Finanzen als Herkules-Aufgabe

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Der neue Manager Erich Meidert hat bei der SpVgg Unterhaching eine Menge Arbeit vor sich.

Unterhaching - Hachings neuer Manager Erich Meidert, Trainer Klaus Augenthaler und das Testspiel in Baldham - da gibt es eine Menge kurioser Verwicklungen. Beide haben ein Heimspiel.

Augenthaler und Meidert wohnen beide selbst in Vaterstetten bzw. Baldham. Der Unterhachinger Cheftrainer trainierte sogar selbst ab und zu beim damaligen Bezirksligisten mit und besuchte auch die Heimspiele. So wurde der Weltmeister zum Glücksbringer, denn die Baldhamer stiegen gerade in die Bezirksoberliga auf. Hin und wieder war auch Erich Meidert Augenzeuge, weil sein Sohn Jonas (22) selbst dort spielt. Damit hat der neue Manager der SpVgg bei seiner Premiere ein Heimspiel – und ausgerechnet gleich den eigenen Filius als Gegner. „Schon kurios“, sagt der 54-Jährige, „und ein Riesen- Zufall.“ Meiderts Sohn wiederum trifft Hachings Cheftrainer diesmal nicht auf dem Platz, allerdings gab es das direkte Duell schon einmal. Die Vereins-Homepage der Baldhamer vermeldet als „größten sportlichen Erfolg“ von Jonas Meidert: „Klaus Augenthaler getunnelt“...

„Klaus Augenthaler getunnelt“...

Nette Randnotizen rund um das vierte Testspiel der Hachinger (Anstoß: 19 Uhr), bei dem erstmals Abwehrchef Torben Hoffmann auflaufen wird und das den Abschluss des ersten Vorbereitungs- Blocks bildet. Am Sonntag startet die SpVgg ins einwöchige Trainingslager nach Grassau. Für Manager Meidert geht die Arbeit dann im Sportpark richtig los – und es wartet jede Menge davon.

„Ich möchte keine Strukturen aufbrechen, sondern neu beleben“, sagt der neue Boss, „vieles ist eingeschlafen, das möchte ich aktivieren.“ Um Werbung, Sponsoring, Marketing will er sich kümmern, und das mit „120 Prozent“. Die SpVgg habe sich in den letzten Jahren „unter Wert verkauft“ und sei „nicht mehr richtig wahrgenommen worden“. Das alles will Meidert ändern – große Worte, denen Taten folgen müssen.

Was Meidert schnell anpacken muss: Geld beschaffen

Was Meidert schnell anpacken muss: Geld beschaffen. Der Verein wandert nach dem Kraftakt mit den zahlreichen Neuzugängen auf dem schmalen Grat zum wirtschaftlichen Abgrund. „Der Aufstieg in die Zweite Liga ist daher das unbedingte Ziel, in der Dritten Liga kann man nicht überleben.“ Den ersten Besuch will er dem bisherigen Hauptsonsor Generali abstatten, der sich nach Zerwürfnissen mit der alten Klubführung 2011 verabschieden will. „Ich werde alles tun, dass Generali weitermacht“, sagt Meidert. Ein großes Vorhaben – allerdings auch ein dringend nötiges. Denn einen anderen Sponsor zu finden, der eine Million Euro pro Saison zahlt, dürfte ungleich schwieriger werden.

von Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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