Fußball - A-Klasse 8

Das neue Neuchinger Bollwerk

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Immer nah dran am Gegenspieler: Franz Pfleger (l.) Anfang September beim 2:2 gegen die DJK Ottenhofen. Sein Kontrahent in dieser Szene ist Jonas Kiermaier. 

Denkt man an die SpVgg Neuching, kommt einem zuerst der Name Zoran Pejic in den Sinn. Seit Jahren schießt der Mann Saison für Saison zig Tore, heuer sind es auch schon wieder 27 – nach gerade mal 13 Partien. Doch einem solchen Mann muss der Rücken freigehalten werden, und das tun die Neuchinger zuletzt verstärkt. Die Konzentration des Tabellenfünften ist in den vergangenen Wochen nicht zuletzt auf die Defensive gelegt worden, so auch vor dem Spitzenspiel am Sonntag um 14.30 Uhr beim Tabellenvierten SpVgg Altenerding. Der Sieger bleibt oben dran, der Verlierer fällt voraussichtlich entscheidend zurück.

Neuching – Denkt man an die SpVgg Neuching, kommt einem zuerst der Name Zoran Pejic in den Sinn. Seit Jahren schießt der Mann Saison für Saison zig Tore, heuer sind es auch schon wieder 27 – nach gerade mal 13 Partien. Doch einem solchen Mann muss der Rücken freigehalten werden, und das tun die Neuchinger zuletzt verstärkt. Die Konzentration des Tabellenfünften ist in den vergangenen Wochen nicht zuletzt auf die Defensive gelegt worden, so auch vor dem Spitzenspiel am Sonntag um 14.30 Uhr beim Tabellenvierten SpVgg Altenerding. Der Sieger bleibt oben dran, der Verlierer fällt voraussichtlich entscheidend zurück.

„Wir haben jetzt endlich mal weniger Gegentore kassiert“, sagt Abteilungsleiter Rudi Weber über die vergangenen Wochen. Er verweist auf zwei Abgänge vor der Saison, nämlich die Abgänge von Marco Esposito und Michael Fleischmann. „Im Mittelfeld war das ein großer Verlust.“ Und auch der Defensivverbund musste sich so erst mal finden.

16 Gegentore haben die Neuchinger derzeit auf dem Konto, doch in den vergangenen sieben Spielen stand fünfmal die Null. Da wäre selbst Huub Stevens zufrieden. Nur bei den Niederlagen gegen die Topteams Isen (1:2) und St. Wolfgang (0:2) klingelte es in diesem Zeitraum im eigenen Kasten.

Doch wer sind die Defensivmänner, die den Abwehrverbund der SpVgg derzeit zusammenhalten, zumal sich mit Kapitän Mathias Haberthaler (23) vor kurzem der Chef mit einer Bänderzerrung vorzeitig in die Winterpause verabschiedet hat?

Einer von ihnen ist Hans Schindlbeck, 27 Jahre alt, im beruflichen Leben Kaufmännischer Angestellter. Er erklärt das taktische Konzept seines Teams. „Wir hatten dieses Jahr Startschwierigkeiten, um richtig in Tritt zu kommen“, sagt er. „Die Spieleröffnung war nicht variabel genug, und in der Defensive haben wir einfach zu viele individuelle Fehler gemacht. Im Training haben wir das Ganze immer und immer wieder trainiert, und jetzt sieht man die ersten Erfolge des Umschaltspiels in die Spitze.“

Trainer Robert Fraundorfer habe ein wenig umgestellt. „Ich bin von der Außenverteidigung auf die Sechs gewechselt, und Hannes Lanzl hat meine Position eingenommen. Vielleicht ist das ein Mitgrund, warum wir aktuell hinten besser stehen, aber bestimmt nicht der Hauptgrund“, findet Schindlbeck. Die Verletzung Haberthalers sei derweil durch „unseren Mannschaftsältesten“, Mattias Michalik (31), kompensiert worden. Der bildet mit Florian Hainz (24) die Innenverteidigung.

Franz Pfleger (22) passt links außen auf und versucht, mit Hannes Lanzl – der 19-jährige Youngster aus Harlachen ist zur vergangenen Rückrunde aus der Jugend gekommen – rechts durch ihre läuferischen Stärken das Spiel über die Flügel zu gestalten. So erklärt es Schindlbeck, der nun auf der Sechs das Aufbauspiel der Gegner unterbindet. „Ich laufe zwar viel umsonst, aber solange ich das 90 Minuten durchhalte, ist der Trainer zufrieden“, meint er schmunzelnd.

„Zur Zeit funktioniert’s halt besonders gut“, ergänzt Schindlbecks Teamkamerad Hainz. Er ist wie seine Mitspieler im Defensivverbund ein Urgestein des Vereins. Wo anders hinwechseln? Kommt gar nicht in Frage! „Wir sind alle aus Neuching, haben noch nie bei irgendeinem anderen Verein gespielt und würden es auch nicht. Das heißt, wir geben immer 120 Prozent für den Verein“, sagt Hainz und kann sich eine Spitze für den Sonntagsgegner nicht verkneifen: „Ich bezweifle, dass das bei Altenerding auch so ist.“ Er erwartet ein „schnelles Offensivspiel“ der Veilchen.

Youngster Lanzl stellt sich derweil schon mal auf „technisch starke Spieler und das schnelle Pressing“ der Altenerdinger ein. Da trifft es sich gut, findet er, dass er mit Pejic zweimal die Woche eine solche Torgranate als Trainingspartner hat. Gegen ihn verteidigen zu müssen, ist freilich nicht die schlechteste Vorbereitungsmöglichkeit. „Das ist schon immer eine Herausforderung, gegen ihn zu spielen, aber gerade im Hinblick auf Altenerding ist das die beste Übung“, sagt Lanzl.

Ein Sieg muss fast her, sowohl für Neuching als auch für Altenerding bei fünf beziehungsweise vier Zählern Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Schaut man sich das Programm am Wochenende an (siehe Liga-Check), ist nicht unbedingt von einem Straucheln des Führungstrios Ottenhofen, St. Wolfgang und Isen auszugehen. „Na klar wollen wir oben dran bleiben“, sagt Hainz. „Wir hängen es aber nicht an die große Glocke“, ergänzt Lanzl. Und Schindlbeck gibt sich diplomatisch: „Ob’s bis zum Ende hin klappt, das werden wir sehen, aber leicht werden wir es keinem Gegner machen.“ Auch nicht der SpVgg Altenerding.

Quelle: Merkur.de

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