Ju-Jutsu

Paszkiewicz-Geschwister stauben WM-Silber ab

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Furiose Darbietung: Ian Butler (l.) und Felix Paszkiewicz trumpften im Duo-Men-Wettbewerb groß auf und unterlagen erst im Finale.

Starke Leistungen haben die Freisinger Julia und Felix Paszkiewicz bei den Ju-Jutsu-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi gezeigt. Felix holte sogar zwei Mal Silber.

Abu Dhabi/Freising – Nicht weniger als 550 Athleten aus 60 Nationen waren am Start, als in der vergangenen Woche in Abu Dhabi die Ju-Jutsu-Weltmeisterschaften in den Kategorien Fighting, Duo und Newaza über die Bühne gingen. Mit dabei waren mit Julia und Felix Paszkiewicz auch zwei Freisinger Sportler – und für die beiden hatte sich der Trip in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate angesichts von drei Silbermedaillen richtig rentiert.

Die Geschwister Julia und Felix Paszkiewicz trainieren mit ihren Partnern Johannes Tourbeslis und Ian Butler beim SV Niederroth den Duo-Wettkampf. Und beide rechneten sich nach den bisherigen Erfolgen in 2019 einiges aus.

Zuerst kämpften Felix und Ian in der Kategorie Duo Men gegen elf weitere Paare – und es verlief alles wie gewünscht: Nach einem Freilos mussten Paszkiewicz und Butler gegen das Duo-Paar aus Taiwan Farbe bekennen. Dabei riefen sie von Beginn an eine sehr gute Leistung ab und gewannen ihren Kampf. Anschließend ging es gegen die Rumänen bereits um den Einzug in das Finale: Nach der A-Serie führten die Deutschen mit einem Punkt, nach der B-Serie war es nur noch ein halber Zähler. Doch in der entscheidenden C-Serie machten Felix und Ian den Sack zu und siegten mit einem Punkt mehr auf dem Konto – damit hatten sie die Silbermedaille schon sicher.

Felix Paszkiewicz und Ian Butler ziehen alle Register

Im Finalkampf wartete das Geschwister-Duo-Paar aus Belgien, das Felix und Ian bei den Paris Open im April bezwungen hatten. Doch diesmal kam es anders: Die beiden Deutschen lagen dank einer ausgezeichneten Darbietung nach der A-Serie zwar mit 1,5 Zählern in Führung, gaben diese jedoch in der B-Serie nach einer kleinen Unsicherheit in einem der Wurfeingänge ab. Die Belgier hatten nunmehr 0,5 Punkte Vorsprung. Trotz einer starken C-Serie von Felix und Ian entschieden die Punktrichter schlussendlich für das belgische Duo. Dennoch: Die beiden hatten ihren ersten Vizeweltmeistertitel in der Altersklasse der Senioren erkämpft und damit ihre internationale Klasse erneut unter Beweis gestellt.

Medaillenhoffnung geplatzt: Julia Paszkiewicz und Johannes Tourbeslis mussten sich in der Klasse Duo Mixed mit Rang sieben zufriedengeben.

Tags darauf wollten Julia Paszkiewicz und ihr Partner Johannes Tourbeslis in der Kategorie Duo Mixed natürlich nachziehen. In ihrem ersten Wettkampf hatten sie es mit den Duo-Paar aus Österreich zu tun: Nach der A-Serie lagen Julia und Johannes mit einem Punkt vorne, nach der B-Serie mit 0,5 Zählern hinten. In der C-Serie zogen die beiden nochmals alle Register, mussten sich allerdings letztlich geschlagen geben. Somit ging es für die beiden Deutschen in die Trostrunde, wo sie souverän gegen das Duo-Paar aus Frankreich die Oberhand behielten. Die Chance auf den Einzug ins kleine Finale war also gewahrt. Doch im Duell mit den Montenegrinern entschieden die Punktrichter am Ende trotz einer starken Leistung gegen die Deutschen. Die Hoffnung auf eine Bronzemedaille war verflogen, die Enttäuschung sehr groß. Unter dem Strich landeten Julia und Johannes auf dem guten siebten Platz und verbuchten 80 Punkte fürs World Ranking.

Happy End im Teamwettbewerb

Für die beiden gab es allerdings noch ein Happy End – denn immerhin stand noch der Teamwettbewerb an. Dabei treten die Nationen in den Kategorien Fighting, Duo und Newaza in elf Kämpfen (Frauen und Männer in verschiedenen Gewichtsklassen) gegeneinander an – vertreten waren Deutschland, Frankreich, der Irak, Kasachstan, Marokko, Polen und Russland.

Julia und Johannes sowie Felix und Ian warfen gegen die Paare aus den gegnerischen Teams alles in die Waagschale und holten mit ihren Siegen jeweils einen Punkt für ihre Mannschaft. Im Viertelfinale gegen Kasachstan setzten sich die Deutschen somit klar durch und schafften mit einem Erfolg im Halbfinale gegen die Polen den Sprung ins Finale. Dort ging’s schließlich gegen die Franzosen: Julia und Johannes gewannen ihren Duo-Kampf, in der Endabrechnung hatte das Team aus Frankreich jedoch knapp die Nase vorne. Die Freude über den Vizetitel war bei den Deutschen dennoch groß.

mlt

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Quelle: Merkur.de

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