Fußball 3. Liga

SpVgg Unterhaching fliegt zu Gipfeltreffen ins Saarland

Die Richtung stimmt: Arie van Lent, der neue Trainer der Hachinger, ist mit der SpVgg noch ungeschlagen. 
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Die Richtung stimmt: Arie van Lent, der neue Trainer der Hachinger, ist mit der SpVgg noch ungeschlagen. 

Der Tabellendritte (1. FC Saarbrücken) gegen den Zweitplatzierten (SpVgg Unterhaching): In der 3. Liga kommt es am Sonntag zum Spitzenduell der Verfolger von 1860 München.

Unterhaching – Viel Aussagekraft hat eine Tabelle nach vier von 38 Spieltagen nicht, doch eine leichte Tendenz lässt sich ablesen. Für die SpVgg Unterhaching bedeutet das in der 3. Liga: Neun Punkte aus vier Partien sind ein überaus gelungener Start in die neue Saison. Kaum weniger stark startete Aufsteiger 1. FC Saarbrücken, der zwar erst drei Partien absolviert hat, dabei aber sieben Zähler sammelte und somit (als einer von fünf Drittligisten) noch ungeschlagen ist. Blickt man also auf die Tabelle vor dem Wochenende, steht das erste Spitzenspiel an: Haching in Saarbrücken, Dritter gegen Zweiter. Wer gewinnt, beißt sich definitiv schon zu einem frühen Zeitpunkt oben fest, und das wäre schon etwas mehr als nur eine leichte Tendenz.

Der neue SpVgg-Trainer Arie van Lent will das Tabellenbild nicht überbewerten, gibt aber immerhin zu, dass ihn der Blick aufs Klassement schon glücklich macht. „Natürlich ist es sehr schön, wenn man neu kommt und es funktioniert gleich. Vier Spiele mit neun Punkten sind erfreulich, weil man sieht, dass die Mannschaft das Neue annimmt.“ Und so kann sich der Holländer auch durchaus mit dem Begriff „Top-Spiel“ vor dem Auftritt seiner Hachinger am Sonntag (13 Uhr) im nach Umbau wiedereröffneten traditionsreichen Ludwigspark anfreunden: „Diese Bezeichnung nehme ich gerne an. Das zeigt, dass beide einen ordentlichen Start hatten.“

Arie van Lent: „Unser bisher stärkster Gegner“

Was die Kontrahenten unterscheidet: Bei der SpVgg war nach der extrem schwachen Rückrunde bzw. Corona-Restserie der Vorsaison und dem Trainerwechsel völlig offen, wohin die Reise geht. Saarbrücken dagegen arbeitet sich stetig aufwärts und erreichte vergangene Saison neben der souveränen Meisterschaft in der Regionalliga Südwest auch als erster Viertligist überhaupt das Halbfinale im DFB-Pokal. „So wie sie sich letzte Saison präsentiert haben, machen sie jetzt weiter“, warnt van Lent, „Saarbrücken ist sicher unser bisher stärkster Gegner.“

Einen Favoriten gibt es am Sonntag nicht. „Wir wollen gerne da gewinnen und unsere Serie fortsetzen“, sagt Haching Chefcoach, möchte aber den zweiten Tabellenplatz am liebsten trotzdem ausblenden: „Jedes Spiel war bisher sehr eng, wir haben ein Spiel in der 88. Minute verloren, aber dann auch mal hinten raus Glück gehabt. Es hätte auch mal anders laufen können. Also sollten wir den zweiten Platz nicht überbewerten, auch wenn dadurch alles ein bisschen leichter fällt.“

Wegen Corona: Anreise am Sonntag mit Charterflugzeug

Niclas Stierlin ist nach seiner verletzungsbedingten Zwangspause wieder mit von der Partie. Wegen der corona-bedingten Risiken reist die SpVgg erst am Sonntag per Charterflug ins Saarland und unmittelbar nach Spielende wieder zurück. Corona könnte auch den kommenden Spielplan für die Hachinger durcheinanderbringen. Bereits am Mittwoch steht das Heimspiel gegen Duisburg auf dem Programm. Weil der MSV aber aktuell nach positiven Tests nur noch zwölf einsatzfähige Spieler hat, wurde die Partie gegen Halle am Sonntag abgesagt. Ob die Duisburger in ein paar Tagen die Reise nach Unterhaching mit der erforderlichen Anzahl von mindestens 14 Spielern antreten können, ist derzeit höchst fraglich.

SpVgg: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Dombrowka – Stierlin, Fuchs – Heinrich, Hufnagel, Marseiler – Hasenhüttl.

Quelle: Merkur.de

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