Fußball

7,5 Millionen Euro sorgen für frischen Wind

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Hoch konzentriert beim Freitagstraining: Hachings Cheftrainer Claus Schromm (r.) und Co-Trainer Sebastian Friedl.

Für die SpVgg Unterhaching und die 3.Liga: 7,5 Millionen Euro sorgen für frischen Wind.

Unterhaching – Nach der DFL am Donnerstag war am Freitag nun also das DFB-Präsidium dran. Auch hier – betreffend diesmal die Dritte Liga sowie die Frauen-Bundesliga – auf der Tagesordnung: Wird die Saison fortgesetzt oder nicht? Eine Entscheidung gab es nicht, allerdings einen neuen Plan. Ein Außerordentlicher DFB-Bundestag soll die Entscheidung treffen. Wann, ist noch offen. Der Bundestag wäre eigentlich nur nötig, sollte ein Abbruch der Saison beschlossen werden. Das Präsidium könnte alleine über eine Fortsetzung der Spielzeit entscheiden. Die Drittligisten sind nach wie vor gespalten, wie sie in der Corona-Krise weiter vorgehen wollen. Sie werden sich nun am Montag wieder beraten.

Frischer Wind kommt in die Frage seit Donnerstag allerdings durch eine Unterstützung der 36 Profiklubs aus der Ersten und Zweiten Liga. Die DFL sagte einen Betrag von 7,5 Millionen Euro für Dritte Liga und Frauen-Bundesliga zu. „Die Gelder können insbesondere helfen, die bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs entstehenden Kosten für Organisation und Testungen zu decken und die Klubs somit nicht zu belasten“, teilt der DFB dazu mit. „Diese Unterstützungszahlung ist an keine weitere Bedingung geknüpft“, sagte DFL-Chef Christian Seifert. Teams, die zu einem DFL-Klub gehören verzichten auf einen Anteil, so zum Beispiel der FC Bayern. Die 7,5 Millionen würden also unter 19 Drittligisten und sechs Frauen-Teams aufgeteilt.

Aber wie? Darüber gibt es bisher keine konkreten Planungen. In jedem Fall nimmt dieser Unterstützungs-Fonds jenen acht Klubs etwas den Wind aus den Segeln, die einen Abbruch der Saison befürworten, weil sie durch Geisterspiele bei einer Saison-Fortsetzung große finanzielle Einbußen bis hin zur Insolvenzgefahr sehen. Dieses Minus könnte durch die Hilfe von oben nun aufgefangen oder zumindest abgefedert werden.

Claus Schromm, Cheftrainer der SpVgg Unterhaching, hatte da gestern bereits einen Vorschlag: Je nach durchschnittlicher Zuschauerzahl in den Stadien könnte die Verteilung des Geldes berechnet werden. Klubs mit mehr Fans im Stadion, die durch den Ausschluss der Zuschauer entsprechend größere Einbußen hätten, würden demnach mehr profitieren als etwa die SpVgg mit nur rund 4000 Zuschauern im Schnitt. „Das wäre eine faire Verteilung“, findet Schromm, „je mehr Zuschauereinnahmen verloren gehen, desto mehr Unterstützung.“

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