Bayernliga

HSG-Handballerinnen setzen sich auf Platz vier fest

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Einfach nicht zu stoppen: Die HSG-Handballerinnen um Christina Schredl (l.) wiesen auch den 1. FC Nürnberg deutlich in die Schranken – da half alles Ziehen und Zerren nichts.

Dank einer phasenweise überragenden Vorstellung haben sich die Handballfrauen der HSG Freising-Neufahrn den nächsten Sieg in der Bayernliga gesichert: Sie setzten sich zu Hause deutlich mit 29:21 (18:8) gegen den 1. FC Nürnberg durch, verbesserten ihre Bilanz auf 18:10 Zähler und stehen damit weiter auf dem vierten Platz.

Freising – Vor der Partie musste die HSG-Truppe mit einer Hiobsbotschaft klarkommen: Die zuletzt starke Außenspielerin Melanie Lerch musste angeschlagen absagen – durchaus eine Schwächung fürs Team. Mit Monika Düresová hat die HSG jedoch eine gute Ersatzspielerin für sie im Kader.

Der Start in die Partie gelang. Durch Tore von Monika Gaisbacher und Sabine von Bechen führten die Gastgeberinnen schnell mit 2:0. Danach aber klappte fast zehn Minuten lang so gut wie nichts. Die Fehlerquote schoss nach oben – und die Nürnbergerinnen nutzten die Chance. Nach siebeneinhalb Minuten lag die HSG mit 3:5 hinten. Trainer Peter Mesiarik: „Die Mädels dachten wohl, dass sie leichtes Spiel haben, und waren unkonzentriert.“

Dies war allerdings nur von kurzer Dauer. Denn was Freising-Neufahrn im Anschluss bis zum Ende der ersten Halbzeit ablieferte, verdiente das Prädikat „überragend“. Angetrieben von der erneut starken Spielmacherin Sabine von Bechen, starteten die Gastgeberinnen einen erfolgreichen Angriff nach dem anderen. Der Ball lief sehr flüssig durch die Reihen, beim Abschluss zeigten sich Anna Sophia Meyerhofer und Monika Düresová von ihrer besten Seite. Nach knapp 20 Minuten stand es bereits 12:6 für die HSG Freising-Neufahrn. Doch danach gab es eine sehr unglückliche Aktion: Meyerhofer stieß mit einer Gegenspielerin zusammen, die mit dem Kopf auf dem Boden aufprallte. Diese konnte zum Glück nach kurzer Zeit auf eigenen Beinen den Platz verlassen. Für die HSG-Frau gab es aber eine Rote Karte mit Bericht – damit ist eine Sperre für die nächsten Partien möglich.

Die Gastgeberinnen ließen sich davon jedoch nicht beirren und spielten konzentriert weiter. Auch HSG-Torhüterin Melanie Schild zeigte eine bärenstarke Leistung und brachte die Nürnbergerinnen mit ihren Paraden schier zur Verzweiflung. Im Angriff agierte Freising-Neufahrn weiterhin sehr variabel. Im Aufbau durfte nun Kira Reitner ran: Der Neuzugang mühte sich redlich und hatte die eine oder andere tolle Aktion. Vor dem 14:6 spielte Reitner einen starken Pass auf Christina Schredl – und verdiente dafür sich ein „Sehr gut!“ von Mesiarik. Zur Pause hieß es schließlich 18:8 für die HSG-Truppe, die damit praktisch schon für die Entscheidung gesorgt hatte.

Der Auftakt in den zweiten Abschnitt gelang noch einigermaßen. Doch ab dem 21:10, das Nora Biesenthal vorbildlich über Außen erzielte, folgte eine kleine Schwächephase. Das war allerdings vor allem der Tatsache geschuldet, dass Peter Mesiarik munter durchwechselte und allen Spielerinnen Einsatzzeit verschaffte. Die Gäste trafen vier Mal hintereinander zum 21:14 – dann beendete erneut Biesenthal die Blockade. Näher kam Nürnberg bis zum Ende nicht mehr heran.

Bernd Heinzinger

Die HSG-Tore:

Sabine von Bechen 9/6, Nora Biesenthal 4, Saskia Dötterl 3, Monika Düresová 3, Anna Sophia Meyerhofer 2, Monika Gaisbacher 2, Christina Schredl 2, Kira Reitner 2/1, Claudia Hilpert 1 und Sandrine Nierhaus 1.

Quelle: Merkur.de

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