Oberbayerische U17-Hallenmeisterschaft

Furioser SEF stürmt zum Bezirkstitel

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Stolze Sieger: Die B-Junioren des SE Freising mit (stehend, ab 3. v. l.) Co-Trainer Markus Kleindienst, Leon Klingseisen, Aaron Raidt, Louis Kleindienst, Felix Fischer und Trainer Marc Klingseisen sowie (vorne, v. l.) David Muhuri, Maxi Ziegltrum, Joshua Steindorf, Bekecan Hakim und Noah Staudt rockten die Altöttinger Dreifachturnhalle.

Die Rundreise durch Bayern geht weiter für die U 17 des SE Freising. Nach dem Sieg bei den Titelkämpfen des Kreises Donau/Isar in Moosburg folgte am Sonntag der nächste Triumph bei der oberbayerischen Meisterschaft in Altötting. Somit steht nun der nächste Termin mit der Bayerischen am 9. Februar in Herrieden an.

Altötting/Freising – Die Freisinger hatten eine ganz kuriose Vorrundengruppe erwischt, in der jeder jeden in Schwierigkeiten bringen konnte und am Ende mit den beiden Landesligisten SV Wacker Burghausen und FC Deisenhofen die großen Favoriten ausschieden. Neben dem Bezirksoberligisten aus Freising kam der Kreisklassist FC Ludwigsvorstadt München nahezu sensationell weiter. Der SEF stand trotz einer Niederlage zum Auftakt bereits vor dem letzten Vorrundenspiel als Halbfinalist fest.

Die erste Partie gegen Wacker Burghausen verloren die Freisinger mit 0:1 – und da war einiges an Pech dabei. Beide Teams lieferten sich ein taktisch geprägtes Match, das aber nichts von einem langweiligen Abtasten hatte. Der SEF war über weite Strecken die bessere Mannschaft, fing sich jedoch einen klassischen Hallenkonter ein.

Auf diesen kleinen Schock folgte jedoch keine Trotzreaktion, sondern eine regelrechte Leistungsexplosion: Die Lerchenfelder schossen den FC Deisenhofen vom Feld, sodass dem Gegner Hören und Sehen verging. „Das war Hallenfußball vom Allerfeinsten“, sagte Marc Klingseisen, der in Vertretung des privat verhinderten Cheftrainers Rafael Malecki die Mannschaft betreute. Er sah ein bärenstarkes Lerchenfelder Team – und zwei Klassen schwächere Deisenhofener, die mit den fünf Toren von Noah Staudt (3), Leon Klingseisen und Joshua Steindorf sogar noch gut bedient waren. Den Sieg bezahlte der SEF aber teuer, weil sich Noah Staudt den Fuß vertrat und das Turnier für ihn damit zu Ende war.

Der Underdog Ludwigsvorstadt war dann eine deutlich knackigere Aufgabe, weil der Kreisklassist mit viel Leidenschaft spielte und eine Busladung Fans auf der Tribüne hatte. Freising tat sich richtig schwer, gewann aber dennoch verdient durch Treffer von Joshua Steindorf, David Muhuri und Felix Fischer mit 3:0.

Damit war der Einzug ins Halbfinale perfekt, im letzten Vorrundenspiel ging es nur noch um den Gruppensieg. Hier wartete Schlusslicht FC Stern München, das zuvor in drei Spielen nur zwei Punkte geholt hatte. Der Münchner Verein hatte vor allem einen starken Torwart, der dem SEF das Leben schwer machte. Aaron Raidt und Bekecan Hakim konnten ihn aber überwinden – und damit ging der SEF als Gruppensieger im Halbfinale dem TSV 1860 Rosenheim aus dem Weg.

In der Vorschlussrunde wartete der SC Unterpfaffenhofen, gegen den Joshua Steindorf erst zwei Minuten vor dem Abpfiff das Siegtor markierte. Die Domstädter waren überlegen, machten aber zu wenig aus ihren guten Möglichkeiten. Und dann kam mit Rosenheim der wohl härteste Brocken, für den sich Trainer Marc Klingseisen etwas ausgedacht hatte: Die Freisinger wussten um die Vorliebe des Gegners für lange Bälle und standen daher tiefer als sonst. Rosenheim wurde davon völlig überrascht, und obendrein konterte Freising gnadenlos. Joshua Steindorf (1.) und Louis Kleindienst (2./5.) erzielten drei schnelle Tore und sorgten für die Vorentscheidung. Der SEF verwaltete in der Folge den Vorsprung, kassierte aber das 1:3 durch einen unglücklich abgefälschten Schuss (7.). Das zweite Rosenheimer Tor fiel erst Sekunden vor Schluss und hatte daher nur noch statistischen Wert.

„Die beste Mannschaft hat das Turnier gewonnen“, sagte Marc Klingseisen. Defensiv habe Freising sehr stark agiert – und nun freue man sich auf das nächste Highlight. Denn bei der bayerischen Meisterschaft am 9. Februar in Herrieden sind zum Beispiel auch die U17-Mannschaften des FC Augsburg und des FC Ingolstadt 04 mit von der Partie. Doch diesen Freisingern machen auch solche Namen keine Angst.

Nico Bauer

Quelle: Merkur.de

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