Interview mit Florian Peeper

Pieper über seinen Viererpack: „Wie ein perfekter Film, der noch nicht gedreht wurde“

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Florian Pieper erzielte gegen den TSV 1860 Rosenheim einen Viererpack.

Der TSV 1860 Rosenheim stand beim Titelkandidaten 1. FC Schweinfurt 05 vor der Sensation. Bis zur 72. Spielminute stand es 0:3 für den Tabellen-Fünfzehnten. Dann schlug Florian Pieper zu. Dem Stürmer gelangen vier Treffer am Stück. 

Welche Emotionen kommen nach einem Viererpack hoch?

Für mich sind das Spiel und die Tore immer noch unbegreiflich. Ich habe das noch nicht realisiert. Das Spiel war wie ein perfekter Film, der noch nicht gedreht wurde. Die darauffolgende Nacht konnte ich nicht einschlafen. Mein Körper war voller Adrenalin. Mit jedem Tor haben ich und die Mannschaft gespürt, dass noch mehr geht. Nach dem 2:3 haben wir noch eine Schippe drauf gelegt. Der Trainer und die Fans haben uns nach vorne gepeitscht. Die Stimmung war atemberaubend.  

Haben Sie solch einen Fußball-Moment schon einmal erlebt?

In der Jugend habe ich öfters vier Tore geschossen. Aber bei den Herren ist mir so etwas weder bei den 1860-Amateuren noch bei Aschaffenburg gelungen. Wir haben mit Aschaffenburg einmal einen 0:1-Rückstand gegen die SpVgg Unterhaching noch gedreht. Das ist aber nicht mit dem Spiel gegen Rosenheim zu vergleichen. Die Emotionen nach dem Sieg kann ich nicht in Worte fassen.

Warum läuft es unter dem neuen Trainer Tobi Strobl wieder?

Mit unserem neuen Trainer haben wir einen Glücksgriff gemacht. Er ist ein unfassbarer Typ, ein Taktikfuchs und ein sympathischer Kerl. Er hat seine eigene Handschrift. Tobias hat mit mir sehr viel gesprochen und mich motiviert. Er hat mir noch mehr Selbstbewusstsein gegeben. Das hatte einen riesen Einfluss auf mich, vor allem weil ich zuvor nicht oft gespielt habe. Ich wollte meine Chance unbedingt nutzen und den Trainer nicht enttäuschen.

Wie wichtig waren die vier Tore für dich persönlich? 

Ich will natürlich auch in den nächsten Spielen in der Startelf stehen und für die Mannschaft als auch für die Fans und die Trainer Tore schießen. Das Spiel sowie der Viererpack geben mir natürlich noch mehr Selbstvertrauen und zeigt mir als auch dem Trainer, dass ich weiterhelfen kann. Ich werde weiter hart an mir arbeiten. 

Ist der Rückstand auf Türkgücü München bereits zu groß?

Der VfL Wolfsburg hatte 2009 acht Punkten Rückstand und ist Deutscher Meister geworden. Das zeigt, dass im Fußball nichts unmöglich ist. Vor allem nach solch einem Spiel wie gegen Rosenheim glaube ich erst Recht daran. Wir müssen darauf hoffen, dass Türkgücü Punkte liegen lässt. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Außerdem haben wir eine Mannschaft mit viel Qualität, die das Zeug dazu sich an die Spitze zu spielen. 

Das Interview führte Moritz Panzer.

Quelle: Merkur.de

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