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Schwaiger Befreiungsschlag gegen Eggenfelden - Doppelpack von Spielertrainer Held

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Triumph und Frust: Während Raffi Ascher seinen Treffer zur Schwaiger 2:0-Führung bejubelt, ist Eggenfeldens Torwart Klaus Malec mit der Gesamtsituation nicht ganz so zufrieden.
Triumph und Frust: Während Raffi Ascher seinen Treffer zur Schwaiger 2:0-Führung bejubelt, ist Eggenfeldens Torwart Klaus Malec mit der Gesamtsituation nicht ganz so zufrieden. Foto: Christian Riedel © Christian Riedel

Nach der unglücklichen 3:5-Niederlage bei Spitzenreiter SpVgg Landshut hat der FC Schwaig am Freitagabend zu Hause den Tabellenzweiten besiegt.

Schwaig – Mit dem 4:1 gegen den SSV Eggenfelden sicherte sich das Team nach einer tollen kämpferischen Leistung drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als rosig: Wie bei vielen Vereinen im Landkreis hatte auch beim FC Schwaig die Grippewelle heftig zugeschlagen. Spielertrainer Ben Held musste auf Kapitän Tobi Jell, Co-Trainer Florian Fink, Maxi Hellinger, Daniel Fichtlscherer, Johannes Empl, Marco Neumann, Leon Roth, Markus Straßer und Nils Wölken verzichten. Bei Vincent Sommer und Hannes Hornof reichte es für höchstens 45 Minuten.

Es gab aber auch positive Nachrichten: Mit Daniel Stich kehrte ein wichtiger Innenverteidiger nach viermonatiger Verletzungspause wieder zurück. Er bildete zusammen mit dem nach seinem Kreuzbandriss wieder genesenen Maxi Buchauer die Innenverteidigung. Auf den Außenpositionen spielten Ricardo Maier und Simon Georgakos. Was auf die neu formierte Viererkette zukommen würde, wussten die Gastgeber genau: Eggenfelden kam mit einem 6:0-Kantersieg gegen Grünwald im Rücken und wollte mit einem Sieg die Tabellenspitze erobern.

Und so traten die Gäste auch auf. Nach einem schönen Pass von Daniel Kerscher auf den Flügel und einer Kopfballablage von Timo Schmidhuber stand Paul Angermeier allein vor Torwart Franz Hornof, der aber bei dem Schuss aus sieben Metern glänzend reagierte (2.).

Schwaig stand kompakt und versuchte mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Und wie das klappte: Held erlief einen Rückpass auf Torwart Klaus Malec, umkurvte ihn und schob aus spitzem Winkel zum 1:0-Führungstreffer ein (7.).

Das Tor gab Schwaig Selbstvertrauen, doch die Gäste machten weiter Druck. Schmidhuber bediente Goran Sujic im Strafraum, dessen Schuss aus der Drehung wehrte Franz Hornof ab (22.). Den Nachschuss drückte Paul Angermeier über die Linie, stand dabei aber einen Meter im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte.

In der 28. Minute spitzelte Raffi Ascher das Leder auf Held, der aber aus spitzem Winkel an Torwart Malec scheiterte. Erfolgreicher war der nächste gefährliche Angriff: Nach einer tollen Kombination über Mario Simak und Lucas Hones kam der Ball zu Neuzugang Bilal Ibrahim, der einen Steilpass auf Held spielte. Schwaigs Spielertrainer legte auf Tobi Bartl ab, der die Kugel flach nach innen zog, wo Ascher sie aus drei Metern zum 2:0 über die Linie drückte (37.).

Eggenfelden reagierte mit wütenden Angriffen, doch mehr als ein Schuss von Sujic, der sich mit einem Solo durch die Abwehr kämpfte, dann aber das Tor nicht traf, kam dabei nicht heraus.

Nach dem Seitenwechsel hatte Schwaig die erste Torchance. Bartl fing den Ball ab, passte auf Ascher, der uneigennützig auf den freistehenden Hones ablegte. Dessen Schuss kratzte aber ein Verteidiger von der Torlinie. Drei Minuten später strich Bartls Schuss aus 20 Metern über das rechte Kreuzeck. Genauer zielte Held in der 59. Minute: Nach einer Kombination über Ascher und Simak jagte er die Kugel aus 14 Metern halbrechter Position per Vollspann unter die Querlatte.

Doch Eggenfelden gab nicht auf. Der eingewechselte Simon Schie verkürzte per Nachschuss auf 1:3 (90.). Nun wurde es hektisch, doch die Schwaiger Abwehr hielt trotz wütenden Angriffen der Gäste Stand. Und als in der 92. Minute der eingewechselte Luca Nikas nach einem Konter das 4:1 erzielte, war der Sieg der Gastgeber endgültig in trockenen Tüchern. (Rainer Hellinger)

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