SC Fürstenfeldbruck: Nach der Pause chancenlos

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Spät dran: Torgefahr strahlten die Brucker (gelb) in Pipinsried zu selten aus.

Fürstenfeldbruck - Neue Mannschaft, altes Leid: Der SCF scheint auch in der neuen Saison seine Auswärtsschwäche nicht ablegen zu können. Im Derby beim FC Pipinsried setzte es gestern Abend eine heftige 0:4 (0:1)-Klatsche.

Dabei sah es zu Spielbeginn noch nicht so aus, als ob sich die Brucker die Butter vom Brot nehmen lassen würden. 20 Minuten lang machte der SCF ordentlich Druck. „Da dachte ich schon, dass sie uns an die Wand spielen würden“, konstatierte ein Pipinsrieder Zuschauer in der Halbzeitpause. Falsch gedacht. „Nach dieser Phase haben wir völlig den Faden verloren“, sagte ein enttäuschter SCF-Trainer Dirk Teschke, der nach der Pleite eine schwere Saison erwartet.

Es waren wieder einmal individuelle Fehler, die die Brucker auf die Verliererstraße brachten. Beim 1:0 verlor Andreas Staude im Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung den Ball. Pipinsried sagte in Person von Uzun Süleyman freundlich danke. Beim vorentscheidenden 2:0 pennte die komplette Brucker Hintermannschaft. Nach einem Einwurf konnte Sebastian Pummer mutterseelenalleine auf das SCF-Tor zulaufen und brauchte nur noch ins lange Eck einzuschieben. „Da kann einem nur Sebastian Steidle leid tun“, sagte Teschke über seinen Torhüter, der trotz der vier Gegentreffer noch der beste Brucker auf dem Platz war. Jeweils kurz vor dem Ende der beiden Halbzeiten verhinderte der Neuzugang mit zwei grandiosen Reflexen sogar, dass die Partie für den SCF zu einem noch größeren Debakel wurde. Dass der Keeper in der Schlussphase noch zweimal im Stich gelassen wurde und hinter sich greifen musste, ist für Teschke ein Unding: „Nach dem 0:2 war das Spiel zwar gelaufen. Trotzdem darf man sich nicht so abschießen lassen.“

Dem Trainer schwant nichts Gutes

Dem Übungsleiter bleiben jetzt nur wenige Tage, um seine Mannschaft auf das Spiel am Samstag in Gersthofen vorzubereiten. Dabei schwant ihm nichts Gutes. „Die haben Pipinsried 4:1 abgeschossen. Unsere Niederlage zehrt dagegen an unserem Selbstvertrauen.“ Das ist nach der durchwachsenen Vorbereitung derzeit eh nicht das allergrößte, wie man vor allem Koray Altinay anmerkt. Der Youngster wirkt in seinem sonst so zielstrebigen Spiel gehemmt und vergab zudem in der 65. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, als er frei vor dem Gästetor das Leder über die Querstange jagte. Alleine der Jugend und Unerfahrenheit seiner Mannschaft will Teschke die gezeigten Probleme aber nicht zuschreiben. „Die Spieler waren letzte Saison auch jung. Sie dürfen nicht glauben, dass die gute erste Saisonhälfte des letzten Jahres reicht, und dass sie sich jetzt ausruhen können.“ Eine klare Ansage an die hochgelobten Nachwuchstalente.

Von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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