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Forstern muss zurück in die Bayernliga

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Die Damen des FC Forstern  konnten ihre letzte Chance nicht nutzen.
Die Damen des FC Forstern konnten ihre letzte Chance nicht nutzen. © Fox (Archiv)

Der Abstieg ist nach einer 1:2-Pleite besiegelt.

Forstern – Nach vier Jahren in der Regionalliga Süd haben die Fußballerinnen des FC Forstern den Kampf gegen den Abstieg verloren. Ihre letzte Chance vergaben sie durch die 1:2-Niederlage am Sonntag beim FFC Wacker München. Der Spielverlauf war typisch für die Saison.

Die Gastgeberinnen gingen konzentriert und aufmerksam in die harten, aber meist fairen Zweikämpfe. Auch zwei frühe Verwarnungen steckten sie weg, ohne sich bremsen zu lassen.

In Führung ging Wacker nach einer Ecke. Kira Winter profitierte davon, dass sich Forsterns Abwehr bei der Zuordnung nicht einig war, und war so Sekundenbruchteile eher am Ball war (36.). Die Führung war verdient, weil Wacker feldüberlegen war und sich so die eine oder andere Torchance auch erspielte. Endstation war aber immer Torfrau Tine Kneißl.

Kurz nach dem 0:1 tauchte plötzlich Pija Reininger nach einem tollen Pass von Julia Deißenböck allein vor Wackers Torfrau Veronika Gratz auf, die aber per Fuß den Ball noch abwehrte.

Nach der Pause spielte Forstern mutiger und war auch zweikampfstärker. Doch dann kam ein verhängnisvoller Gegenangriff. Bei einem Steilpass kam Wackers Stürmerin um den Bruchteil einer Sekunde eher an den Ball, und Kneißl stoppte den Ball vor dem Strafraum mit der Hand. Die Unparteiische zeigte berechtigterweise die Rote Karte (49.). Trotz Unterzahl blieb Forstern spielbestimmend und drängte auf den Ausgleich. Nach einer Ecke wehrte Wacker den Ball zu kurz ab. Helena Altenweger setzte nach und traf per Direktschuss aus 18 Metern ins rechte untere Eck.

Forstern war nun im Spiel. Nach einem Diagonalpass von Julia Ruckdeschel tauchte Reininger allein vor dem Tor auf, schoss aber am langen Eck vorbei. Wacker kam gegen die bedingungslos stürmenden Forsternerinnen zu Konterchancen, die aber fast alle von Melanie Scherer glänzend abgewehrt wurden. Natürlich fehlte nun Julia Deißenböck, die aber Platz hatte machen müssen für Torfrau Melanie Scherer. Wackers Siegtreffer fiel vier Minuten vor dem Ende aus dem Nichts nach einem langen Ball.

Trainer Florian Guggenberger ärgerte sich: „Ein Unentschieden wäre verdient und auch ein Sieg durchaus möglich gewesen. Entscheidend für den Abstieg sind viele Gründe. Neben vielen Corona-Fällen konnten wir die vielen Abgänge und Langzeitverletzten nicht kompensieren, da die Breite im Kader fehlte.“ Positiv sieht er die Entwicklung der jungen Spielerinnen wie Veronika Auer, Teresa Wagner, Julia Finsterwald und Alina Jungwirth. Er selbst wird in der kommenden Saison nicht mehr dem Trainerteam der Frauen angehören, denn er übernimmt in der kommenden Saison die Herrenmannschaft des FC Forstern (Bericht folgt). Gleichwohl hat Guggenberger die Saison bei den Forsterner Frauen noch nicht abgeschlossen, denn er steht im Landespokal Bayern mit dem Team im Halbfinale.

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