FCP-Kapitän im Vorort-Interview

Finkenzeller: "Was Konny Höß geleistet hat, ist einzigartig"

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Kapitän Martin Finkenzeller spielt seine letzte Rückrunde für den FC Pipinsried.

FC Pipinsried - Im Sommer endet das Kapitel FC Pipinsried für Martin Finkenzeller nach sieben abwechslungsreichen Jahren. Im Vorort-Interview spricht er über seine Erfahrungen und welche Ziele er sich in Zukunft als Spielertrainer setzt.

Servus Martin! Im Sommer verlässt du den FC Pipinsried nach sieben ereignisreichen Jahren. Wie schwer fällt dir der Abschied vom Dorfklub?Wenn man sieben Jahre bei einem Verein spielt, fällt der Abschied immer schwer. Ich durfte im Verein viele tolle Menschen kennen lernen, die ich sicherlich vermissen werde. Aber ich bin jetzt einfach in einem Alter, in dem man sich selbst noch einmal neue Reize setzen möchte und deswegen habe ich mich auch für den Weg als Spielertrainer entschieden.Du hast mit dem Aufstieg in die Bayernliga und den beiden - leider verloren gegangenen - Relegationsspielen zur Regionalliga Bayern einiges mit dem FCP erlebt. Welche Erinnerung wird dir besonders im Kopf bleiben?In so vielen Jahren gibt es viele positive, aber auch negative Momente. Ich denke einer der schönsten Momente war die Meisterschaft in der Landesliga Südwest, die wir damals am vorletzten Spieltag feiern konnten.Klubchef Konrad Höß genießt im bayerischen Amateurfußball Kultstatus. Kannst du vielleicht eine Anekdote aus eurer gemeinsamen Zeit zum Besten geben?Ach, ich glaube, was der Konny in Pipinsried geleistet hat, ist einzigartig. Eine Anekdote weiß ich jetzt gar nicht genau. Aber ich denke jeder, der in Pipinsried schon gespielt hat, weiß, dass die Ansprachen vom Konny schon etwas ganz besonderes sind. (lacht)Du bist mit 29 Jahren im besten Fußballeralter und wechselst von der Bayernliga in die Kreisklasse. Zwar übernimmst du dort die Aufgabe als Spielertrainer, aber denkst du nicht, dass du das sportlich höhere Niveau vermissen wirst?Das Niveau in der Bayernliga ist sicherlich um einiges höher als in der Kreisklasse. Aber auch ich werde mich erst an diese Klasse gewöhnen müssen. Daher sehe ich dies eher als neue Aufgabe für mich und denke nicht, dass ich das Niveau vermissen werde.Soll der Job in Unterstall erst der Anfang deiner Trainerkarriere sein oder hegst du dort keine größeren Ambitionen?Die Verantwortlichen des Vereins haben sich sehr um mich bemüht und mir auch versichert, dass ich hier die Zeit bekomme, mich als Trainer zu entwickeln. Ich freue mich jetzt erstmal auf die neue Herausforderung in Unterstall/Joshofen. Sollte ich erkennen, dass mir die Aufgabe als Trainer Spaß macht, kann ich mir irgendwann sicher auch eine Karriere als Trainer vorstellen.Mit dem FCP läuft es nach den von Erfolg geprägten Zeiten unter Spielertrainer Tobias Strobl in dieser Saison nicht mehr ganz so rund. Wirst du dich trotzdem mit dem Klassenerhalt verabschieden?Man kann dieses Jahr nicht mehr mit den letzten Jahren vergleichen. Damals hatten wir 22 sehr gute, gestandene Fußballer. Dadurch haben wir die Spiele meistens wegen unserer spielerischen Überlegenheit für uns entscheiden können. Durch den kleinen Umbruch im Team haben wir heuer viele talentierte, junge Spieler bekommen, die aber natürlich auch noch ein wenig Zeit brauchen, sich zu entwickeln. Ich denke aber, dass wir trotzdem noch genügend Qualität in der Mannschaft haben, um den direkten Klassenerhalt zu schaffen.Du hast in Pipinsried einige Trainer kommen und gehen gesehen. Wer hat dich besonders beeindruckt und von wem kannst du etwas für deine neue Aufgabe mitnehmen?In meinen Stationen im Herrenbereich habe ich viele verschiedene Trainer kennengelernt. Ich glaube hervorheben kann man da niemanden. Aber ich werde sicherlich das ein oder andere in mein Trainingsprogramm aufnehmen.

Quelle: fussball-vorort.de

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