SCF feiert Schützenfest beim Aufsteiger

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Torschützen unter sich: Uli Fries (l.) traf einmal, Karol Kopec erzielte gleich drei Volltreffer.

SC Fürstenfeldbruck – Der Knoten beim SC Fürstenfeldbruck ist geplatzt. Ausgerechnet gegen Ex-Trainer Udo Schunn feierten die Brucker beim 6:2 (1:1)-Derbysieg in Planegg ein Schützenfest.

Der Vergleich mit der Ketchup-Flasche ist vielleicht nicht mehr besonders originell. Aber selten war er richtiger – und das gleich in doppelter Hinsicht. Die ganze Saison kam von den Bruckern in Sachen Torerfolge recht wenig. Auch nach der ersten Halbzeit im Würmtal musste Kapitän Christian Rodenwald seine Ketchup-Elf erst mal kräftig schütteln. Und dann kam gleich alles auf einmal.

In den ersten 45 Minuten schien sich das Dilemma der bisherigen Saison fortzusetzen: Der SCF war überlegen, ließ aber glasklare Chancen liegen. Planegg kam einmal vors Tor und traf zum 1:0. Dazu drückte Schiedsrichter Vinzenz Bohmann bei einer Notbremse von Schunns Keeper Thomas Christ knapp außerhalb des Strafraumes noch beide Augen zu und zückte nur Gelb statt des eigentlich fälligen Platzverweises. „Zum Glück ist uns noch vor der Pause der Ausgleich gelungen“, atmete Rodenwald durch. Und das auch noch mit einem Traumtor: Karol Kopec hatte mit einem Fallrückzieher das Leder unhaltbar über die Linie gewuchtet.

Das war der erste Schüttler für die verstopfte Ketchup-Flasche. Den zweiten ließ Rodenwald unmittelbar vor dem Wiederanpfiff in verbaler Form folgen, als er die Mannschaft um sich scharte. „Die Ansage war, dass wir viel aggressiver auf den Platz gehen müssen“, gewährte er hinterher Einblicke in seine Ansprache. Auch Trainer Tarik Sarisakal hatte in der Pause bereits klar gemacht, dass „wir endlich aufhören müssen, Gastgeschenke zu verteilen“. Rodenwald bemängelte außerdem, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit ihre vorhandenen Qualitäten viel zu wenig gezeigt habe. „Da standen wir zu weit weg von den Gegenspielern, und auch die Rückwärtsbewegung hat nicht gestimmt.“

Fehler, die der SCF nach dem Seitenwechsel komplett abstellte und damit ein ganz anderes Gesicht zeigte. „Wenn man eine Mannschaft wie Planegg unter Druck setzt, dann macht sie Fehler“, lautete das Rezept des SCF-Kapitäns. Gesagt, getan – und prompt fielen die Tore wie reife Tomaten. Kopec schnürte mit zwei weiteren Toren einen Dreierpack, der überragende Uli Fries belohnte sich mit einem Traumtor aus 18 Metern für sein bestes Spiel im Brucker Trikot. Ebenfalls sehenswert war der Freistoß von Sebastian Kraus aus gut 30 Metern zum zwischenzeitlichen 4:1, und der eingewechselte Jugendspieler Marco Ecker feierte mit einem Flachschuss seine Torpremiere in der Landesliga. Kein Wunder, dass Sarisakal am Ende zufrieden war: „Endlich haben wir mal ein Spiel gedreht – und zwar nicht mit Glück, sondern spielerisch.“

Quelle: fussball-vorort.de

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