Florian Bittner: Ich will bei Haching Profi werden

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„Ich will kein Spiel verlieren, ich gebe immer alles, im Spiel und auch im Training“

SpVgg Unterhaching II – Nach vielen erfolgreichen Jahren bei der FT Starnberg 09 wechselt Florian Bittner zur SpVgg Unterhaching. Er könnte der nächste Starnberger Spieler sein, der im Profifußball Fuß fassen kann.

Was sich Bittner für die Zukunft vorgenommen hat und wie er seine Zeit bei den Freien sieht, darüber haben wir mit dem 21-Jährigen gesprochen.

Florian, wie trainiert es sich bei der Spielvereinigung Unterhaching?

Super, einige Übungen kenne ich bereits aus dem Training bei der FT von Manuel Baum . Das Tempo ist allerdings schon deutlich höher.

Wie ist das so mit komplett neuen Leuten um einen herum, einer neuen Umgebung, neuen Mitspielern, neuen Trainern?

Ich kannte ja vorher niemanden aus dem Team. Relativ kurzfristig konnte ich dann einmal testweise mittrainieren. Alle haben mich von Anfang an super aufgenommen und waren sehr nett zu mir. Wenn man Fehler macht, helfen einem alle Spieler und bauen einen auf, das hatte ich mir anders vorgestellt bei den Profis. Ich dachte, da geht es wesentlich härter zu, auch abseits des Fußballplatzes.

Das heißt, Sie fühlen sich also wohl und wurden mit offenen Armen empfangen?

Ja, da ist keiner dabei gewesen, der mich ausgeschlossen hat, eigentlich war alles ganz normal.

Was haben Sie sich sportlich für diese Saison vorgenommen?

Natürlich so viele Spiele wie möglich zu machen in der Bayernliga oder vielleicht sogar mal die Chance zu bekommen, in der 3. Liga eingesetzt zu werden und so viele Spiele wie möglich zu gewinnen.

Und was sind Ihre langfristigen Ziele?

Mein jetziges Ziel ist es, über die Bayernliga in den Profikader reinzukommen. Ich habe ja schon einige Male im Profikader mittrainieren dürfen, und das will ich natürlich in Zukunft vermehrt.

Meine Hoffnung ist kurzfristig wahr geworden

Wie kam es letztendlich zu diesem Wechsel?

Dadurch, dass ich in der Bezirksoberliga eine gute Saison gespielt habe, bekam ich die Chance, bei einem Profiverein mitzutrainieren. Heiko Herrlich fand das für den Anfang ganz gut, was ich abgeliefert habe, und hat mir gesagt, ich solle doch so oft wie möglich ins Training kommen. Was ich dann auch gemacht habe. Ich war eigentlich immer im Training, weil ich mir das Training und die Chance nicht entgehen lassen wollte und insgeheim gehofft habe, dass das vielleicht auch klappen könnte. Kurz vor Weihnachten hat sich dann bestätigt, dass ich im Winter schon zur SpVgg Unterhaching wechseln könnte. Und jetzt ist meine Hoffnung kurzfristig wahr geworden.

Seit wann spielen Sie bei der FT Starnberg?

Seit dem zweiten Jahr in der C-Jugend, davor war ich beim FC Seeshaupt. Das müssten jetzt also acht Jahre sein.

Was hat Ihnen an der FT Starnberg besonders gefallen?

Das Geile an der FT war einfach, dass die Jugendmannschaften alle immer höherklassig gespielt haben und man dadurch auch viel herumgekommen ist, internationale Turniere spielen konnte und auch die Möglichkeit hatte, sich mit Vereinen wie 1860 München oder FC Bayern zu messen.

Wenn Sie zurückblicken, welches Ereignis werden Sie nie vergessen?

Das ist der Aufstieg in der A-Jugend in die Landesliga, das war schon was Besonderes.

Meine Stärke ist mein Kampfgeist

Wo sehen Sie Ihre Stärken und was, glauben Sie, muss ein Spieler bei der FT Starnberg mitbringen, um in einem der Profiklubs spielen zu können?

Meine Stärke ist mein Kampfgeist, ich will kein Spiel verlieren, ich gebe immer alles, im Spiel und auch im Training. Ich denke, ich bin zweikampfstark, konditionell fit und dadurch auch laufstark. Mitbringen muss man, denke ich, den unbedingten Willen, jedes Spiel gewinnen zu wollen und natürlich auch ein gewisses Maß an Talent, um schnell dazuzulernen. Und nicht vergessen darf man natürlich den Spaß am Fußball.

Machen Sie in Ihrer Freizeit auch noch etwas neben dem Training für Ihr sportliches Ziel?

Ja, ich studiere Sport und bin dadurch jeden Tag am Laufen, Klettern, Geräteturnen. Durch das Studium habe ich von früh bis abends eigentlich nur mit Sport zu tun.

Was wünschen Sie Ihrer alten Mannschaft für diese Saison?

Natürlich, dass sie den Aufstieg in die Landesliga schafft und so viele Siege wie möglich einfährt. Und natürlich den direkten Aufstieg und nicht den Weg durch die Relegation.

Wie ist denn Ihr Verhältnis zur FT Starnberg 09?

Nachdem ich schon seit der C-Jugend in Starnberg Fußball spiele, habe ich eine enge Verbindung zum Verein, nicht umsonst bin ich jahrelang tausende Kilometer nach Starnberg zum Training 5gefahren. Mich haben auch immer schon die anderen Mannschaften interessiert und wie die spielen, ob sie gewinnen oder verlieren. Ich wünsche allen Mannschaften, egal ob F- oder A-Jugend, dass sie weiterhin erfolgreich Fußball spielen. Wenn ich irgendwie die Zeit habe, werde ich mir auch die Spiele der ersten und zweiten Mannschaft anschauen.

Gibt es eventuell ein Comeback im FT-Trikot?

Also, wenn sich alle meine Wünsche und Ziele nicht umsetzen lassen und ich zum Beispiel nur auf der Bank sitze, dann könnte ich mir schon vorstellen, in ein paar Jahren wieder zur FT zurückzukommen. Ich weiß aber auch, dass ich in Unterhaching erst mal ganz hinten anstehe und es eventuell auch eine gewisse Zeit dauert, bis ich meine Ziele erreiche. Ich will mich auf jeden Fall durchbeißen, und danach schauen wir mal. Man soll niemals nie sagen.  mm

Quelle: fussball-vorort.de

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