Erstes Derby auf Kreisliga-Ebene

Frischlinge gegen Veteranen: SV Uffing fordert den SV Ohlstadt

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Bitterer Ausfall: Uffings Antreiber Georg Kutter hat sich erneut verletzt – und muss in Ohlstadt wohl zuschauen.

Das hat‘s noch nicht gegeben: Der SV Uffing und der SV Ohlstadt begegnen sich erstmals in einem Kreisliga-Derby.

Ohlstadt/Uffing – Dass sich beide Teams mal wieder in einem Punktspiel gegenüberstehen würden, war in den vergangenen Jahrzehnten eher unwahrscheinlich. Erst als sich der SV Uffing in der Kreisklasse als Aufstiegsanwärter positionierte, nahm die Derby-Paarung Gestalt an. Somit ist das SVU-Gastspiel beim SV Ohlstadt eine echte Premiere auf Kreisligaebene.

Gleichwohl unterscheidet sich die Sichtweise beider Klubs. Während man beim Aufsteiger dem Novum entgegenfiebert, wird der Lokalkolorit von Ohlstädter Seite heruntergespielt. Co-Trainer Michael Koller habe beim Abschlusstraining am Donnerstag eigens darauf hingewiesen, dass die Partie für den SVO „kein Derby“ sei, verrät Jan Tischer. Möglicherweise um den Fokus der Spieler auf die Notwendigkeiten auf dem Spielfeld zu lenken. Konstanz und launenhafte Formkurven sind am Boschet ein eigenes Thema. Thomas Neumeier und seine Mannen freuen sich hingegen auf das Gastspiel unterm Heimgarten. „Diese Paarung hat es ewig nicht mehr gegeben“, sagt Uffings Coach. Lange nachdenken musste er allerdings nicht, was die eigenen Erfahrungen mit dem SVO angeht. Einst trafen sich beide Vereine in der damaligen A-Klasse. Und da ging’s rund. „Da gab es die vier Schröfeles, die haben dich halt einfach mal aus den Schuhen rausgehauen – da wussten wir, das ist Ohlstadt.“

Seither hat sich vieles verändert. Neumeier verweist darauf, dass Ohlstadt ein „etablierter Kreisligist“ ist, Uffing dagegen sich erst einen Namen auf höherer Ebene erarbeiten muss. „Wir sind dabei und können mithalten, zahlen aber ständig Lehrgeld“, zeigt der Übungsleiter die Realität auf. „Wir respektieren Uffing natürlich, aber es muss erst in der Liga ankommen“, nennt Jan Tischer seine Sicht der Dinge. Beide Trainer müssen sich mit dem Ausfall einer ihrer wichtigsten Spieler auseinandersetzen. Beim SVO muss Jonas Thümmler mit Muskelfaserriss passen. Im Spiel gegen Polling sei man „zu hohes Risiko“ gegangen, räumt Tischer ein. Es zwickte wohl schon zuvor beim Schwaben. Weit gravierender ist die neuerliche Zwangspause für Georg Kutter. Der dynamische Antreiber bekam zuletzt einen Schlag auf die eigentlich verheilt geglaubte Narbe. Neumeier gibt zu bedenken, dass neben der Psyche des Spielers, auch dessen beruflichen Erfordernisse unter dem Rückschlag leiden. Deswegen bleibt Kutter „auf unbestimmte Zeit“ außen vor. Der Mittelfeldspieler allein entscheide, wann die Zeit für ein Comeback gegeben ist.

Hart für den SVU, denn Kutter ist der Mann für die „entscheidenden Situationen“, die zuletzt eher selten pro Uffing ausgingen. Um am Boschet Zählbares einzufahren, müsse seine Elf physisch alles in die Waagschale werfen. „Auch wenn wir den robusten Ohlstädtern unterlegen sind.“ Schwachstellen sieht Neumeier auf den defensiven Außenpositionen des SVO, wo man durch die flinken Spieler in eigenen Reihen zum Zuge kommen möchte. Tischer indes setzt auf die Lockerheit im Training sowie den „unbedingten Willen“ des Teams, sich nicht neuerlich einen Hemmschuh anzuziehen. „Mut zeigen, wie gegen Miesbach“, fordert der 40-Jährige. Dazu die Stärke bei Standards weiter nutzen. „Haben wir gar nicht trainiert, funktioniert aber“, scherzt Tischer. Was den Coach fast ein wenig stolz macht, ist die Zahl der Anmeldungen für das Trainingslager im März. 16 Zusagen zählt er. „Es ist ein ganz anderer Drive in der Mannschaft, als in der letzten Rückrunde.“

Quelle: Merkur.de

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