Verdienter Wiesn-Besuch für SpVgg-Kicker

Freches Haching überrollt Bayreuth

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Ein Bild, das die Partie gut beschreibt: Hachings Markus Einsiedler jubelt, während Bayreuth, hier links bastian Horter, fassunglos wirkt.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching rehabilitiert sich nicht nur für die Niederlage am vergangenen Spieltag, sondern fertigt die SpVgg Bayreuth im Heimspiel der Regionalliga Bayern regelrecht ab.

Nachdem die SpVgg Unterhaching vor 1000 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark die SpVgg Bayreuth mit 6:1 (2:1) besiegt hatte, blieben die Hachinger ob des Kantersieges erstaunlich nüchtern. Nach zwölf Toren in den vergangenen vier Spielen gab sich SpVgg-Trainer Claus Schromm und wollte die Offensiv-Qualität seiner Mannschaft nicht überbewerten. „Von einer Tormaschine zu reden, wäre übertrieben. Dazu stimmt die Torquote noch nicht ganz“, sagte der Trainer der Hachinger, der gegen Bayreuth eine „sehr agile und willige“ Mannschaft sah.

Den Oberfranken hatten die Hachinger im Heimspiel phasenweise nicht den Hauch einer Chance gelassen. Nachdem Alexander Sieghart nach einer schönen Vorarbeit des gut aufgelegten Thomas Steinherr das 1:0 erzielt hatte (6.), kamen die Gäste zwar nach einer Ecke durch einen Kopfball von Tobias Ulbricht zum 1:1 (14.). Haching antwortete aber postwendend. Sieghart ließ nach einem langen Zuspiel zwei Gegenspieler stehen und schob per Flachschuss in die rechte untere Ecke zum 2:1 ein (15.). Nach einem kurzen Leerlauf spielten sich die Rot-Blauen die nächsten Chancen heraus. Steinherr setzte einen Volleyschuss nach einer Flanke von Max Dombrowka knapp am Tor vorbei (25.). Markus Einsiedler verpasste per Kopf nach einer Hereingabe von Luca Marseiler (35.). Lediglich Bayreuths Marius Strangl hatte vor der Pause die einzige Möglichkeit zum erneuten Ausgleich für die Gelb-Schwarzen, doch Haching-Schlussmann Stefan Marinovic den Vorsprung in die Pause (44.).

In der zweiten Hälfte wurde die Hachinger Überlegenheit noch deutlicher, was den Bayreuther Trainer Christopher Starke konsternierte: „Da ist die Mannschaft in sich zusammengebrochen.“ Spätestens nach dem 3:1 durch Markus Einsiedler (53.), das nach einem katastrophalen Abwehrschnitzer der Gäste zustande kam, war der Bann gebrochen. Haching kombinierte wie in einem Trainingsspiel und bestimmte das Geschehen nach Belieben. Der eingewechselte Dominic Reisner schlug innerhalb nur weniger Sekunden gleich zweimal zu. Nach einer Steinherr-Vorarbeit schoss der Angreifer zunächst das 4:1 (62.). Und als die Gäste einen eigenen Anstoß dilettantisch vertändelten, traf der 19-jährige Stürmer zum 5:1 gleich noch einmal (63.). „Das war mein erster Doppelpack. Das war ein geiles Gefühl“, sagte Reisner nach seinen Saisontoren zwei und drei.

Fortan sahen die Zuschauer im Sportpark Einbahnstraßenfußball. Haching kombinierte und Bayreuth erstarrte wie das Kaninchen vor der Schlange. Haufenweise Hachinger Chancen bis zum Schlusspfiff prägten das Spiel, der eingewechselte Nicolas Hinterseer überwand schließlich den bemitleidenswerten Bayreuther Torwart Andreas Sponsel noch einmal (85.).

Den anschließenden Besuch auf dem Münchner Oktoberfest hatte sich die Mannschaft laut SpVgg-Präsident Manfred Schwabl verdient. Im Bierzelt Winzerer Fähndl saßen die Spieler mit einem sichtlich gut gelaunten SpVgg-Präsidenten zusammen – das Fazit von Manni Schwabl fiel rundum positiv aus: „In den vergangenen Wochen gab es keine so freche Spielweise von uns so wie gegen Bayreuth. So wie wir heute gespielt haben, das waren auch wir. Auf dem müssen wir aufbauen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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