SCF verschenkt Sieg

Fürstenfeldbruck verspielt 3:0-Führung

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Unsanft gelandet: Karol Kopec und sein Team haben eine 3:0-Führung hergeschenkt.

SC Fürstenfeldbruck – Faktisch hat die Serie gehalten: Der SC Fürstenfeldbruck bleibt auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen. Doch nach der Partie gegen Egg an der Günz sagte SCF-Coach Tarik Sarisakal: „Das war eine gefühlte Niederlage.“

Seine Truppe hatte beim 3:3 (2:0) eine Drei-Tore-Führung vergeigt. Knackpunkt war laut Sarisakal eine Ampelkarte gegen Fürstenfeldbrucks 1:0-Schützen Mohenned Al-Dualimi in der 69. Minute – einer Phase, in der die Gäste aus Egg gerade den 1:3-Anschluss erzielt und den Druck massiv erhöht hatten. „Wenn du dann auch noch in Unterzahl gerätst...“, sagte Sarisakal vielsagend, ohne den Satz zu beenden.

Dass Egg Qualitäten hat, zeigten die Schwaben vor 90 Zuschauern jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten. Vor allem in den ersten zehn Minuten spielten nur die Gäste und hatten gefühlte 90 Prozent Ballbesitz. Umso überraschender kam die Brucker Führung nach knapp 17 Minuten. Al-Dualimi profitierte davon, dass Eggs Keeper Philipp Stölze auf der Linie klebte und den Bruckern dadurch einen Kopfball unter die Latte ermöglichte.

In der Folge befreiten sich die Brucker etwas von dem Dauerdruck und kamen nach einem starken Zuspiel von Denis Teschke durch Marian Knechts zwölftes Saisontor – damit ist er Spitzenreiter in der Landesliga – sogar zum 2:0. Sogar mehr wäre noch vor der Pause möglich gewesen. Aber Knecht scheiterte mit einem weiteren Alleingang am Keeper.

Das 3:0 durch Michael Dietl nach dem Seitenwechsel fiel wie schon der Führungstreffer in eine Egger Drangperiode hinein. Die Partie schien eigentlich entschieden. Trotz des 1:3-Anschlusstreffers beschied Sarisakal seiner Elf ein gutes Spiel – bis zur ominösen Ampelkarte. Von da an spielte praktisch nur noch Egg.

Die einzige gefährliche Aktion der Gastgeber beim Stand von 3:2 geriet zum Aufreger, als Knecht wegen einer höchst strittigen Abseitsposition zurückgepfiffen wurde. „Das war kein Abseits, und das war spielentscheidend, weil wir da das 4:2 machen können“, schimpfte der Trainer des Sportclubs. Stattdessen fiel auf der anderen Seite das 3:3.

„Die Gegentore sind zu einfach gefallen, da merkt man, dass wir eine junge Truppe haben“, konstatierte der SCF-Coach. Die Enttäuschung über die zwei verschenkten Punkte sei natürlich groß. „Aber wir müssen den Kopf hochnehmen“, fordert Sarisakal von seinen Spielern. Auf der vor dem Platzverweis gezeigten Leistung könne man aufbauen. Die gefühlte Niederlage „wirft uns nicht um“, so der Coach kämpferisch.

Quelle: fussball-vorort.de

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