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Große Kulisse im Derby um Platz zwei? Für Habach absolut kein Problem

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Von: Andreas Mayr

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Wer macht das Rennen um Platz zwei? Am, Sonntag treffen der ASV Habach (links, Maximilian Nebl) und der TSV Murnau (rechts, Georg Kutter) aufeinander.
Wer macht das Rennen um Platz zwei? Am, Sonntag treffen der ASV Habach (links, Maximilian Nebl) und der TSV Murnau (rechts, Georg Kutter) aufeinander. Das Foto eigt eine Szene aus dem Hinspiel, das die Murnauer vor rund 400 Zuschauern mit 1:0 gewannen. © Andreas Mayr

Am Sonntag steigt in der Kreisliga 1 das Derby zwischen dem ASV Habach und dem TSV Murnau. Das ohnehin schon brisante Duell hat diesmal eine besondere (Aufstiegs)-Note.

Habach/Murnau – Das große Endspiel, das es werden sollte, ist Geschichte. Dafür haben die Habacher höchst selbst mit ihrer Niederlage gegen Deisenhofen gesorgt. Und doch geht es im Nachbarduell in der Kreisliga 1 zwischen Habach und Murnau am Sonntag (15 Uhr) um nicht weniger als den Relegationsplatz zur Bezirksliga. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu diesem besonderen Derby.

Wie stehen die Chancen beider Teams auf Platz zwei?

Uli Feigl hat die Realität akzeptiert. „Zu 80 Prozent wird das nichts“, sagt der Fußballerchef beim ASV. Mit dem 0:2 gegen den Spitzenreiter Deisenhofen II vor zwei Wochen hat Habach die Kontrolle verloren, ist nun von Patzern der Konkurrenz abhängig. Der TSV und Lenggries müssten am letzten Spieltag ausrutschen, damit Habach überhaupt noch eine Chance auf die Relegation hat. Murnau-Trainer Tim Schmid sieht das Aufstiegsrennen für sein Team deutlich offener. „Von Platz eins bis vier ist alles möglich.“ Wobei Murnau ein ordentliches Blatt in der Hand hält: Vier Punkte aus den letzten beiden Partien reichen, um in die Relegation einzuziehen.

Wer steht mehr unter Druck?

Das liegt im Auge des Betrachters. In Habach finden sie: „Die Anspannung in Murnau wird größer sein“, sagt Uli Feigl. Mit Lenggries und dem ASV jagen gleich zwei Verfolger den ehemals souveränen Tabellenführer. Zuletzt wankte der TSV beim 1:1 gegen Peißenberg. Die Murnauer hingegen sehen den Druck bei den Ausrichtern. „Für Habach ist das die letzte Chance. Ein Unentschieden bringt nichts“, betont Tim Schmid. Murnau würde ein Zähler reichen.

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Wie hat Murnau das 1:1 gegen Peißenberg verkraftet?

Gut, glaubt man Tim Schmid. Ihren Frust kanalisierten die jungen Kicker mal wieder in zwei Einheiten am Montag und Dienstag, die bestens verlaufen sein sollen. Tim Schmid betont: „Es ist nichts Außergewöhnliches passiert.“ An der Ausgangslage ändert sich nichts. Murnau muss gewinnen, um auf Nummer sicher zu gehen. Dieser Druck alleine sorgt für eine gewisse Anspannung. Tim Schmid sagt: „Das merke ich an mir selbst.“

Hat die Niederlage gegen Deisenhofen die Habacher ausgeknockt?

Ganz klar nein. Gott sei Dank dauere es nie besonders lange, bis sich die Habacher von Rückschlägen erholen, sagt Uli Feigl. Seine Fußballer sind erprobte Stehaufmännchen. „Nach zwei, drei Stunden war das wieder verraucht“, betont der Abteilungsleiter. Schon in Sauerlach, beim 8:5- Erfolg, habe man die Moral wieder gespürt. „Genau dieses Auftreten erwarte ich am Sonntag von jedem.“

Was spricht für Murnau?

Tim Schmid zieht seinen letzten Joker. Ex-Haching-Profi Michael Marinkovic wird nach wochenlanger Pause sein Debüt geben. Noch hält sich der Coach zwar bedeckt, ob der Stürmer auch in der Startelf steht. Doch in den vergangenen drei Wochen habe er bereits wieder unter Vollkontakt trainiert. „Das schaut schon sehr rund aus“, betont Tim Schmid. Kein anderer Murnauer hat zuletzt so viele Einheiten absolviert wie Marinkovic.

Welchen Vorteil hat Habach?

Den gewaltigen Heimbonus. Bereits zum Hinspiel kamen über 400 Zuschauer, die Habacher hatten die lauteren Fans dabei. Mit ähnlichen Zahlen wie in der Vorrunde rechnen die Habacher für Sonntag. „Wenn’s mehr werden, sind wir auch gerüstet“, betont Uli Feigl. Mit seiner Frau, die die Verpflegung organisiert, und dem Kassier hat er sich ausgetauscht. „Die meinen, dass es richtig zugehen wird.“ Sein Team habe mit solch einer Kulisse keine Probleme. Zehn Mann stehen im Kader, die schon Bezirksliga-Relegation vor 1000 Gästen gespielt haben. „Das ist für jeden einzelnen nochmals eine Motivation.“

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