Fußball

Es fehlt die richtige Einstellung

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Der Eindruck täuscht: Nicht die Geretsrieder um Florian Lang (re.), sondern Mitch Rödl (li.) und der BCF hatten das Nachsehen im Testspiel-Derby zwischen beiden Teams.

Wolfratshausen - Bayernligist BCF Wolfratshausen unterliegt im Testspiel dem Bezirksligisten TuS Geretsried mit 1:4.

Der Charakter von Testspielen ist so lange von nachrangiger Bedeutung, als es sich nicht um ein Derby handelt. Das müssen die Fußballer des BCF Wolfratshausen wohl vergessen haben. Trainer Reiner Leitl sprach deshalb nach der 1:4 (1:1)-Niederlage gegen den TuS Geretsried von „purer Enttäuschung“. Eine halbe Woche vor ihrem achttägigen Trainingslager trat der Bayernligist auf, als wäre er schon vom Lagerkoller befallen. „Ein Unterschied zwischen Bayern- und Bezirksliga war nicht zu erkennen“, echauffierte sich Leitl. Doch wetterte der Coach vielmehr gegen grundsätzliche Missstände. Wenn man in solchen Partien nicht die richtige Einstellung finde, sei zu bezweifeln, dass es „in Punktspielen anders ist“. Am Sonntag im Morgengrauen hebt die BCF-Airline in Richtung Türkei ab. Leitls Trainingsprojekt lässt sich prägnant zusammenfassen: „Wir haben vieles zu verbessern.“

Speziell am Mittwochabend passten viele Laufwege nicht. In der Bewegung gegen den Ball wurde dagegen Dominik Putzke auf der Abräumerposition bisweilen alleine gelassen. TuS-Coach Florian Beham zeigte sich indessen hoch zufrieden über Fleiß und Konsequenz seiner Truppe. Das geforderte Mittelfeld-Pressing wurde strikt eingehalten. So habe man die Wolfratshauser ihrer offensiven Stärken beraubt. In kurzen Intervallen ertönte der Abseitspfiff – mit einer Ausnahme: Da musste TuS-Tormann Stefan Schwinghammer gegen Mitch Rödl zupacken, und den fälligen Strafstoß versenkte der Gefoultegleich selbst. Geretsried reagierte gelassen. Vinzenz Krüger glich durch einen Distanzschuss zum 1:1 aus – gleichzeitig der Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel sah Leitl ein Verhältnis an gewonnenen Zweikämpfen und Ballbesitz von „80 Prozent für Geretsried“. Sein vermeintlich zweiter Anzug habe wenig bis gar keine Eigenwerbung im Wettstreit um mögliche Stammplätze betrieben.

 TuS-Kapitän Christian Sacher freute sich indes über den Erfolg. Man habe es im zweiten Abschnitt geschafft, „vorne draufzugehen und den BCF unter Druck zu setzen“. Resultat: Zwei Tore von Johann Latanskij und Sebastian Schrills. Dies zeige, dass „wir auf einem guten Weg sind“, betont Sacher. or

Quelle: fussball-vorort.de

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