Bei Fürstenfeldbruck klemmt der Motor noch vor dem Start

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Wo Tarik Sarisakal mit der Mannschaft leistungsmäßig gerne wäre? „Das ist sehr hypothetisch.“

Nach dem Abstieg des SC Fürstenfeldbruck und dem Aufstieg des SC Oberweikertshofen sind erstmals seit 23 Jahren wieder zwei Landkreisvereine in der Landesliga vertreten. Damals waren es Bruck und Emmering. Am Samstag startet der SCF daheim, Oberweikertshofen auswärts in die Saison. Am kommenden Mittwoch treffen sie direkt aufeinander.

Zahlreiche Abgänge, angeschlagene Spieler, hohe Erwartungen im Umfeld. „Ich habe schon geräuschlosere Vorbereitungen gehabt“, sagt Tarik Sarisakal, der neue Trainer des SC Fürstenfeldbruck, vor dem Saisonauftakt gegen die SpVgg Kaufbeuren am Samstag, 14 Uhr, im Technomarkt-Stadion.Wo er mit der Mannschaft leistungsmäßig gerne wäre? „Das ist sehr hypothetisch.“

Sarisakal muss mit den Zeichen zurecht kommen, die da heißen: Neuaufbau. Die Vorstellung von Präsident Eckart Lutzeier, mit einem weitgehend unveränderten Kader die sofortige Bayernliga- Rückkehr in Angriff zu nehmen, ließ sich nicht realisieren. Der erzwungene Neuanfang fordert nun seinen Tribut. „Eigentlich wird die Vorbereitung noch drei bis vier Wochen dauern“, sagt Sarisakal. Soll heißen: Die ersten Saisonspiele müssen als Testphase herhalten. Erschwert wird das nicht nur durch den späten Abgang von Kapitän Sebastian Schmeiser nach Memmingen (Sarisakal: „Das hat uns Qualität gekostet“), sondern auch durch Ausfälle.

Neben der Qualität leidet auch Quantität

Armin Lange wird wegen muskulärer Probleme fehlen, Valter Amaral weilt im Urlaub. Fabian Meinberger ist nach einem Bänderriss zwar auf dem Weg der Besserung, den Saisonstart wird er aber verpassen. Doch das ist noch lange nicht alles. Serkan Türkcan, Sebastian Kraus, Patrick Kohlmeier und Christian Mühlberger konnten zuletzt aus verschiedenen Gründen nicht trainieren. Außerdem ist Maximilian Murphy noch angeschlagen. Die erhoffte Verstärkung durch einen späten Neuzugang ließ sich bislang nicht realisieren. „Qualität war auf dem Spielermarkt vorhanden, aber letztlich scheiterte es am Geld.“ Angesichts dieser Sorgen verwundert es fast, wenn Sarisakal sagt: „Ich freue mich riesig, dass es los geht.“

Über den Gegner Kaufbeuren, im Vorjahr 14. der Landesliga, weiß der Übungsleiter „das eine oder andere“. Er will sich aber nicht in die Karten schauen lassen, wie er dieses Wissen nutzen will. Ebenso vorsichtig gibt er sich bei der Zielsetzung für die gesamte Saison. „Ich kann mir zwar Ziele stecken, es muss sich aber erst zeigen, ob die Mannschaft das auf dem Platz umsetzen kann.“ Dass in Bruck dennoch hohe Erwartungen herrschen könnten, davon geht Sarisakal aus. Er weiß: „Hier gibt es traditionell ein schwieriges Umfeld... und das meine ich nicht wertend, sondern das ist einfach ein Fakt.“

Quelle: fussball-vorort.de

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