Fußball A-Klasse 2 München

Ditib Unterschleißheim: Schluss mit dem Gerede vom Aufstieg

Mitte Juni feiert der SV Ditib Unterschleißheim ein Wochenende lang seinen zehnten Geburtstag – mit Köfte, Döner, Waffeln und Torwandschießen in der Moschee am Andreas-Danzer-Weg, der Heimat des Klubs. Nur zu gerne hätte die Erste Mannschaft dieses Jubiläum mit dem Aufstieg in die Kreisklasse garniert. Doch nach einem starken Saisonstart ist das Team ins Mittelfeld abgerutscht; einen Spieltag vor Schluss in der A-Klasse 2 findet das Rennen um die Spitzenplätze ohne die Ditib-Kicker statt.

Unterschleißheim – Für kommende Saison müsse das ständige Gerede vom Aufstieg ein Ende haben, fordert Sportdirektor Osman Keskin, der stattdessen andere Ziele ausgibt: „Für uns geht es darum, dass wir erst mal eine gesunde und ruhige Ordnung in den Verein reinbringen. Und dass wir die Probleme vermeiden, die wir diese Saison hatten.“ Diese seien vor allem organisatorischer Natur gewesen, sagt Keskin. So habe man beispielsweise aus Mangel an Spielstätten in der Rückrunde auf einem halben Kunstrasenfeld trainieren müssen. Dazu habe Trainer Gordon Wallace nach der Hinrunde aufhören müssen; für ihn sprang Osman Keskin selbst als Interimstrainer ein.

Zur kommenden Saison soll freilich ein neuer Coach die Mannschaft übernehmen. „Wir sind gerade in Gesprächen“, sagt Keskin. „In ein, zwei Wochen wird es eine Entscheidung geben.“ Darüber hinaus sei er aktuell dabei, Sponsoren für den Klub zu gewinnen, nachdem sich in dieser Saison schwer getan habe, die laufenden Ausgaben zu decken, so Keskin. Kurzzeitig hatten die Fußballer sogar überlegt, sich von der Moscheegemeinde zu lösen, einen eigenen Verein zu gründen und das Kürzel Ditib aus ihrem Namen zu streichen. „Einige haben gedacht, dass wir uns dann leichter tun bei der Suche nach Sponsoren“, erklärt Keskin. Doch derlei Überlegungen seien inzwischen vom Tisch. „Ich habe immer gesagt, dass ich den Namen Ditib nicht als Hindernis sehen. Was wir tun müssen, ist, uns als Mannschaft gut darzustellen.“

Sportlich ist das diese Saison immer wieder gelungen – vor allem in der Hinrunde, die der Klub als Tabellenvierter beschloss. In der Rückrunde jedoch setze es dann fünf Niederlagen in neun Spielen. „Da ist vieles zusammengekommen“, sagt Osman Keskin und verweist auf die Trainingssituation sowie den Trainerwechsel. „Leider haben sich einige Jungs davon demotivieren lassen.“

Dabei ist der Sportdirektor überzeugt, dass der Kader stark besetzt ist – „wenn man die Spieler einzeln betrachtet“. Als Mannschaft jedoch sei man noch nicht zusammengewachsen. „Das muss unser Ziel sein für nächste Saison“, sagt Osman Keskin. „Außerdem wollen wir den Verein organisatorisch, finanziell und vom Trainer her auf eine stabile Basis stellen.“  

Quelle: Merkur.de

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