Höhenrainer Skandalspiel

Beschuldigter Antdorfer Fußballer kein unbeschriebenes Blatt

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Symbolbild

Der Antdorfer Fußballer, der beim so genannten Skandalspiel am 10. November in Höhenrain einen FSV-Spieler niedergeschlagen haben soll, ist kein unbeschriebenes Blatt. Schon zweimal war er zuvor wegen einer Tätlichkeit länger gesperrt worden.

HöhenrainDer Fußballer des ASV Antdorf, der im Verdacht steht, am 10. November beim Kreisklassenspiel in Höhenrain einen gegnerischen Spieler im Kabinentrakt niedergeschlagen zu haben (wir berichteten), ist schon vorher auffällig geworden. In den vergangenen Jahren musste sich der 25-Jährige, der die Tat in Höhenrain abstreitet, zweimal vor dem Kreissportgericht verantworten. Stets wurde er wegen einer Tätlichkeit zur Rechenschaft gezogen.

Vor viereinhalb Jahren, als er noch das Trikot der SF Bichl trug, landete er erstmals vor dem Kreissportgericht. Bei der Partie der Kreisklasse 3 zwischen dem FC Penzberg und den Sportfreunden am 17. Mai 2015, die 8:1 für den Fußballclub endete, streckte er in der 58. Minute beim Stand von 0:5 einen Gegenspieler mit einem Kopfstoß nieder. Der Penzberger, der unterhalb des Auges getroffen wurde, konnte die Partie später fortsetzen. „Das war kein angedeuteter Kopfstoß, sondern ein echter. So etwas geht gar nicht“, redete Penzbergs damaliger Trainer Andreas Brunner nach dem Spiel gegenüber dem Weilheimer Tagblatt Klartext. Der Sünder, der keine Reue zeigte und bei der Verhandlung entschuldigt fehlte, wurde zu einer verhältnismäßig hohen Sperre von fast einem halben Jahr verurteilt. Die Richter wollten mit ihrem Urteil ein deutliches Zeichen gegenüber dem gewalttätigen Fußballer setzen und zeigen, dass sie ein solches Verhalten auf keinen Fall dulden. Als die Sperre am 31. Oktober 2015 ablief, war der Fußballer bereits nach Antdorf gewechselt.

Seine Tat war gerade verjährt, da landete er schon wieder vor dem Kreissportgericht. In der Begegnung der B-Klasse 6 zwischen dem SV Ohlstadt III und der Reserve des ASV (Endstand 0:1) beging er am 30. April 2016 eine weitere Tätlichkeit. Als einer seiner Mitspieler nach einem Foul in der dritten Minute der Nachspielzeit am Boden lag und ihm ein Ohlstädter aufhelfen wollte, warf er ihn mit beiden Händen um. Zu diesem Zeitpunkt lag der ASV durch einen verwandelten Foulelfmeter aus der 88. Minute mit 1:0 in Front. Die Richter verhängten eine Sperre von vier Spielen, die für ein solches Delikt erneut hoch angesetzt war. Erschwerend kam für sie hinzu, dass sie dem Antdorfer erst vor einem Jahr eine hohe Strafe aufgebrummt hatten, als er noch für Bichl gespielt hatte.

Danach wurde es ruhig um den 25-Jährigen, der, wenn überhaupt, ab und zu eine Gelbe Karte erhielt. 

Quelle: Merkur.de

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