Tennis

Maxi Homberg erklimmt die nächste Stufe auf der Karriereleiter

Maxi Homberg beim Training auf einem Sandplatz.
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Starke Spiele gegen klasse Gegner: Der Freisinger Maxi Homberg schaffte bei den Orange Bowl International Tennis Championships den Sprung ins Hauptfeld.

Maxi Homberg (17) aus Freising steht in der Tennis-Jugendweltrangliste erstmals in den Top 100. Jetzt geht’s nach Südamerika, um weitere Punkte zu sammeln.

Freising – Für den ganz großen Wurf hat es im Dezember bei den Orange Bowl International Tennis Championships nicht gereicht. Dafür hat Maxi Homberg im Januar in der Jugendweltrangliste einen gewaltigen Sprung gemacht: Der 17-jährige Freisinger, der an der Tennis-Base Oberhaching für seinen großen Traum vom Profisport trainiert, steht aktuell auf Platz 99 und damit im ITF Junior Ranking erstmals unter den Top 100.

Einen Eindruck, welche Kaliber in der Elite der Altersklasse U 18 angesiedelt sind, hatte Maxi Homberg vor Jahresfrist beim Orange Bowl gewonnen: „Alles richtig starke Gegner“, erzählt der 17-Jährige, der zusammen mit seinem serbischen Doppelpartner Marko Topo sowie dessen Trainer nach Florida geflogen ist. Der Orange Bowl in Plantation ist eines der weltweit wichtigsten Tennisturniere für Junioren – da gibt es natürlich keine leichten Matches.

Selfie im Hotel: Maxi Homberg (r.) und sein Doppelpartner Marko Topo aus Serbien schieden in Florida in Runde zwei gegen zwei Wimbledon-Finalisten aus.

Doch der Freisinger hat seine Sache gut gemacht: Im Einzel setzte er sich in der Qualifikation zunächst gegen den Amerikaner Ryan Colby mit 6:1 und 6:4 durch, sein zweiter Gegner Aman Sharma (USA) gab in Durchgang zwei beim Stand von 6:1 und 2:0 auf. „Ich habe aggressiv gespielt und beide Partien klar bestimmt“, erzählt der 17-Jährige, der damit den Einzug ins Hauptfeld festgezurrt hatte.

Dort war dann allerdings in der ersten Runde Endstation: Maxi unterlag dem Franzosen Joshua Dous Karpenschif mit 1:6 und 4:6. „Da habe ich womöglich einen Tick zu passiv agiert“, ärgert sich der Freisinger. Bitter: Im zweiten Satz hatte er bereits klar mit 4:0 geführt, „doch dann habe ich jedes Spiel knapp verloren“. Sein Fazit fällt dennoch positiv aus: „Ich denke, ich kann durchaus zufrieden sein.“

Niederlage gegen die Wimbledon-Doppelfinalisten

Das gilt auch für seine Leistung im Doppel: In der ersten Runde behielten Maxi Homberg und Marko Topo gegen Perera/Short (USA) knapp mit 6:4 und 7:5 die Oberhand. In der zweiten wurde es so richtig schwer: Die beiden Briten Lui Maxted und Toby Samuel standen bei den Juniors immerhin im Wimbledon-Doppelfinale und waren beim 6:1 und 6:3 insgesamt eine Nummer zu groß. „Wir haben zu oft die entscheidenden Ballwechsel verloren“, sagt Maxi.

Der Trip in die USA habe sich dennoch gelohnt – unabhängig davon, dass er nach der Rückkehr nach Bayern bis zum negativen Corona-Test fünf Tage in Quarantäne musste. „Es war echt toll in Florida. Es hatte immer 25, 26 Grad, wir haben Alligatoren gesehen, Golf gespielt und einige Fast-Food-Ketten abgeklappert“, erzählt der 17-Jährige. Auf der Tennisanlage selbst galten natürlich strenge Corona-Regeln: „Man musste verschiedene Formulare ausfüllen, vor dem Betreten war immer Fiebermessen angesagt, überall waren Kontrolleure. Und duschen durfte man nur im Hotel. Aber das war für mich kein Problem – Hauptsache, es konnte überhaupt gespielt werden.“

Maxi Homberg will in Ecuador, Peru und Paraguay aufschlagen

Der Orange Bowl in Florida war letztlich nur einer von vielen Schritten auf dem Weg zum Profitennis. Den nächsten will Maxi schon bald machen: „Ich werde wahrscheinlich Ende Januar auf Südamerika-Tour gehen“, betont der Freisinger. Dort will der 17-Jährige, der vom Deutschen Tennis-Bund gefördert wird, bis Ende Februar bei Turnieren in Ecuador, Peru und Paraguay aufschlagen. Das erste Ende Januar in Kolumbien ist gerade verschoben worden – „ich muss jetzt selber mal schauen, wie das abläuft“.

So oder so: Maxi Homberg will kräftig Punkte sammeln, um in der Jugendweltrangliste weiter nach oben klettern zu können. Zum Jahreswechsel hatte er einen Satz von Position 235 auf 99 gemacht. „Das liegt auch daran, dass der älteste Jahrgang 2002 aus der Wertung gefallen ist“, erklärt der Nachwuchs-Tenniscrack. Sein Ziel ist klar: „Bis Ende des Jahres möchte ich unter die Top 50 kommen.“

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