jährige Weinbacher, seit 2015 auch Co-Trainer bei Palzing, hat 22 Treffer auf seinem Konto, 27 sind es bei Schwaigs 19-jährigem Goalgetter. Scheckenhofer verweist aber darauf, dass man derzeit viele verletzte und angeschlagene Spieler habe. Diese bis zu den Aufstiegsspielen einsatzbereit zu kriegen, sei momentan das Wichtigste. „Bei einigen wird es verdammt eng, aber wir wissen auch um unseren breiten Kader.“ Torhüter Benni Ostermair und Verteidiger Oliver König sind mit Kreuzbandrissen auf nicht absehbare Zeit außer Gefecht.

Immer noch nicht gewertet war zumindest bis Freitag die beim Stand von 3:0 gegen Uttenhofen abgebrochene Partie. „Das wird schon noch kommen“, zeigt sich Scheckenhofer entspannt, denn „unsere Schuld war es schließlich nicht“. Komischerweise fehlt beim Bayerischen Fußballverband in der Tabelle noch die Wertung, aber Sommer ist sein Treffer ebenso gutgeschrieben wie Raffael Ascher sein Doppelpack; damit ist er mit 19 Treffern Dritter der Ligawertung.

23 Spieltage lang stand bei Palzing nur eine Niederlage zu Buche. Seitdem Platz eins feststeht, folgten zwei Schlappen in Lengdorf (2:3) und gegen Attaching (1:3). „Wir würden auch feiern, wenn wir in Palzings Position wären“ meint dazu Scheckenhofer, „aber den Meistertitel haben sie verdient, und dazu werde ich ihnen am Sonntag auch gratulieren“. Die Wertung gegen Uttenhofen eingerechnet, wäre bei einem Sieg der Rückstand in der Abschlusstabelle auf zwei Zähler geschrumpft. Frust wegen der 0:1-Hinspielniederlage? Scheckenhofer stellt klar, dass Platz eins mit Ergebnissen wie dem 1:1 gegen Lengdorf oder den beiden Niederlagen gegen Kirchdorf verspielt wurde, „denn bei einem direkten Konkurrenten kann man verlieren“.

Nachdem also alles klar ist, haben die Schwaiger jetzt die Relegation im Fokus. Die könnte bis zum möglichen Aufstieg ein Marathon über vier Spiele werden. Zehn Teams gehen zunächst innerhalb der vier Spielkreise an den Start. Im Kreis Donau/Isar bekommt es Schwaig als Zweiter der Gruppe 2 mit dem Vize der Gruppe 1 zu tun. Hier fällt die Entscheidung am letzten Spieltag noch zwischen vier Teams. Im Kreis München ermitteln die drei Vizemeister und der beste Drittplatzierte aus den drei mit je 15 Teams besetzten Gruppen einen Sieger. In den Kreisen Inn/Salzach und Zugspitze duellieren sich je zwei Gruppenzweite. Im Erfolgsfall würde Schwaig in der zweiten Runde gegen den Zugspitz-Vertreter um den Aufstieg spielen. Der Sieger des Spielkreises München trifft auf den Inn/Salzach-Vertreter. Die Relegation wird in Hin-und Rückspielen ausgetragen, nur innerhalb des Kreises München gibt es Entscheidungsspiele auf neutralem Platz.

Quelle: Merkur.de

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