Ersatzgeschwächt zur SpVgg Landshut

FC Schwaig: Zum Nachbarn nach Niederbayern

So sollte es am Samstag aus Schwaiger Sicht nicht schon wieder sein: Der Gegner – hier Karlsfeld in den blauen Trikots – jubelt, die Sportfreunde sind gründlich bedient.
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So sollte es am Samstag aus Schwaiger Sicht nicht schon wieder sein: Der Gegner – hier Karlsfeld in den blauen Trikots – jubelt, die Sportfreunde sind gründlich bedient.

Der FC Schwaig muss am Samstag nach Niederbayern zur SpV Landshut. Für die Sportfreunde gibt es nach dem 0:3 gegen Karlsfeld einiges aufzuholen.

Schwaig – Zum Abschluss der „Englischen Woche“ geht es für den FC Schwaig an diesem Samstag nach Niederbayern. Bei 36 Kilometern Fahrstrecke ist dieses Duell bei der SpVgg Landshut in dieser Liga fast eins unter Nachbarn.

Spielbeginn im ebm-papst-Stadion ist um 15 Uhr. Als Hammberbach-Stadion hat diese 7600 Zuschauer fassende Arena mit 2000 überdachten Sitzplätzen unzählige Bayernligaschlachten vor allem in den 80er- und 90er-Jahren erlebt. Von 1982 bis 89 mussten die Münchner Löwen vom TSV 1860 in der damals dritthöchsten Liga vor oftmals vollem Haus arg gezähmt und mit wenig Punkten die Isar aufwärts fahren. Auch in den 90ern gehörte die „Spiele“ praktisch zum Bayernligainventar. Von 2012 bis 2015 war die niederbayerische Bezirkshauptstadt letztmals in der Bayernliga vertreten.

Huber: Hadert mit den Regional- und Bayernligisten

„Mehr als Landesliga geht derzeit nicht“, bestätigt Teammanager Richard Huber, der auch Sprecher der Landesliga Südost ist. In der Nachwuchsarbeit zählt man am Hammerbach auch wegen des Nachwuchsleistungszentrums zu Niederbayerns Spitze. „Dann kommen die Regional- und Bayernligisten und schnappen sich die Besten weg“, schimpft Huber. Trotzdem stoßen jede Saison zahlreiche junge Burschen zum Landesligateam – eine Zweite gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr.

SpV Landshut: Geglückter Saisonstart

Der Saisoneinstieg ist mit dem 1:0-Sieg im Niederbayernderby gegen Aiglsbach und dem 2:2 in Traunstein geglückt. „Dort wäre ohne Stefan Alschinger und Jakob Taffertshofer das Durchschnittsalter 21 Jahre gewesen, so waren es 22“, sagt Huber. Der 31-jährige Taffertshofer heuerte nach vier Jahren als Spielertrainer in Wartenberg wieder bei dem Club an, mit dem er bereits 2013/14 in der Bayernliga gespielt hat. Der ein Jahr ältere Alschinger, mit Stationen von Landes- bis zur Regionalliga, unter anderem in Unterhaching und Buchbach, stieß ebenfalls in der Schlussphase der letzten Corona-Saison zur „Spiele“. Kurz vor Abbruch der vergangenen Mammutsaison kam auch noch Trainer Georg Seewald (Ampfing, Vilsbiburg, Schalding II, Simbach). Mit Rang 14 konnte die Liga nach zwischenzeitlichen Problemen doch sicher gehalten werden.

SF Schwaig: Ziel ist der Klassenerhalt

Wenn das die Schwaiger Sportfreunde am Ende dieser Saison sagen können, wäre dies mit Sicherheit ein noch größerer Erfolg als zuletzt die beiden Aufstiege. Dass sie sich in dieser Liga nicht verstecken müssen, haben sie beim 1:1 in Kirchheim und trotz des deutlichen 0:3 auch gegen Karlsfeld bewiesen. Die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss war ein Hauptproblem. Und die Angriffsreihen bleiben weiterhin etwas gelichtet. Neben Vincent Sommer fehlt auch Raffael Ascher urlaubsbedingt. Die in der Abwehr nur schwer zu ersetzenden Daniel Fichtlscherer sowie Daniel Stich mit dessen Landesligaerfahrung fehlen angeschlagen. Im Mittelfeld muss es diesmal ohne die beiden Maxis gehen: Buchauer ist im Urlaub, Hellinger privat verhindert. So muss der 19-jährige Leon Roth weiter hinten aushelfen. „Der marschiert beeindruckend“, sagt Spielertrainer Ben Held, der nach Verletzungspause wieder die Offensive anführen wird. Für den heimgekehrten 20-jährigen Ricardo Maier ist es eine Rückkehr zu seinem Ausbildungsverein. „Auch er macht sich sehr gut“, sagt Teammanager Wolfgang Lang. Und zwischen den Pfosten kommt Patrik Heilmair zu seinem Debüt, hat Held angekündigt. Sowohl er als auch Lang sagen ganz klar: „Wir wollen Zählbares mitnehmen.“ Tipp: 1:1 (HELMUT FINDELSBERGER)

FCS-Kader:

F. Hornof, Heilmair; Empl, Jell, Neumann, Potoku, Fink, Haberl, J. Hornof, Kurzeder, Maier, Roth, Simak, Straßer, Wölken, Held, Holzner;

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