Unter anderem ehemaliges Vorstandsmitglied

Fortuna Unterhaching trauert um Gründungsmitglied Armin Zettl

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Armin Zettlerlag einem Krebsleiden.

Als am 13. Mai 1992 die Geburtsstunde der Fortuna Unterhaching läutete, schlug auch die Stunde des „größten aller Fortunen“.

UnterhachingGemeinsam mit sechzehn weiteren Mitstreitern war Armin Zettl angetreten, die Hachinger Fußballlandschaft um einen zweiten Verein zu bereichern. An letzter Stelle prangt seine Unterschrift auf der Anwesenheitsliste zur Gründungsversammlung, doch Zettls Platz bei den Fortunen war schon bald in der vordersten Reihe. Als erster Vereinsvorsitzender und technischer Leiter überwand der ehemalige Postbote die kleineren und größeren Widerstände, mit denen sich der junge Klub konfrontiert sah - beginnend bei der anfänglichen Skepsis, die dem neugegründeten Verein zunächst entgegenschlug, über die Suche nach einer geeigneten Spielstätte bis hin zur Versorgung der Ur-Fortunen mit Bällen und Leibchen.

„Ohne Armin würde es diesen Verein nicht geben. Er hat mit viel Leidenschaft und Herz für den Verein gekämpft“, beschreibt Unterhachings Zweiter Vorsitzender Florian Darchinger Zettls Stellenwert für die Fortuna.

Auch nachdem er 2001 die Vorstandsmannschaft der Fortunen endgültig verließ, schlug sein Herz weiterhin für Blau und Weiß. Für die Fortunen blieb Zettl dabei stets mehr als ein gern gesehener Zaungast. „Kann ich mithelfen“ ging dem allseits beliebten Ehrenpräsidenten stets leicht über die Lippen. Auch seinen Nachfolgern an der Spitze des Vereins stand Zettl, trotz seines sich verschlechternden Gesundheitszustandes, bis zuletzt mit Rat und Tat zur Seite.

Vor einigen Wochen starb Armin Zettl nach langem Krebsleiden im Alter von 71 Jahren. Nur eine Woche zuvor hatte sein Herzensverein mit Andreas Bezler, Florian Darchinger und Jakob Wessel einen neuen Vorstand gewählt. „Es war, als habe Armin noch gewartet, bis er den Verein in guten Händen wusste“, so Darchinger. „Wir sind sicher, dass er von oben auch weiterhin jeden Sonntag unsere Spiele verfolgen wird.“

Die könnten schon bald im „Armin-Zettl-Stadion“ ausgetragen werden. Derzeit verhandelt der Klub mit der Stadt über eine Umbenennung des Stadions an der Grünau, um den „größten aller Fortunen“ auch auf diese Weise über seinen Tod hinaus zu ehren. 

Quelle: Merkur.de

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