0:4 - FCU fehlt der Knipser im Derby

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Umzingelt: FC Unterföhring’s Andreas Faber (rotes Trikot) hat im Spiel gegen den SV Heimstetten einen schweren Stand gegen die gut organisierte Abwehr der Hausherren.

FC Unterföhring - Der SV Heimstetten verliert im Derby gegen Unterföhring – aber nur seinen Trainer. Auf dem Platz gewinnt der Tabellenführer der Bayernliga Süd mit 4:0. Zu hoch, aber fraglos verdient.

Das bayerische Wort „lätschert“ lässt sich leider nicht hinreichend ins Hochdeutsche übersetzen. Der Begriff liegt irgendwo zwischen kraftlos und matt, dazu eine Prise Langeweile – und doch trifft es das nicht exakt.

„Etwas zu lätschert“ sei der Auftritt seines SV Heimstetten in der ersten halben Stunde des Bayernligaderbys gegen den FC Unterföhring gewesen, sagt Heiko Baumgärtner. „Ich wollte die Jungs daher auch ein wenig aufwecken.“ Und so schickt der SVH-Trainer nach einem umstrittenen Pfiff in der 33. Minuten einige deftige Worte an die Adresse von Schiedsrichter Florian Fleischmann. „Es war aber keine Beleidigung oder so was“, betont er. Der Unparteiische jedoch sieht das anders und verbannt Baumgärtner auf die Tribüne.

Kaum hat sich der erzürnte Coach hinter die Bande getrollt, folgt dort der nächste Emotionsausbruch – diesmal jedoch freudiger Natur. Denn kurz nach dem Rauswurf trifft Orhan Akkurt zum wegweisenden 1:0 für Heimstetten. Ob’s an Baumgärtners Wachrüttler lag? Diese Frage will er hernach nicht kommentieren. Stattdessen lobt er seine Elf nach dem klaren 4:0-Erfolg: „Wir haben ein bisschen Anlaufzeit gebraucht, aber danach war das richtig stark.“

Auch FCU-Trainer Andreas Pummer räumt ein, dass der Gegner „sehr clever“ gespielt habe. Jedoch sei seine Mannschaft ebenbürtig gewesen – „von der Spielanlage her, doch davon können wir uns nichts kaufen“, so Pummer. Denn Zählbares springt bei den durchaus ansehnlichen Angriffsbemühungen der Gäste nicht heraus, weshalb der Trainer hadert: „Wir haben vorne einfach nicht den Knipser, der Heimstetten in die Bredouille bringen kann.“

Pummer hätte auch sagen können: Wir haben keinen Orhan Akkurt. Denn wie so oft in der noch jungen Saison beweist der Heimstettner auch diesmal seinen einmaligen Torriecher. Beim 1:0 enteilt er der FCU-Abwehr, wird mustergültig von Sebastiano Nappo bedient, umkurvt den Torwart und schiebt locker ein. Sein zweiter Streich ist dann ein typischer Akkurt: Eine Viertelstunde vor Schluss schaltet der 30-Jährige nach einem Abpraller am schnellsten und drückt das Leder zum 2:0 über die Linie.

Spätestens jetzt sind die Gäste bei tropischen Temperaturen ausgeknockt. Der SVH hingegen will mehr – und bekommt mehr. Der starke Nappo zirkelt den Ball zum 3:0 ins Netz (85.), ehe der eingewechselte Daniel Steimel per Kopf den 4:0-Endstand herstellt. „Klar könnte man jetzt sagen: Orhan Akkurt macht den Unterschied. Aber das ist mir zu billig“, sagt Baumgärtner, der lieber vom Abwehrverhalten seiner Elf schwärmt. „Wir haben in sechs Spielen nur ein Gegentor kassiert. Defensiv stehen wir zurzeit sehr kompakt und sicher."

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Quelle: fussball-vorort.de

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